Haus Aranjuez
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| Das Haus Aranjuez für den eiligen Leser |
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Wappen/Emblem: Das Wappen zeigt einen silbernen Rabenschnabel auf schwarzem Grund |
Inhaltsverzeichnis |
Die Geschichte des Hauses Aranjuez
Das Rittergeschlecht Colonna
Die Ahnherren des Hauses Aranjuez sind wahrscheinlich ursprünglich tulamidischen Ursprungs, doch liegt die genaue Herkunft im Dunkeln. Wiewohl die Familienchroniken es so wollen, dass einige Colonnas als Ritter bereits während der Ragather Blutfehde (80 BF) auf Seiten des Hauses Ragathsquell gekämpft, datiert die erste urkundliche Erwähnung mit 293 BF in die Zeit der Ratsfürsten von Punin.
In den folgenden Jahrhunderten traten zwar immer wieder einzelne Colonnas als diverse Amtsinhaber und Lehnsträger hervor, letztlich aber gelang es niemandem, das Rittergeschlecht zu überregionaler Bedeutung zu führen.
Erst unter dem Haus Aguilon gelang es, einige wichtige Positionen in Ragatien zu besetzen, doch wurden diese Ambitionen in der Zweiten Ragathisch-Yaquirtaler Blutfehde (545-574 BF) zerstört, in deren Verlauf die Colonnas als Vasallen des Grafen Bugo von Ragath einen entsetzlichen Blutzoll zu entrichten hatten.
Es bedurfte vieler Generationen, um sich von diesem Aderlass zu erholen, und erst Fadrique Álvarez Colonna konnte das Geschlecht wieder zu erwähnenswerter Bedeutung führen.
Die Junker von Aranjuez
Dom Fadrique zeichnete sich im Unabhängigkeitskrieg des Lieblichen Feldes als Offizier bei den seither berüchtigten Almadaner Dragonern aus, sodass Kaiser Eslam IV. den Ritter 752 BF in den Junkerstand erhob, und mit dem Gut Aranjuez belehnte.
Während sich der frischgebackene Junker noch Fadrique Álvarez Colonna von Aranjuez nannte, war es bereits sein Sohn Eslam Nazir (wie seither zahlreiche Nachkommen zu Ehren des Kaiser so geheißen), der den Namen Colonna als Zeichen des Neubeginns aus dem Titel strich.
Die kriegerische Tradition des Rittergeschlechtes indes setzte sich auch unter dem neuen Namen fort, und so fanden zahlreiche Sprößlinge einen frühen Tod. Ebenso wie sich seither der Name Eslam im Stammbaum häufte, wurde auch der Dienst in den Reihen der Almadaner Dragoner bzw. ihren Nachfolgeregimentern gute Familientradition. So kommandierte bereits der Urenkel Dom Fadriques besagtes Regiment (seine glänzende Karriere fand freilich mit der Großen Havarie ein unrühmliches Ende) und wieder zwei Generationen später hielt unter Kaiser Valpo, genannt "Der Trinker", mit Talfan Eslam von Aranjuez erstmals ein Junker von Aranjuez den Marschallsstab Almadas in Händen.
Gleichfalls in jene späteslamidische Epoche fiel das Schaffen von Lope Calderon d'Aranjuez, der seinen Namen mit der Schaffung des Gemäldes "Die Übergabe von Arivor" unsterblich machte. Auch die Gründung der Aranjuezer Falkenzucht - das Haus Aranjuez stellte drei Erzzuchtmeister in Folge - welche sich auch heute noch einiger Bedeutung erfreuen kann, fiel in jene Blütezeit.
Weiterhin konnte diese "Puniner Linie" kurzzeitig das Ehrenamt des Fürstlichen Mundschenkes erringen und neben dem Burgvogt zu Ragath stellte das Haus Aranjuez zahlreiche Offiziere der fürstlichen und kaiserlichen Wehr, sodass jene Jahrzehnte unter den letzten Eslamiden auch als die goldene Zeit des Hauses Aranjuez bezeichnet werden kann.
Umso tiefer war dann der Fall mit Beginn der Kaiserlosen Zeit. Die "Puniner Linie" fiel 930 BF beinahe geschlossen dem Blutigen Rotz während der Großen Seuche in Punin zum Opfer, derweil die Geschichte des alten Rittergeschlechtes mit den als Söldnerhauptleute unter Perval dienenden Zwillingen Gonzalo und Gonzago den vorläufigen Tiefpunkt erreichte. Immerhin aber gelang Letzterem nach dem Sieg Pervals mit einer Braut aus dem Hause Streitzig eine deutlich über ihm stehende Partie, und als dessen Enkel Federigo Rafik von Aranjuez es bis zum Bandalarius gebracht hatte, schien die Talsohle durchschritten. Es sollte seinem Erstgeborenen, Hernán Eslam von Aranjuez, vorbehalten bleiben, mit seiner wiederholten Unterstützung des Usurpators Answin von Rabenmund alle Anstrengungen der vorherigen Jahrzehnte zunichte zu machen.
Zudem fiel der in den Reihen der Loyalistisch Almadanischen Wehr fechtende zweite Sohn, Girolamo Amado von Aranjuez im Vorfeld des Zwölferkampfes vor Punin (dunklen Gerüchten zufolge durch die Hand seines answinistischen Bruders), was den Bandalarius in ein frühes Grab brachte. Kurze Zeit später entbrannte ein iuristischer Streit um die Latifundias des Hauses Aranjuez, hatte doch der Bruder Dom Federigos, Alonso Eslam von Aranjuez, ein ins Garetische verheiratete Kaiserlicher Offizier, unverzüglich versucht, das Lehen für sich und die Seinen zu sichern. Domña Radia von Franfeld, Vogtin der Mark Ragathsquell, welche in jenen Götterläufen die Geschäfte der Grafschaft vertretungsweise für den in den Khomkrieg gezogenen (und dort verschollenen) Grafen Julca Tilman übernahm, hatte jedoch andere Pläne, und riss sich die reichen Ländereien kurzerhand unter den Nagel. Das sich viele Götterläufe hinziehende Verfahren verschlang einen Gutteil des nicht zu verachtenden Vermögens des Hauses Aranjuez, sodass der mittlerweile zum Obristen aufgestiegenen Dom Alonso später bettelarm in Albernia fiel.
Zwischenzeitlich aber hatte der neubestallte Graf Brandil von Ehrenstein-Streizig das Verfahren abermals prüfen lassen, und obgleich Dom Alonsos Frau eine entfernte Verwandte des Grafen war, amnestierte dieser den im Exil weilenden Dom Hernán.
Eine Zeit lang schien es so, als könne das Haus Aranjuez wieder an bessere Zeiten anknüpfen, doch schloss sich der amnestierte Junker 1028 BF abermals dem zurückgekehrten Rabenmund an. Einzig dem Umstand, dass Selindian Hal schließlich mit seiner Schwester brach, dürfte das Haus Aranjuez die vorläufige Wahrung seines Besitzstandes verdanken. Da sich Hernán von Aranjuez seither jedoch nicht mehr in Almada, geschweige denn vor dem Kaiser, hat blicken lassen, ist die Zukunft des Hauses Aranjuez dieser Tage mehr als ungewiss...
Bemerkenswerte Ahnen
Bemerkenswerte Mitglieder
Hillero Eslam von Aranjuez
*1009 BF, Sohn des Obristen Alonso Eslam von Aranjuez, Leutnant bei den Ragather Schlachtreitern
Azila Valerosa von Aranjuez
*1013 BF, Tochter besagten Obristens, Hofdame in Punin
Tego Gonzago Colonna
*985 BF, Bastard, verbrachte nach dem frühen Tod seines Vaters auf Maraskan den Großteil seines Lebens als Söldner in Al'Anfa. Verlor in der Seeschlacht von Phrygaios ein Auge und wurde gefangen genommen. Seither Offizier im Tercio Viejo de Ragatia im Yaquirbruch
Gualterio Diago Colonna
*1012 BF, Sohn von Tego Gonzago Colonna und einer Alanfanerin. Folgte dem Vater in den Yaquirbruch, und dient seit kurzem im Tercio Viejo de Ragatia
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