| Familie Deraccini
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| Familienwappen
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Stammsitz und weitere Besitzungen
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| Wappen: |
Schreitende silberne Taube vor Grün zu Blau geschachtem Grund (bildlich: "Brieftaube über Land und Meer")
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| Herkunft: |
altes urbasisches Patriziat, vermutlich bis in die Rohalszeit zurückreichend
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| Stammsitz: |
Palazzo Colombana im Stadtteil Magistralia
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| Schutzpatrone: |
Praios, Hesinde
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| Oberhaupt: |
Gylduria Deraccini (Baronessa, Herrin von Ferrantina)
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| Wichtige Mitglieder: |
Alvaro (Delegat der Silbertaler Bank), Selina (Protocollaria Urbasis)
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| Berühmte Ahnen: |
Colombana (Begründerin der Taubenzucht), Ferrante (Gonfaloniere Urbasis)
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| Domänen: |
Herrschaft Ferrantina, Brieftaubendienst und -zucht, städtische Ämter, städtischer Grundbesitz (v.a. in Magistralia)
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| Ansehen & Ruf: |
verbohrt, trauert alten Zeiten nach
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| Charakter & Auftreten: |
trocken, teils rechthaberisch
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| Freunde & Verbündete: |
Familie Dalidion
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| Feinde & Konkurrenten: |
Familie Silbertaler (seit Verrat an Gonfaloniere Ferrante 971 BF)
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| Bespielt von: |
Giacobbo
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Die Familie Deraccini ist ein Patriziergeschlecht aus der Silberstadt Urbasi im Aurelat, das vor allem durch seinen jahrhundertealten Brieftaubendienst zu Einfluss und Wohlstand gelangte, dazu häufig auch in den Amtsstuben der Stadt wie kaum eine andere Familie vertreten ist. Während der Regentschaft der Berater galt die Familie zeitweise als die mächtigste Urbasis, konnte ihre Vorherrschaft nach einem verlorenen Machtkampf zum Ende der Amtszeit Gonfaloniere Ferrantes jedoch nicht verteidigen. Die Umstände seiner Entmachtung – vor allem einen mutmaßlichen Verrat durch die Familie Silbertaler – sollen sie noch immer nicht verwunden haben. Eine ihre Taubenbestände verheerende Vogelseuche brachte sie während des horasischen Thronfolgekriegs zusätzlich in Notlage und führte zum Verkauf des neueren ihrer beiden Stadtpaläste – ausgerechnet an das für seine Falkenzucht bekannte Haus di Tamarasco. Mit dem jüngst erfolgten Rückkauf des Gebäudes scheint die Krise des Geschlechts aber endgültig überwunden zu sein.
Heute unterhalten die Deraccini abseits der Semaphorenlinien vom Palazzo Colombana aus eine einträgliche Taubenpost, vor allem in Richtung Vinsalt, Pertakis und Methumis, über assoziierte Taubenschläge aber auch nach Urbet, Silas und Sibur. Eine einst bis Punin geplante Linie erwies sich aufgrund der Länge der Strecke und wohl der Khôm-Wüste als nicht zuverlässig genug. Dazu verkauft die Familie in geringerem Maß auch Brieftauben und unterstützt bei der Nachzucht. Dass die Familie in die von ihren Tauben überbrachte Post Einsicht nehme, muss wohl für üble Nachrede gehalten werden. Gerade in der Nachbarschaft der Schlange im Norden Magistralias gehören die regelmäßig ausfliegenden Tauben der Deraccini zum festen Stadtbild.
Stammtafel
Alle Lebensdaten nach Bosparans Fall.
Quellen