Lania Luntfeld

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Lania Luntfeld
Kurzbeschreibung
Familie: Familie Luntfeld
Position: Matriarchin der Familie Luntfeld
Gewöhnlicher Aufenthalt: Sewamund
Geburts-/Todesjahr: 27. Efferd 979 BF
Körpergröße: 1,73 Schritt
Statur: drahtig
Haarfarbe/Augenfarbe: rot (ergrauend)/grün
Eltern: Beppo Luntfeld (947-1019), Sharine Gorbesen (959-1003)
Travienstand: verheiratet mit Ingrimmion Redo (*971)
Nachkommen: Khardan (*1001), Bospranya (*1011)
Verwandte und Schwager: Details der Familie Luntfeld
Charakter/Auftreten: rücksichtslose Handelsherrin, treusorgendes Familienoberhaupt, ehrgeizige Politikerin
Ruf: "Beppo Luntfelds Tochter"
Besonderheiten: keine


Als zweitältestes Kind und älteste Tochter ihres Vaters hatte Lania immer ein besonderes Verhältnis zu ihrem Vater Beppo Luntfeld. Dieser sparte Lania lange Jahre für einen gewinnbringenden, prestigeträchtigen Traviabund auf, während sie in der väterlichen Schreibstube ihre geschäftlichen Sporen abverdiente. Als sie stattdessen den einfachen Armbruster-Meister Ingrimmion Redo kennen- und lieben lernte, lehnte der Vater die Verbindung zunächst brüsk ab. Kurze Zeit später - nachdem ihn der Galan seiner Tochter durch Fleiss und Sparsamkeit in einem überdies zukunftsträchtigen Handwerk überzeugt hatte, überlegte es sich Beppo anders und gab der Verbindung seinen Segen. Lanias Mitgift ermöglichte Redo-Roglom allmählich den Sprung vom Handwerksbetrieb zur Manufaktur für Belagerungsgeschütze.

Nach Beppos überraschendem Tod Ende 1019 stieg sie erwartungsgemäss, doch trotzdem unvorbereitet aus der Schreibstube der Manufaktur ihres Gatten auf den Matriarchenthron einer der reichsten Familien Sewamunds auf. Nachdem sie den Familienvorsitz gegen die Ansprüche ihres Onkels Bosper Luntfeld verteidigt hatte, hatte Lania die nächsten Jahre alle Hände voll zu tun um das sinkende Luntfeld-Schiff auf Kurs zu halten, da Beppo bis zuletzt niemanden in seine geschäftlichen Karten (oder Bücher oder Korrespondenz) hatte schauen lassen. Rückhalt und Unterstützung der Familie ermöglichten Lania den Rückzug aus dem Geldgeschäft, das nach dem Tod des phexbegnadeten Beppo nur noch Verluste verbuchte. Stattdessen wandte sich die Familie in der Renaissance Luntfeldis wieder vermehrt dem Abbau und Handel des Phecanowaldes - Holz, Erz und Baugestein - zu. Unter der Leitung ihrer Schwiegertochter Gylpurnia Eolana Kanbassa kommt dem Geld- und Kreditwesen heute nur noch eine untergeordnete Rolle zu.

Die politischen Umwälzungen der Nupercanti-Krise und des Thronfolge-Kriegs boten Lania auch die Gelegenheit zu politischem Aufstieg. Zusammen mit Holdur Degano und Leonardo Cortesinio bildete sie nämlich 1028/29 die Speerspitze beim Anspruch des stadt-sewamunder Patriziats an der Machtbeteiligung im Lilienrat. Nicht dass der Landadel eine grosse Wahl gehabt hätte: Geschickter Einsatz von finanziellen und materiellen Ressourcen sowie direkte Beteiligungen an politischen und militärischen Manövern der Patrizier liessen dem finanzilel ausgebluteten Land-Niederadel keine andere Wahl. Seidem ist allerdings eine Menge Wasser den Sewak hinuntergeflossen und immer noch dauern die Verhandlungen an.

Egal ob in der Schreibstube oder bei der Holztrift, auch mit über fünfzig Götterläufen ist sich die Matriarchin nicht zu schade, gelegentlich selber mit Hand anzulegen, wenn Not an der Frau ist. Im Gegensatz zu ihrem Vater, der alles und jeden kontrollieren wollte, überlässt sie das Holzgeschäft weitgehend ihren Geschwistern und ihrer Schwägerin und handelt nur noch die allerwichtigsten Verträge selber aus. Dasselbe gilt für das zweite wichtige wirtschaftliche Standbein der Familie Luntfeld, die Waffenmanufaktur Redo-Roglom, die allerdings laut Ehevertrag allein ihrem Ehemann gehört und erst mit dessen Tod - was die Götter verhüten mögen - in den Besitz der Familie übergeht.
Somit hat Lania die Gelegenheit, sich ausgiebig mit strategischen Fragen des Fernhandels sowie der Politik zu beschäftigen - aber auch mit Entscheidungen zur Zukunft der Familie: Die meisten jungen Frauen und Männer der Familie Luntfeld sind immer noch unverheiratet, ein Grund mehr für Lania, in den Familien des nahen und fernen Patriziats nach geeigneten Kandidaten und Kandidatinnen für strategische Traviabünde zu suchen.

Im Geschäftsalltag pflegt Lania das Bild der rücksichtslosen und ehrgeizigen Handelsherrin, während sie sich in Tat und Wahrheit liebevoll um ihre Familie und um ihre Angestellten kümmert. So mancher Sewamunder wäre erstaunt, die herrische Patrizierin an einem sonnigen Praiostagnachmittag mit vorgebundener Schürze hingebungsvoll ihren Gemüsegarten pflegen zu sehen.

Typische Zitate

  • "Und ich sage 17 Heller und keinen Kreuzer mehr, sonst könnte ihr es in Grangor versuchen!"
  • "Das wären dann 200 Dukaten zu einem jährlichen Zins von 10 Dukaten oder 5 Säcken Hafer, euer Hochgeboren!"
  • "Was hältst du von dem jungen Steenbrook? Wäre der nicht etwas für unsere Bospranya?" (neulich auf einem Empfang in Grangor zu ihrem Gatten)


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