Töpferwerkstatt Restituno

Die Töpferwerkstatt Restituno zählt seit 1033 BF zu den Handwerksbetrieben Sewamunds. Sie liegt am westlichen Rand des Schilderquartiers an einem Kanal. Hier entstehen Gebrauchs- und Kunstkeramiken für Haushalt, Schifffahrt, Tempel und Patrizierhäuser.
Die Werkstatt wurde von der eingewanderten Familie Restituno gegründet. Meisterin Pozra Restituno erkannte die günstige Lage des Bauplatzes: Ton konnte über den Sewak herangeschafft werden, Brennholz aus dem Umland, während die fertigen Waren auf Schiffe verladen wurden. Mittlerweile beliefert die Werkstatt nicht nur die Haushalte Sewamunds, sondern auch Fischer, Kaufleute und Reeder. Besonders robuste Vorratskrüge für Wasser, Salzheringe und Olivenöl finden Absatz. Auf die Verseuchung des Sewaks reagierten die Restitunos mit der Fertigung verschließbarer Vorratsgefäße, um Trinkwasser sauber lagern zu können. Der Betrieb gehört zur Sewamunder Töpferzunft.
Die Werkstatt besteht aus einem langgestreckten Backsteinbau mit ziegelgedecktem Satteldach. Zur Straßenseite liegt ein kleiner Verkaufsraum mit großem Sichtfenster, in dessen Regalen Krüge, Schüsseln, Teller, Amphoren und glasierte Figuren ausgestellt werden. Dahinter liegen die Werkstätten: Mehrere Töpferscheiben stehen unter großen Fenstern, sodass die Meisterin und ihre Angestellten das Tageslicht optimal nutzen können. Der Boden ist von feinem Tonstaub bedeckt, der den Schuhen derjenigen, die sich hier oft aufhalten, eine rötliche Färbung verleiht. Am Hof zum Kanal hin befinden sich zwei große Brennöfen, Trockenunterstände und ein Tonlager. Aus den Schornsteinen steigt fast ununterbrochen Rauch auf, der nach feuchter Erde und Holz riecht.
Begehrt sind blau-weiß glasierte Sewamunder Hafenkrüge, deren Bemalung Schiffe, Möwen oder den stordischen Knoten zeigt. Der Peraine-Tempel St. Meliora bezieht Pflanzgefäße für seine Kräutergärten. Auch die Wirte des Letzten Ankers, der Wachstube und von Sewamund Ahoi! schwören auf die schweren Bierkrüge der Werkstatt.
Die Familie Restituno besitzt Abbaurechte an Tonvorkommen im Sewaktal. Die Meister behaupten, der dortige Ton enthalte den richtigen Anteil an Flusssand, um widerstandsfähige Keramik hervorzubringen.
Volkes Stimme
„Wenn ein Restituno-Krug zerbricht, war entweder der Boden schuld oder der Wirt.“
— Werbespruch der Restitunos
„Ein guter Töpfer formt den Ton. Ein Meister formt die Geduld seines Lehrlings.“
— Zunftweisheit
„Die Restitunos verkaufen Erde – und jeder bedankt sich dafür.“
— Geron Einhand
„Ein Bier schmeckt aus Ton einfach ehrlicher.“
— Stammgast der Wachstube