Geschichte Sewamunds
Aus Liebliches-Feld.net
Sewamund blickt auf eine lange Geschichte zurück, da es zu den am längsten besiedelten Gebieten an der Westküste gehört. Doch selten hat sich das Angesicht der Stadt so schnell verändert wie in den letzten Jahren.
Älteste Geschichte
Der Sage nach wurde die Zollstation Sewakstein ~900 vor BF unter Seneb-Horas an der Mündung des Sewak gegründet, um diesen strategisch wichtigen Punkt vom markanten Felsen im kleinen Mündungsdelta aus zu kontrollieren. Um die Zollstation herum sollen sich auf einem Hügel Bauernhöfe und Handwerker gebildet haben, die die Besatzung der Burg mit Lebensmitteln, Waffen und Werkzeugen versorgten. Auch entdeckte man bald darauf die ergiebigen Fischgründe vor der Küste, so dass den lang gezogenen Strand bald zahlreiche Boote und Netze zierten, deren Besitzer ein Stück landeinwärts hinter der ersten Böschung in kargen Holzhütten lebten. Über den Sewak gab es damals noch keine Brücke, sondern eifrige Fährmänner im Dienste der Zollstation taten hier ihre Arbeit.
Nur wenige Jahre nach der Gründung zeigten sich aber auch die Nachteile des Ortes. Von Zeit zu Zeit wurde die Sewakmündung von Sturmfluten heimgesucht, die den Fluss weit zurückdrängten und die Gras- und Schilfwiesen links und rechts von ihm weitflächig überschwemmten.
Dabei kamen in der Vergangenheit immer wieder Menschen ums Leben, da sie ihre Häuser zu nah am Strand oder in zu niedrigen Gebieten gebaut hatten oder dazu gezwungen waren, denn der Wettbewerb zwischen den Fischern war groß und auch Bauern und Handwerker nahmen landeinwärts immer mehr Platz in Anspruch, wobei hier natürlich die Hügellage besonders begehrt war.
Aber nicht nur Naturgefahren machten den Sewamundern das Leben schwer. Auch die beutegierigen Thorwaler zog es auf ihren Raubzügen immer wieder nach Sewamund. Deswegen wurde die hölzerne Zollstation auf dem Sewakstein bald zu einer Burg ausgebaut, in die sich die Bewohner Sewamunds flüchten konnten, sobald man die Segel der Nordmänner am Horizont erblickte. Den umstehenden Hütten war diese Methode allerdings weniger dienlich, da sie meist nach einem Überfall neu gebaut werden mussten.
Ältere Geschichte
Zeit der Kusliker Kaiser
162 v. BF-0 BF
- 100 v. BF ließ Silem-Horas die Granitstraße von Bethana nach Grangor bauen.
BF und Protektorat Phecadien
0-56 BF
- Ab dem Jahr 6 BF war die Theaterritterin Lutisana von Kullbach Komturin von Phecadien. Sie strebte einen Aufbau des Landes an, wurde aber von einem Heer Kaiser Rauls hingerichtet, der danach das Land zwischen Grangor und Chorhop beherrschte. Phecadien und das vordere Almada wurden zu einem Protektorat zusammengefasst und galten als „minder verderbt“, im Gegensatz zum Rest des Lieblichen Feldes, was die Garlischgrötz in Schutz nahm und die heutige Nähe Grangoriens zum Mittelreich (bzw. vice versa) erklärt.
Erzherzogtum Kuslik
56-349 BF
- 56 BF wurden die Protektorate aufgelöst. Das Erzherzogtum Kuslik unter Hardo von Gareth entstand, zerstörte Städte wurden wieder aufgebaut. Innerhalb von 150 Jahren wird das Erzherzogtum die reichste Provinz des Neuen Reiches. Erstmalige Nennung des Namens Sewamund.
Priesterkaiserzeit
349-465 BF
- 349 BF wurde Herzog Curon von Priesterkaiser Noralec seines Amtes enthoben und mit dem Bewahrer der Ordnung Berdin von Havena ersetzt. Die Praiospriesterherrschaft begann.
Herzogtum Kuslik
466-751 BF
- Junivera von Sewamund, die viel besungene schöne Schwester des aufstrebenden Barons von Sewamund, heiratete 468 BF Rominian von Veliris und zeugte mit ihm vier Kinder. Sie überlebte all ihre Kinder und starb im Alter von 87 Jahren.
- 499 BF drang der Baron von Sewamund am Sewak entlang nach Veliris vor, wurde aber am Unterlauf aufgehalten.
- 507 BF wurde die Fehde zwischen Sewamund und Veliris beigelegt.
- Im Rondra 525 BF plünderte der Baron von Sewamund Veliris, konnte aber dank des neuen Castell della Veliris im Efferd aufgehalten und zurückgeschlagen werden. Daraufhin heiratete Thuan von Sewamund (4. Firun 505 BF) Giliana von Veliris und zeugte mit dieser zwei Kinder. Von Travia bis Ingerimm wurde ein Eroberungszug durch Sewamund veranstaltet.
- 526 BF wurde Giliana Baronin von Sewamund. Ihre älteste Tochter Hesindiane heiratete Geron von Sewamund.
- 544 BF starb der alte Baron von Sewamund, der Vater Gerons von Sewamund.
- Im Hesinde 546 BF wurden Geron von Sewamund und Hesindiane von Romin von Veliris ermordet. Giliana starb im Firun.
- 547 BF schlug ein Rachefeldzug derer von Veliris gegen Sewamund fehl.
- 550 BF schlug ein zweiter Feldzug derer von Veliris gegen Sewamund fehl.
- 553 BF wurde ein Heer der Sewamunder vor Veliris zurückgeschlagen, konnte aber die darauf folgende Strafexpedition der Veliriser aufreiben.
- Barjed von Veliris, verheiratet mit Rovena von Sewamund, herrschte vom Tsa 586 BF bis zum Rondra 592 BF über Sewamund, da der frühere Baron von Sewamund nur einen minderjährigen Erben hinterließ. Ab 592 BF herrschte der nun mündige Nachfolger des alten Barons von Sewamund.
- 656 BF wurde die Grangorer Hungerrevolte von Herzog Midor von Kuslik niedergeschlagen. 800 Grangorer starben.
- 681 BF kam es zum Sturm auf Sewamund. Die Kriegstreiberin und Gonfaloniera von Veliris Rovena di Loriana starb dabei.
- 683 BF wurde Sewamund von Gonzalo della Tassino eingenommen, dem Nachfolger Rovenas.
- 711 BF fiel Sewamund an die Herren von Farsid.
- 745 BF errang Grangor die Stadtfreiheit.
Unabhängigkeitskrieg
744-752 BF
- In der Nacht vom 21. auf den 22. Efferd im Jahr 744 BF wurde die Burg Sewakstein in Sewamund wie alle anderen kaiserlichen Festungen von Aufständischen bestürmt.
Königreich Yaquiria
752-1010 BF
- Am 23. Peraine 868 BF heiratet Leonora von Sewamund Romin Salquirio Darian Traviadan von Veliris-Tuffino.
Horasreich
ab 1010 BF
- Vom Hesinde 1010 BF bis zum Tsa 1015 BF herrschte zu Veliris Caelon IV., der Anspruch auf die Baronie Sewamund erhob.
Die Spur in die Vergangenheit
Im Jahre 1019 BF brach in Sewamund eine sich rasch verbreitende Krankheit aus. Es gab kaum Tote, aber etwa ein Drittel der Bewohner befielen Magenkrämpfe, Fieber und Schüttelfrost und bekam einen graugrünen Hautausschlag. Damals lag der Peraine-Tempel noch in der Nähe des alten Marktplatzes.
Kurz darauf wurde Sewamund vom Dämon Gurondaii bedroht, einem Ungeschöpf aus der horasischen Vergangenheit, der urplötzlich auftauchte und von fast nichts zu stoppen war. Die Stadt wurde evakuiert. Einer Gruppe Mutiger gelang es am 16. Rahja, den Dämon mithilfe von Magie, Gräben und Geschützen in der Schlacht vor Sewamund zu besiegen, seine Zerstörungen aber blieben.
Die findigen Bewohner der Landschaft zwischen Sewamund und Veliris wussten die Spur der Verwüstung des Dämons zu nutzen und so verläuft entlang der von Gurondaii geschlagenen Schneise, auf der Basaltplatten verlegt wurde, heute der Dämonenstieg, eine 52 Meilen lange komfortable Straße, die wenn auch tagsüber stark befahren, Nachts von keinem götterfürchtigen Horasier betreten wird.
Der Bau der Neustadt und des Marinehafens
Da im Zuge des aufkommenden Merkantilhandels die Straßen, Häfen und Kanalwege des Horasreiches an Bedeutung gewannen, wuchs die Bevölkerung Sewamunds durch die gute Lage der Stadt rapide an. Zunächst bedeutete dies, dass sich nördlich der Stadt einige Bauernhöfe in vor der Mauer liegende Stadthäuser verwandelten, was zur Bildung des Stadtteils Periferia führte. Rasch erkannte die Verwaltung der Stadt die Lage und begann damit, einen neuen Stadtteil zu planen, um im Vornherein Bevölkerungsprobleme zu vermeiden. In diesem Zuge machte man dem Herzog den Ausbau der Marinebasis schmackhaft, der dies schließlich auch genehmigte, wenngleich es ohnehin zu den Plänen Gilmon Quents gehörte, mit der Flottenreform auch die Marinestützpunkte auszubauen.
Die Neustadt wurde rasch erbaut und gilt als grangorische Meisterleistung der Baukunst, die teilweise die gegen den Dämon errichteten Verteidigungswerke nutzte.
Einnahme der Stadt durch Tiro Tristano Nupercanti
Im Efferd 1027 BF gelang es dem Nupercanti in Absprache mit dem Baron von Veliris, Sewamund in seine Gewalt zu bringen. Herzog Cusimo hatte zu dieser Zeit genug mit seinem neuen Windhag zu tun, Elanor von Efferdas war andernorts im Süden des Landes beschäftigt und Baron Selchion lebte schon einige Zeit im fernen Thorwal.
Zuerst forderte am 4. Efferd Tiro von Nupercanti die Einwohner der freien Stadt Sewamund dazu auf, sie ihm ohne Widerstand zu übergeben. Nachdem sich die Sewamunder weigerten, so zu handeln, ließ der Nupercanti die Stadt mit Hylailer Feuer und daraufhin mit Brandpfeilen beschießen, so dass ein Teil der Stadt in Feuer aufging. Hierauf folgten Felsgeschosse. Nach einem Piratenangriff von See aus nahm der Nupercanti die Stadt ein und handelte mit dem Kommandanten der Horasflotte ein Stillhalteabkommen aus, nach dem der Kriegshafen unangetastet bliebe.
Als am 20. Ingerimm 1027 BF Reon von Toricum, der sich mit seinem Heer auf dem Weg nach Venga befand, die Brücke Sewamunds nutzen wollte, wurde ihm dies verweigert. Daraufhin schwang er sich zum Protektor Sewamunds auf.
Im Travia 1028 BF nahmen die Truppen der roten Allianz Sewamund ein und befreiten es.
Jüngste Geschichte und Ausblick
Für hier fehlende Einträge siehe die Zeitleiste.
1027 BF
- Mitte Praios: Als Banditen verkleidete Schergen des Signors von Nupercanti überfallen das Gut Luntfeld im Trestalschen. Helgar Luntfeld und seine Frau Lisette kommen dabei zu Tode, ihre Tochter Hisela Luntfeld wird entführt. Für ihre Freilassung muss die Familie Luntfeld dem Nupercanti heimlich mehrere Geschütze aushändigen.
- 4. Efferd: Tiro von Nupercanti belagert Sewamund. Im Bombardement der Belagerungsgeschütze kommt Neetha Luntfeld zu Tode.
- 5. Efferd: Er erobert handstreichartig und unterstützt von Windhager Piraten die freie Stadt Sewamund.
- 12. Travia: Unter dem militärischen Druck des Signors von Nupercanti schließen die Familien Wiesen-Osthzweyg und Amarinto eine Allianz mit dem diesem.
- Travia-Tsa: Es kommt zu Bündnisverhandlungen zwischen den di Piastinzas, Tribêcs, Streitebecks, Sewaklauf-Shumirs und dem ehemaligen Schatzkanzler Tarin von Salicum-Selzin gegen den Nupercanti. Die Tribêcs und die Streitebecks sollen von Norden gegen Sewamund vorgehen, während die Verbündeten die Einheiten des Nupercanti am Sewak binden. Die Nachforderungen Tsaida Tribêcs verzögern den Beginn des Feldzuges immer weiter. In Sewamund wird eine Schwangerschaft der freigelassenen Hisela Luntfeld immer offensichtlicher.
- Anfang Ingerimm: Reon Torrem bricht von Efferdas nach Norden auf, mit dem erklärten Ziel, den Feldzug Cusimos unterstützen zu wollen.
- 20. Ingerimm: Der Nupercanti verweigert dem Efferdier den Durchmarsch, da er eine List der Baronin Elanor von Efferdas befürchtet, die den Titel einer Protektorin Sewamunds beansprucht. Reon Torrem beginnt auf eigene Faust mit der Belagerung der Stadt. Hisela Luntfeld bringt ihre Tochter Tira zur Welt.
- Ende Ingerimm-Anfang Rahja: Der Vetter Reon Torrems, Hesindiego Torrem, führt Verstärkung aus Shumir heran, während im Norden Edelmunde von Streitebeck in der Abwesenheit ihres Onkels Irion gemeinsam mit den Tribêcs versucht, eine Front gegen den Nupercanti aufzubauen.
- 4. Rahja: Verrat der Tsaida Tribêc an den Streitebecks. Edelmundes Heerhaufen wird zerschlagen, sie selbst gerät in Geiselhaft ihrer Tante Daria. Die Familien Piastinza und Salicum-Selzin verweigern Reon Torrem die Unterstützung. Nur Daria von Sewaklauf-Shumir reicht die Hand zum Bündnis, woraufhin sich der Torrem bis zum 16. Rahja weiter flussaufwärts in der Signorie Sewaklauf festsetzt.
- 12. Rahja: Nach einer längeren Harikiade landet Irion von Streitebeck in Ruthor und versucht, die Piastinza und Salicum-Selzin für einen Feldzug zu gewinnen.
- 21. Rahja: Die Erste Schlacht von Kosgarten. Trotz eindringlicher Aufforderungen, auf Unterstützung aus Ruthor zu warten, setzt Reon Torrem auf eigene Faust mit einem inzwischen stattlichen - aber im Unterhalt auch zusehends teuren - Heerhaufen über den Sewak. Unter hohen Verlusten kann der Efferdier sich in der Signorie Sewadâl im Weiler Kosgarten festsetzen. Nachrückende Truppen des Signor von Nupercanti, Hilfstruppen der Tribêc und Amarinto unter dem Kommando des Söldnerführers Bardovino Boronshand können Reon Torrem jedoch schließlich einschließen.
- 30. Rahja: Die Zweite Schlacht von Kosgarten. Von den Nupercantiern unter Condottiere Bardovino schwer bedrängt sieht Reon Torrem bereits der Niederlage in die Augen, als eine Entsatzstreitmacht unter dem Befehl des Irion von Streitebeck noch einmal das Blatt wenden kann. Auf dem Schlachtfeld besiegeln Reon Torrem, Irion und Torvon di Piastinza die Rote Liga, die sich dem Kampf gegen Tiro von Nupercanti verschreibt.
1028 BF
- 1. Praios: Waffenstillstand zwischen der Roten Liga und dem Nupercanti auf dreißig Tage. Irion von Streitebeck und Torvon di Piastinza reisen nach Grangor, um die Hochzeit des Herzogs zu begehen. Bei dieser Gelegenheit werden die Verhandlungen zu einem Frieden mit Tiro von Nupercanti fortgesetzt.
- 15. Praios: Reon Torrem bricht auf eigene Faust den Waffenstillstand, weil er befürchtet, bei den Verhandlungen zwischen Nupercantis, Piastinzas und Streitebecks übervorteilt zu werden.
- 16.-20. Praios: Der Schwung der Torrem-Offensive wird durch geschicktes Taktieren Bardovino Boronshands gebremst.
- 20. Praios: Der Hauptmann des Streitebecker Kontingents verweigert den Gehorsam und zieht seine Truppen zurück.
- 21. Praios: Hesindiego Torrem wirft eine Magenverstimmung (andere sprechen von Vergiftung) auf das Krankenlager, sein Vetter Reon kann nach den Verletzungen aus der Schlacht von Kosgarten den Angriff nicht führen.
- 23. Praios: In einem Hinterhalt wird die Nachhut des Efferdaser Heerhaufens aufgerieben, der am Rande der Auflösung steht.
- 25. Praios: Der mit Verstärkung herbei geeilte Irion übernimmt das Kommando. Reon muss sich fügen. Die Rote Liga zieht sich vom Feind zurück, der angesichts der Bedrohung Sewamunds aus dem Süden durch die Piastinza und Salicum-Selzins selbst nicht nachsetzt.
- 9. Rondra: Der entscheidende Vorstoß der Roten Liga auf Sewamund beginnt.
- 12. Rondra: Nach mehreren Scharmützeln schließen die von Osten vorrückenden Truppen unter Irion von Streitebeck und die von Süden heraneilenden Einheiten unter dem Kommando Amaldo di Piastinzas Sewamund ein. Zur allgemeinen Überraschung stellt sich Tiro von Nupercanti dem Feind vor den Mauern zur Schlacht von Sewamund. Der Nupercanti wird Opfer einer doppelten Täuschung Irions, der erst vorgibt, seine Bundesgenossen zu verraten - um dann seinem vermeintlichen Verbündeten Tiro in den Rücken zu fallen. Diesem gelingt der Rückzug in die Stadt, eine langwierige Belagerung beginnt.
- 13. Rondra-Anfang Travia: Anfänglich gelingt es der Roten Liga, auch mit Unterstützung der efferdischen Schivonella Stolz von Efferdas, Sewamund vollkommen von äußerer Versorgung abzuschließen. Als allerdings politische Entwicklungen am Sikram den Abzug der efferdischen Truppen unter Reon Torrem und der efferdischen Flotte erzwingen, sinken die Aussichten auf einen Erfolg der Belagerung. Verhandlungen mit der Stadt Grangor um Verstärkung der Roten Liga bleiben vorerst ohne Ergebnis.
- Anfang Rondra: Die Belagerung Harbens beginnt. Mit dabei Herzog Cusimo, die Goldene Legion und die Küstengarde unter Baronet Hesindiego, die sich seit dem 29. Peraine 1027 BF in Venga befand.
- 3. Travia: Anfang Travia erheben sich angestachelt vom Patrizier Gerbondo Filotrin, dem Innungsherr der Spinner und Weber, die Bürger gegen die Herrschaft des Nupercanti. Er wird von einem Mob gefangen gesetzt.
- 4. Travia: Ein Bürgergericht verurteilt Tiro zum Tode. Das Urteil wird sogleich vollstreckt. Der Kopf wird zum Spott der Bürger ausgestellt - und bleibt nach der Befreiung Sewamunds unauffindbar. Gerüchte, die Luntfeld hätten die Hand mit im Spiel gehabt und Filotrin unterstützt, verstummen schnell.
- 5.-10. Travia: Trotz großer Empörung unter den Adligen über die Ermordung des Nupercanti verhandelt die Rote Liga unter Irion mit den Bürgern über Frieden. Man kommt überein, dass die Stadt dem Adel die Tore öffnen werde, wenn dieser im Gegenzug die Grundfesten einer Bürgerherrschaft akzeptiere.
- 14. Travia: Im Triumph ziehen die Truppen der Roten Liga in Sewamund ein. Die Fehde ist beendet - und das Ringen um einen dauerhaften Frieden beginnt zwischen den Mächtigen des Adels und des städtischen Patriziats.
- 12. Hesinde: Mendolo di Punta erreicht mit einigen efferdasischen Schiffen und einem Söldnerheer von etwa 300 Köpfen Sewamund und erzwingt sich Zugang zur Stadt, während ein Teil der Söldner nördlich der Stadt an Land geht und ein Lager errichtet. In seiner Begleitung befinden sich Alwene von Wiesen-Osthzweyg und Ciro ya Mornicala. Der di Punta schwingt sich dank einer Ernennungsurkunde der Baronin von Efferdas zum General-Protector der Stadt auf, tritt in Verhandlungen mit den bisherigen Protectoren Amaldo di Piastinza und Irion von Streitebeck und beruft den Lilienrat der Stadt ein.
Lücke
- 22. Hesinde: Bei der Zusammenkunft des Lilienrats bietet Mendolo di Punta den Familien Tribêc und Amarinto die Rückkehr nach Sewamund und die Rückgabe ihrer Ämter im Lilienrat an, im Tausch gegen seine Bestätigung im Amt des General-Protectors. Beide Familien weisen das Angebot strikt, aber höflich zurück.
Lücke
- Mitte Firun: Unruhen machen sich in Sewamund breit und entladen sich in gewalttätigen Zusammenstößen der verfeindeten Parteien. Die Straßenkämpfe fordern erste Todesopfer und Vermittlungsversuche der Patrizier schlagen fehl.
- Mitte Tsa: Die Sewamunder Unruhen eskalieren abermals, als der Sprecher der Patrizier Arion Cortesinio von Unbekannten auf offener Straße erschlagen wird. Alle Parteien bezichtigen sich gegenseitig des Mordes, die Stimmung sinkt auf den Tiefpunkt.
- 5. Phex: Grangor entsendet eine Flotte, um Romin abzufangen, die jedoch tags darauf vom sich opfernden Admiral Radulf Eran Galahan zurückgedrängt wird (Seeschlacht am Kap Windhag). Der junge Leophex Tribêc dient hierbei auf einem der Schiffe unter Dorian ter Broock und gewinnt erste Seegefechtserfahrung. Kapitän zur See Horathio Degano wird bei der Schlacht schwer verletzt und scheidet danach aus dem Flottendienst aus. Nach einer langen Genesungszeit übernimmt er die Leitung der Sewamunder Filiale des Postendienstes Pertakis.
- Mitte Phex: Schneeschmelze und heftige Regenfälle lassen den Sewak anschwellen. In den folgenden Tagen können die Sewamunder Fischer kaum Fänge einfahren, was zur Verstimmung der Sewamunder Bevölkerung beiträgt.
- Ende Phex: Es kommt zu schweren Ausschreitungen der unzufriedenen Bürger Sewamunds.
- Anfang Peraine: Baronin Elanor von Efferdas beordert ihre Einheiten aus Sewamund zurück, da sie im Kampf um Terubis und später Belhanka dringender benötigt werden. Das Drohpotential des General-Protectors sinkt deutlich. Rondradane von Streitebeck wird am 3. Peraine ermordet, Irion nimmt ihre Waisen an Kindes statt an.
- Mitte Peraine: Der Streitebecker reist nach Farsid und wird zum Baron von Sewamund bestallt. Im Geleit des Herzogs kehrt er nach Sewamund zurück und wird in der Praios-Kapelle des Schlosses Corello in feierlicher Zeremonie gekrönt. Er – nun Irion von Sewamund – beruft den Adel zum Lilienrat ein. Noch am Tag der Verkündung erhebt er sein Mündel Rondrarich zum Baronet und designierten Erben. Die Befugnisse der Protectoren über die Stadt nach dem Statutum in honorem Domini Praiu werden durch herzogliche Bulle auf den Lilienrat übertragen – damit verliert Sewamund den Status als freie Landstadt. Im Gegenzug werden die Protectoren zu Mitgliedern des Rates ernannt und in ihren territorialen Ansprüchen bestätigt. Die alten Familien werden vom Baron mit Ämtern und Gütern bedacht. Die Sewamunder Convention löst den Konflikt nicht dauerhaft, sondern überdeckt ihn nur zeitweise. Amaldo di Piastinza und Mendolo di Punta fühlen sich unter Wert verkauft. Es dauert einige Zeit, bis die Nachricht die Tribêcs erreicht, da sie größtenteils vor Harben liegen.
Lücke
- 25.-26. Ingerimm: Die Schlacht von Castarosa: Cavalliere Darion Amarinto will der Verräterin Phrenya eine Lektion erteilen. In der Schlacht sucht er gezielt sie und ihre Geliebte Usvina, um sie vor ihren Augen zu erschlagen. Im Dreikampf wirft sich Phrenya in Dareius' Bihänder, um Usvinas Leben zu retten. Dareius beschuldigt Usvina und will sie töten, wird aber von ihr getrennt. Phrenya stirbt auf dem Schlachtfeld. Die Annäherung der verfeindeten Familien Tribêc und Amarinto stoppt. Als Usvina Nurîm als Ralmans Adjutantin erkennt, lässt sie enttäuscht ihre Truppen nach Burg Tribêc kehren. Unter den Toten ist auch der Baron von Ruthor Alwin di Bellafoldi. Sein Ableben weckt die Hoffnungen Amaldo di Piastinzas auf die Oberhoheit der Ruthorer Lande. Nach der Schlacht kommt es in Sewamund vereinzelt zu timoristischen Kundgebungen. Die Lage bleibt aber ruhig, auch wegen starker Präsenz herzoglicher Truppen und des überwiegend aldarenischen Adels.
- 30. Ingerimm: Nach neunmonatiger Belagerung fällt Harben, die Goldene Legion zieht Cusimos Banner auf. Ein kleiner Teil der Tribêcer Truppen unter Hesindiego Tribêc bleibt in der Stadt, der Rest der Küstengarde setzt sich in Richtung Sewamund in Marsch und beteiligt sich nicht an der Belagerung von Eslamsberge.
- 9. Rahja: Veliris kapituliert vor Coramar ya Strozzas Söldnerheer.
- 11./12. Rahja: Die aus Veliris vertriebenen Truppen der Horaslegion treffen in Sewamund ein.
- 18. Rahja: Die Küstengarde erreicht die Signorie Tribêc und richtet sich im Stammsitz der Tribêc zum Überdauern der Namenlosen Tage ein. Die Truppe wird in Stand gesetzt. Edelmunde von Streitebeck, die sich seit geraumer Zeit in Tribêc aufhält, verliebt sich während dieser Tage in Praiesco Tribêc.
- Ende Rahja: Alricilian Ucurio IX. von Veliris, Hochmeister der Aldigonenser, nimmt Kontakt zu Sewamund auf und verspricht die Übergabe Castell della Leonis im Austausch gegen Hilfe bei der Vertreibung ya Strozzas. Als neuer Seneschall Sewamunds übernimmt Darion Amarinto die Führung des Sewamunder Heers.
1029 BF
- Anfang Praios: Der Sewamunder Heerbann marschiert am Sewaksüdufer Richtung Veliris.
- 3. Praios: Die Küstengarde erreicht Sewamund und schlägt ihr Lager nördlich der Stadt auf. Alverano, Dorian und Tsaida Tribêc folgen mit 20 Reitern dem Heerbann.
- Mitte Praios: Coramar ya Strozza wird aus Veliris vertrieben. Er bricht nach Norden aus und zieht plündernd von dannen.
- 4. Rondra: Sieg des Ozeanidenbunds in der Seeschlacht am Galgenstein über die Galahanisten.
- 12. Rondra: Das Castell della Leonis wird übergeben und mit Sewamunder Truppen bemannt. Darunter Karinor Degano und seine Bandiera.
- 19. Rondra: In Sewamund gehen die Timoristen zum Äußersten und erobern Burg Sewakstein und Trafiume. Dank Guldon Dollbreck werden die alten Tore der Sewakbrücke geschlossen.
- Ende Rondra: Geron di Valese erobert Nevorten vom Ozeanidenbund zurück.
- 1. Efferd: Die Aufrührer in Sewamund ergeben sich.
- 10. Efferd: Rimaldo von Selzin lässt sich zum Baron von Ruthor krönen. Auflösung des Kirchblütenrats.
- Travia: Mendolo di Punta kommt nach Sewamund, Irion von Streitebeck bietet Tsaida Tribêc die Baronskrone von Veliris an.
- 3. Travia: Erste Schlacht auf den Arinkelwiesen
- Anfang Tsa: Ralman von Firdayon-Bethana übernimmt einen großen Teil von Baron Rimaldos Militär.
- 13. Tsa: Zweite Schlacht auf den Arinkelwiesen
- Ende Tsa: Belagerung Serillios.
- 30. Tsa: Marik di Bellafoldi fällt in der Schlacht auf der Gladiatorenbrücke. Die Sewamunder halten den Ruthorer Hafen.
- 9. Phex: In der Schlacht am Selziner Kreuz siegt der Ozeanidenbund über ein Heer der Galahanisten. Serillio gibt auf.
- Tsa & Phex: Der Lilienrat tritt zusammen und beschließt das künftige Regierungssystem von Stadt und Land Sewamund (Sewamunder Investitur).
- 14. Ingerimm: Der Selziner Bund unterliegt, Baron Rimaldo fällt.
- 25. Ingerimm: Oleana di Bellafoldi wird Baronin von Ruthor. Der Baronsrat gelangt in die Hände der Familien Bellafoldi, Amarinto, di Piastinza und Calven-Imirandi. Nevorten bleibt als Republik eigenständig, Ruthor verfügt bei Bedarf über die Nevorter Flotte. Serillio geht an das Haus Calven-Imirandi. Die Familie della Carenio erhält Ruthorer Ländereien.
- Anfang Rahja: Oleana di Bellafoldi entzieht dem Haus Calven-Imirandi Serillio, das daraufhin nach Shenilo flieht.
1030 BF
- 1. Rondra: Beginn der Brautschau in Sewamund. Zandor von Nervuk sammelt die Goldene Legion und andere Truppen, darunter Horasio della Pena, in und bei Sewamund, um gen Süden zu ziehen.
- 2. Rondra: Beide Erben des Hauses Vistelli werden mit Familienmitgliedern der Tribêcs vermählt. Es kommt zu keiner Entscheidung der Bomeder Grafenfrage. Bernardo Tribêc und Gattin verlassen kurz darauf Sewamund per Schiff. Zandor überschreitet zur selben Zeit mit 4000 Mann den Sewak und bahnt sich einen Weg über Ruthor und Arinken geradewegs von Norden auf Pertakis zu.
- 8.-10. Rondra: Es kommt zur Zweiten Schlacht von Pertakis, an der auch diverse Sewamunder, darunter Baron Irion, teilnehmen.
- 27. Rondra: Der Frieden von Arivor beendet den horasischen Thronfolgekrieg.
- Efferd-Peraine: Im Lieblichen Feld wird zum Seekrieg gerüstet, so auch in Sewamund.
- Mitte Phex: Auf Veranlassung der Silbertaler Bank gründen die Familien Cortesinio, Degano und Luntfeld die Güldenlandbank.
- 28. Phex: Die Wettstreiter der 1000 Meilen von Yaquiria erreichen Sewamund.
- 11. Peraine: In der Seeschlacht von Phrygaios verliert die Sewamunder Flotte zwei Schiffe und erobert eins.
1031 BF
- Praios: Yasmina von Streitebeck, die Witwe Benedicts di Matienna, verstirbt nach langer Krankheit in Sewamund.



