Tolman ya Satara

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Tolman ya Satara (SC)
Tolman ya Satara, 1046BF

Familie: Haus ya Satara
Tsatag: 980BF
Größe: 185 Halbfinger
Haare: schwarz, ergraut
Augenfarbe: braun
Eltern: Marcos ya Satara
Geschwister: Ingrimalda ya Satara
Travienstand: vermählt mit Caldria Kelpie
Nachkommen: Nanduriel ya SataraFolnor ya Satara und Vittoria ya Satara

Tolman ya Satara, geboren 980 BF, ist das Oberhaupt dieses Familienzweigs. Mit annähernd siebzig Jahren hat er die tägliche Leitung des Weinguts Valdoro weitgehend seinem ältesten Sohn Nanduriel überlassen, doch geht noch immer kaum eine wichtige Entscheidung an ihm vorbei.

Tolman ist ein traditionsbewusster, würdevoller und ausgesprochen familienbezogener Mann. Er betrachtet den Banquiri sowie den weißen und den roten Satarer nicht als gewöhnliche Handelswaren, sondern als Vermächtnis früherer Generationen, das bewahrt und möglichst unbeschadet an die Nachkommen weitergegeben werden muss. Veränderungen begegnet er daher zunächst mit Misstrauen. Neue Methoden akzeptiert er erst, wenn sie ihre Vorteile eindeutig bewiesen haben und den gewohnten Charakter der Weine nicht gefährden.

Dass das Weingut dennoch nicht vollkommen in überkommenen Arbeitsweisen erstarrt ist, liegt nicht zuletzt an seiner Ehefrau Caldria Kelpie. Seit Jahrzehnten versteht sie es, Tolman Neuerungen nicht als Bruch mit der Tradition, sondern als notwendige Maßnahme zu deren Bewahrung nahezubringen. Während Tolman über Reben, Keller und die Eigenart der Weine wacht, brachte Caldria ihre Erfahrung im Weinhandel und die Verbindungen ihrer Familie in das Gut ein.

Tolman besitzt ein ausgezeichnetes Gedächtnis für Jahrgänge, Reben, Fässer, Händler und alte Familiengeschichten. Häufig genügt ihm bereits ein Schluck, um zu erkennen, aus welchem Keller ein Wein stammt oder ob bei der Lagerung etwas nicht stimmt. Auch jahrzehntealte Absprachen, offene Rechnungen und erwiesene Gefälligkeiten vergisst er kaum.

Im persönlichen Umgang ist Tolman höflich, beherrscht und meist geduldig. Er erhebt nur selten die Stimme. Sein Missfallen zeigt sich eher durch eine lange Pause, eine hochgezogene Augenbraue oder die gefürchtete Frage, ob der Betreffende sich seiner Verantwortung gegenüber der Familie tatsächlich bewusst sei.

Hinter seiner strengen Würde verbirgt sich jedoch ein warmherziger Großvater. Er liebt seine Enkel und verfolgt ihre Entwicklung aufmerksam, auch wenn er seine Zuneigung nur selten offen zeigt. Rahjane nimmt er bereits als mögliche künftige Herrin des Weinguts ernst. Ihre Pläne zur Modernisierung erfüllen ihn zugleich mit Stolz und Sorge. Leomars ritterliche Ausbildung im Adlerorden betrachtet er als große Ehre für die Familie, während er Madalenas Fleiß und handwerkliche Begabung sehr schätzt. Selbst Taliano kann ihn gelegentlich zum Lachen bringen, wenngleich Tolman dies niemals vor Folnor zugeben würde. Mirandolas magische Begabung bereitet ihm dagegen ehrliche Sorge, da sie sich seiner Erfahrung und seinem Verständnis entzieht.

Zu seinen eigenen Kindern besitzt Tolman ein unterschiedliches Verhältnis. Nanduriel betrachtet er als verlässlichen Nachfolger, auch wenn er sich nur schwer damit abfindet, ihm tatsächlich die letzte Entscheidung zu überlassen. Folnors Entschluss, seinen eigenen Wirkungsbereich im Sägewerk zu suchen, hat er lange als Abkehr vom Weingut empfunden; inzwischen erkennt er jedoch an, was sein Sohn dort aufgebaut hat. Vittoria steht ihm besonders nahe. Ihre Entscheidung für die Hesinde-Kirche akzeptierte er nach anfänglichem Zögern, und nach dem Tod ihres Mannes Allicio war es für ihn selbstverständlich, ihr jederzeit einen Platz im elterlichen Haus offenzuhalten.

Tolmans größte Schwäche ist sein Bedürfnis, die Familie zusammenzuhalten und den Lebensweg ihrer Mitglieder mitzubestimmen. Er meint es selten böse, kann aber bevormundend wirken. Für ihn ist nur schwer vorstellbar, dass ein Mitglied der ya Satara dauerhaft ein Leben führen könnte, das weder dem Haus noch Satara zugutekommt.