Selina Bolburri
|
Selina Bolburri hat sich als Vorsteherin der Unterfelser Schreibergilde durch ihre Sachkenntnis, ihre Verlässlichkeit und ihr ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl Respekt erworben. Sie gilt als gewissenhafte und besonnene Patrizierin, die sich selten in den Mittelpunkt drängt. Ihre zurückhaltende und oft unnahbar wirkende Art lässt sie allerdings auf den ersten Blick kühl erscheinen. Wer jedoch ihr Vertrauen gewinnt, lernt eine loyale, aufmerksame und durchaus warmherzige Frau kennen. (Stand 1047 BF)
Erscheinungsbild & Auftreten
Im Umgang mit Fremden wirkt die stille und zurückhaltende Selina häufig distanziert und schwer zugänglich, da sie nur wenig von sich und ihren Gefühlen preisgibt. Sie beobachtet zunächst und hört aufmerksam zu, bevor sie sich äußert. Tatsächlich interessiert sie sich sehr für ihre Mitmenschen und nimmt deren Sorgen und Bedürfnisse oft genauer wahr, als ihr nüchternes Auftreten vermuten lässt. Wer ihr näherkommt, entdeckt hinter der scheinbaren Unnahbarkeit eine verlässliche und hilfsbereite Persönlichkeit.
Selina wägt ihre Worte sorgfältig ab und äußert ihre Meinung ruhig und überlegt. Gerade deshalb haben ihre Worte Gewicht, auch innerhalb der Familie. Sie scheut sich nicht, eine andere Meinung zu vertreten, wenn sie von ihrer Einschätzung überzeugt ist, tut dies jedoch ohne unnötige Konfrontation. Ihre besondere Stärke liegt darin, unterschiedliche Interessen zu erkennen und einen gerechten Ausgleich zu finden. Trotz ihrer ernsten und verschlossenen Art besitzt Selina einen trockenen, bisweilen überraschend scharfen Humor. Sie äußert einen Scherz meist mit vollkommen ernster Miene, sodass ihr Gegenüber erst einen Augenblick später erkennt, dass sie ihn überhaupt gemacht hat. Bei Menschen, denen sie vertraut, zeigt sie diese Seite deutlich häufiger.
Vita
Selina wurde Anfang 1041 BF als Nachfolgerin ihres Vaters zur Vorsteherin der Schreibergilde gewählt, hatte jedoch vorher schon einige Jahre faktisch die Geschäfte geführt. Ihre Aufgabe erfüllt sie kompetent und leidenschaftlich. Die Arbeit mit Schriften, Urkunden und Büchern entspricht ihrer gewissenhaften und sachlichen Art. Sie kennt die Sorgen und Interessen der Schreiber und versteht es, zwischen ihnen zu vermitteln, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen.
Als Mutter ist Selina fürsorglich, ohne ihre Gefühle nach außen zu tragen. Ihre Zuneigung zeigt sich weniger in großen Worten als in Verlässlichkeit, Aufmerksamkeit und dem beständigen Bemühen, für ihre Familie da zu sein. Sie ist keine Frau, die ihre Zuneigung leicht zeigt – aber eine, auf deren Loyalität man sich verlassen kann. Der frühe Tod ihrer Tochter Pheccania wenige Wochen nach der Geburt war für sie äußerst schmerzvoll und hat sie viele Jahre sehr betrübt. Umso mehr erschien ihr die späte Geburt von Tsadania als ein Wunder Tsas.
