Riana Gezetti
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Beschreibung
Riana Gezetti ist die Tochter des Familienpatriarchen Lovis und seiner Gattin Valeria. Nach ihrem Studium an der Rechtsschule zu Vinsalt absolvierte sie Mitarbeiten in verschiedenen Kammern, um praktische Erfahrung in der Rechtspflege zu sammeln. Ihr Vater bindet sie nun zunehmend in die Leitung der Familiengeschäfte ein, um sie mittelfristig auf die Übernahme vorzubereiten.
Riana ist von Natur aus eher introvertiert. Gesellschaftliche Anlässe absolviert sie pflichtbewusst, aber ohne erkennbare Freude daran. Am wohlsten fühlt sie sich zwischen Akten und Registern, wo die Regeln klar sind und niemand Konversation erwartet. Diese Eigenschaft machte sie in den Augen ihres Vaters ursprünglich zur weniger offensichtlichen Erbin. Dass sie nun mehr oder weniger notgedrungen die Geschäfte übernehmen soll, hat er mittlerweile akzeptiert.
Im Gegensatz zu ihrem Vater hat sie ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Bruder Lucian. Sie hegt keinen Groll gegen seine Entscheidung, sich der Magie statt der Familientradition zu widmen. Ganz im Gegenteil, sie schätzt sie es, dass er ihr den Rücken freihält und die "Exclusive Transportationen" reibungslos funktionieren. Allerdings sitzt sie im Konflikt zwischen Vater und Bruder zwischen den Stühlen: Beiden verbunden, von beiden als Vermittlerin in Anspruch genommen, ohne dass eine Aussöhnung in Sicht wäre. Diese Rolle empfindet sie als zusätzliche Last neben ihren ohnehin umfangreichen Pflichten.
Erscheinung
Riana ist eine füllige Frau mittlerer Größe mit langem, lockigem blondem Haar, das sie von ihrer Mutter Valeria geerbt hat und sie von den dunkelhaarigen Gezetti-Männern unterscheidet. Im Alltag wirkt sie oft abwesend, als würde sie im Geiste Paragrafen analysieren. Ihre Kleidung ist korrekt, aber ohne Enthusiasmus, Modeverstand oder gar Eitelkeit gewählt, meist schlichte dunkle Farben, die wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Bei offiziellen Anlässen zeigt sie sich standesgemäß von einer anderen Seite. Das Familienporträt im Palazzo zeigt eine warm lächelnde Frau in prächtigem weißen Gewand mit Goldstickerei und roter Schärpe in den Familienfarben. Ein Bild, das mehr der Erwartung an eine Hausherrin entspricht als ihrem eigentlichen Naturell. Diese Diskrepanz zwischen öffentlicher Rolle und privatem Wesen ist ihr durchaus bewusst.