Aurelia Omiran

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Aurelia Omiran (SC)
Aurelia Omiran, 1046BF

Familie: Familie Omiran / Haus ya Satara
Tsatag: 100 BF
Größe: 1,68 Schritt
Haare: dunkelbraun
Augenfarbe: karamell
Eltern: Torquato Omiran
Geschwister: Asrabis Omiran
Travienstand: vermählt mit Nanduriel ya Satara
Nachkommen: Rahjane ya Satara und Leomar ya Satara

Aurelia Omiran, geboren 1006 BF, ist die Ehefrau Nanduriels und eine Schwester Asrabis Omirans.

Sie wuchs in einer Familie auf, die sich weit besser auf Menschen, Gelegenheiten und gesellschaftliche Strömungen versteht als auf Weinberge und Landwirtschaft. Schon als junge Frau lernte sie, Gäste zu begrüßen, Gespräche zu lenken und zu erkennen, wer tatsächlich über Geld und Einfluss verfügt – und wer lediglich den Anschein davon erweckt.

Ihre Ehe mit Nanduriel war zunächst eine vernünftige Verbindung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Familien. Die ya Satara brachten ein angesehenes Weingut und zuverlässige Erzeugnisse ein, die Omiran ein Spielhaus, gesellschaftliche Kontakte und ein ausgezeichnetes Gespür für gewinnbringende Bekanntschaften. Aus dieser Verbindung entwickelte sich jedoch bald eine innige und vertrauensvolle Ehe.

Aurelia ist lebhaft, aufmerksam und deutlich geselliger als ihr Mann. Sie spricht leicht mit Fremden und erinnert sich noch Jahre später an Namen, Vorlieben und beiläufig erwähnte Familienverhältnisse. Dabei wirkt sie selten aufdringlich. Ihr besonderes Talent besteht darin, einem Menschen das Gefühl zu vermitteln, er habe ganz von selbst genau das erzählt, was sie wissen wollte.

Sie hält sich regelmäßig im Spielhaus ihres Bruders auf und bildet dort das wichtigste Bindeglied zum Weingut. Aurelia sorgt dafür, dass die Weine der ya Satara nicht einfach nur ausgeschenkt, sondern bewusst präsentiert werden. Sie achtet darauf, welcher Wein zu welchem Gast, Anlass oder Spieltisch gelangt. Ein wohlhabender Händler erhält vielleicht den verlässlichen roten Satarer, eine Gesellschaft junger Adeliger den leichteren weißen, während ein besonders guter Banquiri für vertrauliche Gespräche oder bedeutende Gäste zurückgehalten wird.

Gelegentlich veranstaltet Aurelia kleinere Verkostungen außerhalb des eigentlichen Spielbetriebs. Dabei werden mehrere Jahrgänge verglichen, neue Abfüllungen vorgestellt oder Weine mit passenden Speisen gereicht. Solche Abende dienen nicht nur dem Verkauf. Sie ermöglichen es den Omiran, ausgewählte Gäste zusammenzubringen, und den ya Satara, neue Kontakte zu Händlern, Wirten und wohlhabenden Haushalten zu knüpfen.

Aurelia versteht das Spielhaus nicht bloß als Ort des Glücksspiels. Für sie ist es ein gesellschaftlicher Umschlagplatz, an dem Neuigkeiten, Empfehlungen und Geschäftsgelegenheiten ebenso rasch die Besitzer wechseln wie Münzen. Sie hört genau hin, wenn ein Gast über eine bevorstehende Feier, die Eröffnung einer Gaststätte oder eine Reise nach Vinsalt spricht, und sorgt anschließend dafür, dass Nanduriel zur rechten Zeit davon erfährt.

Dabei ist sie keineswegs leichtfertig. Aurelia weiß, dass der Ruf eines Weinguts ebenso empfindlich ist wie der eines Spielhauses. Übermäßig betrunkene Gäste, unsaubere Rechnungen oder zweifelhafte Geschäfte duldet sie nicht, sobald der Name ya Satara damit in Verbindung geraten könnte. In solchen Fragen kann sie überraschend kühl und bestimmt auftreten.

Mit Tolman verbindet sie ein respektvolles, nicht immer spannungsfreies Verhältnis. Er schätzt ihren wirtschaftlichen Nutzen und ihre Loyalität zur Familie, misstraut jedoch gelegentlich der schillernden Welt des Spielhauses. Aurelia wiederum hält Tolmans Vorsicht für verständlich, aber bisweilen übertrieben. Sie besitzt allerdings genügend Taktgefühl, ihm neue Ideen nicht als phexische Geschäftskunst, sondern als sorgfältig vorbereitete Möglichkeit zur Sicherung des Familienbesitzes vorzustellen.

Zu ihrer Schwiegermutter Caldria Kelpie hat Aurelia ein besonders gutes Verhältnis. Beide Frauen verstehen, dass ein Wein nicht mit dem Verschließen des Fasses fertig ist, sondern erst seinen Weg zum richtigen Käufer finden muss. Caldria brachte die alten Handelsverbindungen ein; Aurelia erschließt vor allem die gesellschaftlichen Kreise Shenilos und die Gäste des Spielhauses.

Rahjanes Ehrgeiz unterstützt Aurelia nachdrücklich. Sie nimmt ihre Tochter gelegentlich mit ins Spielhaus, damit diese lernt, wie unterschiedlich Gäste auf denselben Wein reagieren und wie wichtig Auftreten, Gefäß, Anlass und Erzählung für dessen Wahrnehmung sind. Aurelia könnte auch eine der stärksten Befürworterinnen einer besonderen, hochwertig ausgestatteten Linie des Satarers sein, die gezielt im Spielhaus vorgestellt wird.

Leomar liebt sie ebenso innig, begegnet seiner ritterlichen Ausbildung jedoch mit gemischten Gefühlen. Sie ist stolz auf ihn und freut sich über das Ansehen, das seine Knappschaft der Familie bringt, sorgt sich jedoch um die Gefahren und die Härte des Dienstes im Adlerorden.