Liaiell di Camaro
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Liaiell di Camaro ist die jüngere Tochter des efferdischen Tempelvorstehers Efferdobal di Camaro. Geboren am 7. Firun 1028 BF schien in ihren Kindertagen die kleine ganz nach dem Vater zu kommen und tummelte sich am liebsten am Meer oder am Efferdtempel herum, wo sie meist mit vorliebe mit den Muscheln spielte und so auch Fremden gerne erklärte "wie man die drei Muscheln bedient" - was immer sie mit ihrem kindlichen Geiste damit meinen mochte.
Inzwischen gewinnt sie an Reife und wird - ähnlich wie ihre Schwester Amaryll di Camaro als Heiratskandidatin für hohe Herren hoch gehandelt. Wenngleich gerade ihre Schwester das beste Beispiel für einen gefühlten Fluch der di Camaro ist, dass politische Hochzeiten niemals gelingen, sondern nur Liebeshochzeiten bei der Familie von Erfolg gekrönt zu sein scheinen.
Liaiell selbst hilft häufig ihrem Vater im Efferdtempel, ohne aber selbst als Geweihte dem Tempel beitreten zu wollen. Dennoch kennt sie sich mit den efferdischen Sitten und deren Glaubenslehre bestens aus und kann sich auch damit identifizieren. So hat sie sich als Symbol für ihren Glauben zum Beispiel ihre Haare mintgrün färben lassen und auch ihr Kleidungsstil ist in ähnlich efferdgefälligen Farben gehalten.
Sie ist eine sehr stille Person und in sich gekehrt, teilweise aufreizend langsam und sanft in ihren Bewegungen. Manche sagen ihr nach, sie würde sich bewegen wie ein Schatten. Und dennoch hat sie bisweilen eine recht schonungslose, direkte Art an sich. Sie ist belesen und zeigt ein großes Herz gegenüber Notsuchenden, seien es Menschen oder Tiere. Ihre einfühlsame Natur sowie ihre Integrität führen dazu, dass viele sie aufsuchen, um ihre Seelenpein bei ihr los zu werden, sie hört sich all die Trauergeschichten auch aufmerksam an und versucht, nützliche Ratschläge zu geben. Ihr eigenes Seelenleben jedoch zeigt sie keinem. Vor allem ihrem Vater versuchte sie nach dem Verschwinden ihrer Schwester Amaryll trost zu spenden. Einer Berufung ging sie sehr lange nicht nach, lange schien es, als wolle sie eine Verwaltungsarbeit im Magistrat übernehmen, konnte man sie doch öfters bei ihrer Tante Isaura di Camaro im Matrikel-Capitanat anzutreffen. Als im Praios des Jahres 1048 BF eine Drachenschildkröte in Efferdas erschien, war das auch für Liaiell ein prägender Moment. Sie entschied sich, dass Sie der Studie der Tiere nachgehen wolle, vor allem der Meerestiere und begann so eine Ausbildung zur Tierärztin. Da es nicht viele Tierärzte in der Region gab und sie nicht einen Hexenzirkel dazu aufsuchen wollte, gestaltete sich die Ausbildung als nicht sehr einfach, sie musste sich viele Dinge selbst beibringen, das führte aber auch dazu, dass sie viel Zeit am und im Wasser verbrachte, um das Verhalten von Robben und Seekühen zu studieren.
Bei einer solchen Studie traf sie auch auf Niccolo ya Pirras und Khadana di Solano und schien dabei irgendwie Eindruck zu hinterlassen. Aus dieser Zeit datieren diverse Gemälde, die vor allem Liaiell zeigen.
