Taliano ya Satara

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Taliano ya Satara (SC)
Taliano ya Satara, 1046BF

Familie: Haus ya Satara
Tsatag: 1028BF
Größe: 182 Halbfinger
Haare: schwarz
Augenfarbe: braun
Eltern: Folnor ya Satara und Alwene Anderwacht
Geschwister: Madalena ya Satara und Mirandola ya Satara

Taliano ya Satara, geboren 1030 BF, ist Folnors siebzehnjähriger Sohn und gilt innerhalb der Familie als deren liebenswerter Taugenichts. Für die Arbeit im Sägewerk besitzt er weder Geduld noch Begeisterung. Schon als Junge fand er stets einen überzeugenden Grund, sich vor dem Holzstapeln, Vermessen der Stämme oder Führen der Bücher zu drücken. Meist wurde er wenig später auf einem Weinfass sitzend, bei den Musikanten des Dorfes oder inmitten einer Schar begeisterter Kinder wiedergefunden.

Taliano ist ein auffallend gutaussehender junger Mann mit einem gewinnenden Lächeln, einer schlanken, geschmeidigen Gestalt und einer beinahe mühelosen Selbstsicherheit. Er kleidet sich gern etwas auffälliger, trägt sein Haar sorgfältig und versteht es ausgezeichnet, seine Vorzüge zur Geltung zu bringen. Besonders die Mädchen und jungen Frauen seines Alters sind ihm sehr zugetan. Taliano genießt diese Aufmerksamkeit sichtlich. Er verteilt Komplimente mit großer Leichtigkeit, dichtet kleine Verse, spielt Liebeslieder und versteht es, jeder Verehrerin für einen Augenblick das Gefühl zu geben, sie sei die einzige Person, die ihn wirklich verstehe. Seine Schwärmereien halten allerdings selten lange und sorgen regelmäßig für neuen Gesprächsstoff im Dorf.

Standesgrenzen interessieren ihn dabei kaum. Er flirtet ebenso unbekümmert mit einer Winzertochter wie mit einer jungen Händlerin oder einer adeligen Besucherin. Seine Familie fürchtet weniger, dass er niemals eine passende Ehefrau finden könnte, sondern vielmehr, dass er zuvor zu viele Versprechen gibt oder sich mit dem falschen Vater, Bruder oder Verehrer anlegt. Taliano besitzt ein ausgeprägtes Talent zur Unterhaltung. Er kann Geschichten erzählen, einfache Instrumente spielen, kleine Kunststücke vorführen und Stimmen sowie Gesten anderer Menschen erstaunlich gut nachahmen. Bei Festen in Satara tritt er gern als Sänger, Spaßmacher oder Darsteller auf. Zeitweise schließt er sich fahrenden Musikanten und Schaustellern an. Er hilft beim Aufbau ihrer Bühne, kündigt Vorstellungen an, spielt kleinere Rollen und versteht es hervorragend, ein Publikum anzulocken. Dank seines Aussehens wird er besonders gern als romantischer Held, junger Edelmann oder verführerischer Schurke besetzt. Allerdings fehlt ihm bislang die Ausdauer, sich dauerhaft einer Truppe anzuschließen. Sobald regelmäßige Proben, frühes Aufstehen oder längere Pflichten verlangt werden, zieht es ihn häufig zurück nach Satara – meist gerade dann, wenn sein Geld aufgebraucht ist oder eine seiner Bekanntschaften unangenehm ernst zu werden droht. Folnor hält seinen Sohn für verantwortungslos und fürchtet, dass Taliano den guten Namen der Familie beschädigen könnte. Hinter seiner Wut steckt jedoch vor allem Sorge. Er befürchtet, dass sein Sohn eines Tages ohne Geld, Halt oder verlässliche Freunde dastehen könnte. Deshalb versucht er immer wieder, Taliano durch Arbeit im Sägewerk zu Vernunft und Disziplin zu bringen, bislang jedoch mit überschaubarem Erfolg. Alwene lässt sich von Talianos Charme erheblich weniger beeindrucken als fast alle anderen Menschen. Sie erkennt seine Ausreden gewöhnlich, bevor er sie vollständig vorgetragen hat, und reagiert auf seine schmeichelhaftesten Worte mit der ruhigen Frage, ob er inzwischen die ihm aufgetragene Arbeit erledigt habe. Gerade weil sie selten laut wird, fürchtet Taliano ihren enttäuschten Blick beinahe mehr als die Wutausbrüche seines Vaters. Dennoch erkennt Alwene deutlicher als Folnor, dass ihr Sohn tatsächlich eine Begabung besitzt. Sie hält Musik, Schauspiel und Unterhaltung nicht grundsätzlich für nutzlos, verlangt jedoch, dass Taliano lernt, daraus einen verlässlichen Lebensweg zu machen. Würde er sich ernsthaft einer angesehenen Schauspieltruppe oder einem festen Musikensemble anschließen, wäre sie vermutlich bereit, ihn zu unterstützen. Was sie nicht duldet, ist sein gegenwärtiges Leben zwischen halbherzigen Auftritten, gebrochenen Versprechen und der regelmäßigen Rückkehr ins Elternhaus. Taliano ist dabei nicht wirklich faul. Er kann sich stundenlang auf ein Lied, einen Auftritt oder einen besonders wirkungsvollen Scherz vorbereiten. Er weigert sich lediglich, seine Kraft für Aufgaben einzusetzen, die ihm langweilig oder bedeutungslos erscheinen. Bei den Kindern der Familie ist er ausgesprochen beliebt. Er bringt ihnen Lieder, Kartentricks und allerlei Unsinn bei. Auch Tolman kann er gelegentlich zum Lachen bringen, wenngleich der Großvater dies niemals in Folnors Gegenwart zugeben würde. Madalena durchschaut seine Tricks ebenso gut wie ihre Mutter, hilft ihm aber gelegentlich aus einer Schwierigkeit, sofern er verspricht, sich anschließend wenigstens für einige Tage nützlich zu machen.