Turaniter

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Die Turaniter
Ordenswappen
Hauptkloster zu Turani
Kloster zu Urbasi
Horasreich
Ordenswappen
Niederlassungen der Turaniter

Voller Name: Gemeinschaft des Heiligen Ageriyano della Turani zur Wahrung der Gerechtigkeit und Erkundung der Wahrheit
Wappen/Symbol: Goldene Schwertwaage auf schwarz-silbern gespaltenem Grund
Oberhaupt: Äbtissin Baldura Aralzin
Wichtige Mitglieder: Reo di Tamarasco (Prior zu Turani), Parsilius della Turani (Subprior zu Turani), Schelacharion von Silas (Inquisitor), Auricanius von Urbet-Marvinko (Inquisitor, Subprior zu Urbasi)
Personen der Historie: Ageriyano della Turani (Ordenspatron), Aureliana von Marvinko (Inquisitorin und Lichtbotin), Arvedua della Turani (1029 BF ermordete Ordensschwester)
Wichtige Feiertage: 19. Rondra (Tag des Heiligen Ageriyano della Turani)
Niederlassungen: Turani, Urbasi
Größe: klein
Einfluss: groß (im Horasreich), hinlänglich (darüberhinaus)
Domänen: Signorie Turani, weitere Ländereien rund um Praiadal, Beteiligung an der Silbertaler Bank
Zitate: »Recht und Gerechtigkeit ist eins, denn am Ende ist der Herre Praios selbst unser Richter und sein Urteil unfehlbar.« (überlieferter Ausspruch der Inquisitorin Aureliana von Marvinko)
Volkes Stimme: »Wer die Finsternis jagt, wird selbst finster – zwar nicht im Geiste, aber in der Gestik. Schau sie dir nur an die Turaniter, dann wirst du wissen, was ich meine ...«
Besonderheiten: einer von zwei Inquisitionsorden des Horasreiches

Die Turaniter sind - neben den Aldigonensern - einer von zwei Inquisitionsorden der Praios-Kirche im Lieblichen Feld. Ihre Heimat ist das Aurelat, das abgeschiedene Vorland der Goldfelsen zwischen Sikram und Onjet. Sie berufen sich vor allem auf den Heiligen Ageriyano della Turani, einen Rechtswahrer aus den Dunklen Zeiten, aber auch die spätere Lichtbotin Aureliana von Marvinko. Der Orden gilt traditionell als überaus konservativ und verschmäht (zumindest dem eigenen Anspruch nach) jegliche Form von Reichtum und Überfluss.

Dennoch war er in der Vergangenheit wiederholt in Machtkämpfe etwa mit Baron Macrin vom Rauhen Berg verwickelt. Neben dem Hauptkloster in Turani besteht die derzeit einzige weitere Niederlassung nahe der Stadt Urbasi, wo vor allem das Wirken des jungen Geweihten Auricanius von Urbet-Marvinko einige Grundfesten des Ordens in jüngerer Zeit ins Wanken bringt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Gründungsdatum des Ordens liegt im Dunkeln der Geschichte verborgen. Die Turaniter selbst glauben gerne an eine ununterbrochene Tradition seit dem Wirken des namensgebenden Heiligen, doch dürfte sich der Orden wohl höchstens bis in die ersten Jahrhunderte nach Bosparans Fall zurückführen lassen. Selbst aus der Priesterkaiserzeit sind nur vage Hinweise auf eine den Orden der Göttlichen Kraft im Gebiet des Alten Reiches lokal unterstützende Laiengemeinschaft erhalten geblieben.

Wirkliche Bedeutung erhielten die Turaniter erst seit dem Unabhängigkeitskrieg des Lieblichen Feldes und der Begründung des unabhängigen Vinsalter Königreiches, in dem die Befugnisse des Ordens der Göttlichen Kraft und später der Heiligen Inquisition zugunsten der regionalen Orden immer weiter eingeschränkt wurden. Mittlerweile nehmen Turaniter und Aldigonenser beinahe alle Aufgaben wahr, die im Mittelreich der eigentlichen Inquisition vorbehalten sind.

Zeitleiste der jüngeren Vergangenheit

  • ab 1010 BF: Schon in den Anfangsjahren seiner Regentschaft versucht Baron Macrin vom Rauhen Berg die Macht des Ordens zu brechen - ohne Erfolg.
  • 22. Boron 1016 BF: Zerstörung des Ordensklosters nahe Onjaro durch den Wurm vom Onjet.
  • 3. Efferd 1020 BF: Der Streit zwischen Turanitern und Baron Macrin eskaliert, als der einen Ordensbruder einkerkern lässt. Wenige Tage später kommt er wieder frei. (BB#11, S. 60ff.)
  • 1027 BF: Aus Rache für die vielen Scharmützel des Regenten, so munkelt man, vergiften Turaniter Macrins Gemahlin Tinola.
  • Ende 1027 BF: In Urbasi wird erneut eine Niederlassung neben dem Hauptkloster in Turani gegründet, als sich die Unterbringung der umfangreichen Archive zunehmend schwierig gestaltet und ein Teil der Aufzeichnungen ausgelagert werden muss - so zumindest die offizielle Begründung.
  • ab Anfang 1028 BF: Dem Orden werden im Umland der Silberstadt von Gransignore Traviano von Urbet ansehnliche Ländereien überlassen. Eine Geste, die dem rasanten Aufstieg seines Bruders Auricanius in der Ordenshierarchie sicherlich nicht schadet ...
  • Ingerimm 1028 BF: Prior Gerolan ya Pradomini spielt im Jaltekenaufstand in Urbasi eine unglückliche Rolle.
  • Namenlose Tage 1029 BF: In Urbasi wird die Ordensschwester Arvedua della Turani grausam ermordet. Die Urheber der Tat bleiben zunächst unerkannt.
  • Anfang 1030 BF: Eine Delegation der Turaniter ist maßgeblich am Entstehen der Dämokratenunruhen in Urbasi beteiligt.
  • 7. Praios 1031 BF: Renascentia-Edikt Staryun Lorianos - teilweise Neuordnung des Ordens und seiner Aufgaben.

Der Orden

In der Ordensstruktur der Turaniter spiegelt sich deutlich das hierarchische Grundprinzip der gesamten Praios-Kirche wieder. An der Spitze steht der Abt, dem wiederum die Administration und die Inquisition des Ordens unterstehen.

Inquisitorische Bestrafung

Erstere stellt dabei das 'Rückgrat' der Turaniter dar, sorgt sich um den Unterhalt der Klöster, die Verwaltung des Ordensbesitzes, die Ausbildung der Novizen und die Archivierung allen bei und für die Inquisitionstätigkeit angesammelten Wissens. Die Inquisition ist dagegen die ausführende Institution, die die von der Praios-Kirche übertragenen Überwachungs- und Untersuchungsaufgaben wahrnimmt.

Beide Teile des Ordens werden unterhalb des Abtes im Ordenskapitel von jeweils zwölf Geweihten vertreten: den Verwaltungsämtern der Klöster Turani und Urbasi als Administratoren auf der einen und den zwölf Inquisitoren auf der anderen Seite.

Acht der Inquisitoren hat der Orden nach dem Vorbild der acht Ordnungen der Praios-Kirche ebenfalls kleinere Ordnungen zugewiesen, d.h. nominelle Einsatzgebiete, in die der entsprechende Inquisitor bei Verdachtsmomenten (mit seinen Gehilfen) entsandt wird. Dazu gibt es aber noch vier weitere Inquisitoren, denen Sonderaufgaben zugeteilt sind und die in diesen Gebieten als Spezialisten gelten: Wehr des Dämonischen, Wehr des Namenlosen, Untersuchung von Kircheninterna und schließlich Untersuchung alter Relikte.

Niederlassungen

Das Hauptkloster des Ordens ragt hoch über der Ortschaft Turani am südlichen Mardiloufer auf. Es diente der Gemeinschaft durchgehend als Hauptsitz und war die meiste Zeit wohl auch dessen einzige Niederlassung. Seit Ende 1027 BF besteht mit dem um einen alten Inquisitionsturm des Ordens der Göttlichen Kraft errichteten Kloster nahe Urbasi wieder ein zweiter Ordenssitz.

Calendarium

Amt Aufgabe Amtsträger
Kloster Sant'Ageriyano della Turani
Abt Ordensoberhaupt, dem Wahrer der Ordnung Bosparan unterstellt Baldura Aralzin
Prior (Vicarius) Leitung des Klostertempels Reo di Tamarasco
Subprior (Cellerarius) Verwaltung der Güter und Finanzen des Klosters Parsilius della Turani
Sacristanus Aufsicht über Sakristei und geweihte Kirchenschätze Praiovan della Turani
Infirmarius Ausbildung der Novizen, Ordensspital Arvedun Sal von Marvinko
Scriptorius Archivierung des gesammelten Wissens Rimaldo della Tegalliani
Archivarius Verwaltung des Archivs selbst Adaque Bleywercker
Kloster Sant'Ageriyano d'Urbasi
Prior (Vicarius) Leitung des Klostertempels, hier auch formeller Leiter der gesamten Niederlassung Gerolan ya Pradomini
Subprior (Cellerarius) Verwaltung der Güter und Finanzen des Klosters Auricanius von Urbet-Marvinko
Sacristanus Aufsicht über Sakristei und geweihte Kirchenschätze Talor von Andima
Infirmarius Ausbildung der Novizen, Ordensspital Lorime ya Cabazzo
Scriptorius Archivierung des gesammelten Wissens Jalecio Reon di Olveria
Archivarius Verwaltung des Archivs selbst Alvinia ya Paredo
Die Inquisitoren
Ordnung Vinsalt allgemeine Inquisitionstätigkeit Ucuriana Galfard
Ordnung Kuslik allgemeine Inquisitionstätigkeit
Ordnung Horasia allgemeine Inquisitionstätigkeit Valeria Obra von Westfar
Ordnung Urbasi allgemeine Inquisitionstätigkeit Ucurian Branibor di Turani
Ordnung Methumis allgemeine Inquisitionstätigkeit Thallian della Pallyo
Ordnung Neetha allgemeine Inquisitionstätigkeit
Ordnung Drôl allgemeine Inquisitionstätigkeit
Ordnung Rethis allgemeine Inquisitionstätigkeit
Wehr des Dämonischen außerordentliche Inquisitionstätigkeit
Wehr des Namenlosen außerordentliche Inquisitionstätigkeit Schelacharion von Silas
Untersuchung von Kircheninterna außerordentliche Inquisitionstätigkeit Gylduria di Cesparo
Untersuchung alter Relikte außerordentliche Inquisitionstätigkeit gemäß Renascentia-Edikt Auricanius von Urbet-Marvinko

Siehe auch

Quellen

Persönliche Werkzeuge