Casa Acosto

Die Casa Acosto ist der Stammsitz der Familie Acosto in Sewamund. Das Anwesen liegt im Schilderquartier unweit des Peraine-Tempel St. Meliora, des Schafhofs und der Töpferwerkstatt Restituno. Die Familie gehört zu den weniger einflussreichen Nobilegeschlechtern der Stadt. Bereits vor Jahrhunderten betrieben ihre Vorfahren in Norderau Fischfang auf dem Sewak und handelten mit Muscheln und Krabben.
Die Casa Acosto ist ein großzügiges Haus mit zwei langen Trakten. Die Fassaden sind schlicht gehalten und werden dezent von steinernen Fisch-, Muschel- und Delphinmotiven geschmückt.
Die Acostos gelten als bodenständig, gastfreundlich und genussfreudig und das zeigt sich auch an ihrem Anwesen. Im Erdgeschoss befinden sich Vorratsräume und eine große Küche, worin regelmäßig Fisch geräuchert, eingesalzen oder eingelegt wird. Besucher behaupten, bereits an der Haustür erkennen zu können, welche Jahreszeit herrscht, allein am Duft, der ihnen entgegenströmt. Im Obergeschoss liegen Wohnräume, Gemächer und Speisesäle der Familie. Von einer kleinen Dachloggia aus blickt man über die Gärten des Schilderquartiers bis hin zum Sewak. Hinter dem Haus liegt ein Nutzgarten mit Kräutern, Zitronensträuchern und einem Süßwasserfischteich.
Familienfeiern beginnen traditionell mit einer Fischsuppe. Bekanntester Bewohner ist Thuna Acosto (sofern er in Sewamund und nicht in Vinsalt weilt), der bis zum Amtsantritt Sturmfriede ter Beers als Efferd-Geweihter die Aufgaben des verschollen Oswin ter Beers im Efferd-Tempel St. Dozman wahrnahm und dadurch Ansehen in der Stadt gewann. Seither vertritt er den Tempel als Delegierter im Kronkonvent. Die übrigen Familienmitglieder kümmern sich überwiegend um Fluss- und Meeresfischhandel, Räuchereien, die Kartierung von Austernbänken und der Versorgung der Gastwirtschaften.
Volkes Stimme
„Bei den Acostos riecht es immer nach Fisch. Meistens angenehm.“
— Hafenarbeiter
„Ein Acosto erkennt eine verdorbene Grangorelle schneller als einen schlechten Politiker.“
— Händlerin am Markt
„Wenn ein Acosto sagt, der Fisch sei frisch, dann schwimmt er vermutlich morgen wieder.“
— Sprichwort der Matrosen
„Sie essen alles, was Flossen, Scheren oder Tentakel besitzt. Nur Meerjungfrauen stehen angeblich nicht auf der Speisekarte.“
— Gerücht aus der Matrosenkneipe Sewamund Ahoi!
„Wer bei den Acostos eingeladen wird, verlässt das Haus entweder satt oder als zukünftiges Familienmitglied.“
— Sewamunder Redensart