Briefspiel:Der Krieg der Farben/Ancuiras' Schwertzug

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''In [[Urbet]]:'' Ghiranus öffnet den Roten schließlich den Weg durch die rückseitige Kohortenstadt in die Tafelbergfestung, wo Reon und Niam mit den wenigen scheinbar überraschten Verteidigern zunächst leichtes Spiel haben – ehe sich das ganze als Falle herausstellt! Noch während die Roten rückseitig in die Festung schleichen, rücken zwei Kompanien der Silbertaler Armbrustiere in Urbet ein. Die die Nachhut bildenden Söldner der Brüder des Blutes brechen den Vormarsch daraufhin ab, weil sie sich sonst in der Falle glauben, dem Großteil gelingt der Rückzug nach Cindano. In der Festung kommt es derweil zum Massaker an den Collaribianci und Getreuen Reons. Der Baron von Aldan wird von einem Armbrustbolzen niedergestreckt und gefangen genommen.<br>
''In [[Urbet]]:'' Ghiranus öffnet den Roten schließlich den Weg durch die rückseitige Kohortenstadt in die Tafelbergfestung, wo Reon und Niam mit den wenigen scheinbar überraschten Verteidigern zunächst leichtes Spiel haben – ehe sich das ganze als Falle herausstellt! Noch während die Roten rückseitig in die Festung schleichen, rücken zwei Kompanien der Silbertaler Armbrustiere in Urbet ein. Die die Nachhut bildenden Söldner der Brüder des Blutes brechen den Vormarsch daraufhin ab, weil sie sich sonst in der Falle glauben, dem Großteil gelingt der Rückzug nach Cindano. In der Festung kommt es derweil zum Massaker an den Collaribianci und Getreuen Reons. Der Baron von Aldan wird von einem Armbrustbolzen niedergestreckt und gefangen genommen.<br>
Reon schließt nicht aus, von Faffarallo verraten worden zu sein, wobei unklar bleibt, ob es nicht vielmehr lediglich Vorsicht der Brüder des Blutes war, die das Massaker überhaupt erst möglich gemacht hat. Tatsächlich hat Panthino aber seit langem Ghiranus überwachen lassen und ist dem Plan so auf die Schliche gekommen. Faffarallo nutzt derweil die Gelegenheit zum Sturm auf Cindano und nimmt Stadt und Burg fast widerstandslos ein.<br>
Reon schließt nicht aus, von Faffarallo verraten worden zu sein, wobei unklar bleibt, ob es nicht vielmehr lediglich Vorsicht der Brüder des Blutes war, die das Massaker überhaupt erst möglich gemacht hat. Tatsächlich hat Panthino aber seit langem Ghiranus überwachen lassen und ist dem Plan so auf die Schliche gekommen. Faffarallo nutzt derweil die Gelegenheit zum Sturm auf Cindano und nimmt Stadt und Burg fast widerstandslos ein.<br>
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''In [[Westfar]]:'' Ancuiras und Madalena vereinen ihre Aufgebote vor den Toren Westfars. Auch die [[Paritor Praetoria|Eisenwölfe]] der di Salsavûr stoßen bald dazu. Die Stadt ist zwar ummauert, aber in den letzten Jahren so stark angewachsen, dass nicht alle Bewohner den Schutz der Mauern genießen. Vor allem die Barackensiedlung der Arivorer ist im Falle eines Angriffs der Roten ungeschützt. Ancuiras will allerdings - noch - keinen Häuserkampf führen und fordert stattdessen Baron Domaldo zur Feldschlacht in der Senke von Westfar auf. Domaldo wartet noch einige Zeit ab, aber nachdem immer mehr Westfarer außerhalb der Mauern freiwillig ins Lager von Ancuiras übergehen, bietet er an, die Roten am vierten Tage zur Schlacht zu stellen.<br>
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''In [[Westfar]]:'' Ancuiras und Madalena vereinen ihre Aufgebote vor den Toren Westfars. Auch die [[Eisenwölfe]] der di Salsavûr stoßen bald dazu. Die Stadt ist zwar ummauert, aber in den letzten Jahren so stark angewachsen, dass nicht alle Bewohner den Schutz der Mauern genießen. Vor allem die Barackensiedlung der Arivorer ist im Falle eines Angriffs der Roten ungeschützt. Ancuiras will allerdings - noch - keinen Häuserkampf führen und fordert stattdessen Baron Domaldo zur Feldschlacht in der Senke von Westfar auf. Domaldo wartet noch einige Zeit ab, aber nachdem immer mehr Westfarer außerhalb der Mauern freiwillig ins Lager von Ancuiras übergehen, bietet er an, die Roten am vierten Tage zur Schlacht zu stellen.<br>
''In [[Nestorbino]]:'' Während die “eiserne Herrin” Tsaphilia Aralzin nunmehr versucht, von den murrenden Bauern die Abgaben für die letzten Jahre einzutreiben, durchqueren die letzten dreißig Blutaare und eine halbe Bandiera Zylvas Haufen auf Befehl da Brasis auf verschwiegenen Pfaden den Wald bei Nestorbino, westlich der Seneb-Horas-Straße. Als ortskundige Helfer hat [[Festo von Schreyen]] auf Bitten da Brasis einige Jäger zur Verfügung gestellt. Heyando umgehen sie, da sie von Nestorbiner Bauernburschen Kenntnis über die Vorposten der Weißen erlangt haben.  Filburn von Shumir mit seinen Shumirer Reitern und dem Rest von Zylvas Haufen bezieht sein Lager inzwischen in [[Darmath]].
''In [[Nestorbino]]:'' Während die “eiserne Herrin” Tsaphilia Aralzin nunmehr versucht, von den murrenden Bauern die Abgaben für die letzten Jahre einzutreiben, durchqueren die letzten dreißig Blutaare und eine halbe Bandiera Zylvas Haufen auf Befehl da Brasis auf verschwiegenen Pfaden den Wald bei Nestorbino, westlich der Seneb-Horas-Straße. Als ortskundige Helfer hat [[Festo von Schreyen]] auf Bitten da Brasis einige Jäger zur Verfügung gestellt. Heyando umgehen sie, da sie von Nestorbiner Bauernburschen Kenntnis über die Vorposten der Weißen erlangt haben.  Filburn von Shumir mit seinen Shumirer Reitern und dem Rest von Zylvas Haufen bezieht sein Lager inzwischen in [[Darmath]].

Aktuelle Version vom 21:59, 13. Aug. 2019

Bild:Horasreich-klein.png Städteübergreifendes Briefspiel Bild:Horasreich-klein.png
Datiert auf: ab Ende 1039 BF Schauplatz: Gerondrata und umliegende Landschaften Entstehungszeitraum: ab 2017
Protagonisten: etliche, v.a. Maldonaldo da Brasi, Domaldo von Westfar und Reon Croenar ya Torese Autoren/Beteiligte: Athanasius, Brahl, Calven, Gishtan, Gonfaloniere, OrsinoCarson, Rondrastein, Storai u.w.
Zyklus: Das erste Jahr · Ancuiras' Schwertzug · Letzter Marsch

Zugehörige Geschichten: Lutisana 1041 · Zwölf Jahre · Am Tag der Treue · Aldan im Ingerimm 1041




Ancuiras' Schwertzug bedeutete das erste direkte Eingreifen eines der hochadligen Unterstützer der drei Farbparteien und zeigt das Wirken und das Schicksal der Partei der Roten.

1041 BF

Praios: Romur nutzt seine Autorität und gebietet Ancuiras, die Ernennung abzulehnen und beordert ihn stattdessen nach Tobrien. Ancuiras steht vor einer folgenschweren Entscheidung.

Mitte Praios: In Clameth beziehen sich nun die Predigten Almiras sehr deutlich auf die Söldnerherrschaft über die Stadt. Einstweilen gehen die Söldner noch nicht gegen Almira vor, auch weil ihre Botschaft das stillschweigende Wohlwollen des angesehenen Zunftmeisters der Metzger, Ciro Torre, genießt.

Ende Praios: Überraschend heuert auch Haus Harderin Söldner, die Rondrikan-Löwen Giacomo d'Oros aus Efferdas, an.

30. Praios: Nach einer besonders aufwühlenden Predigt Almiras kommt es zu Schlägereien mit den Söldnern der Schwarzen Kompanie, die die Stadt halten. Maldonaldo da Brasi lässt daraufhin kurzerhand die Geweihte unter Hausarrest stellen. In der Stadt geht die Kunde, er habe sie in den Kerker des Castello Clamethia werfen lassen.


1. Rondra: Unter der Führung des Bunten Berko, eines radikalisierten Anhängers Almiras, kommt es zu einem Aufstand von Flüchtlingen aus Arivor, dem sich auch mehrere Fleischhacker anschließen. Der Aufstand gelingt auch, weil eine Reihe von Offizieren der Schwarzen Kompanie in einem Freudenhaus überrascht, verprügelt und teilweise heftig verletzt werden und den Söldnern so die Ordnung fehlt. Um einen Straßenkampf zu vermeiden beordert Maldonaldo da Brasi seine Söldner auf das Castello.

2. Rondra: Herrschaft der 33 Tage in Clameth - Almira wird befreit und erklärt den “Anbruch eines neuen Tages für Clameth.” Arn Dholano schlägt vor, das Collegium der Stadt neu zu wählen, um eine rechtmäßige Ordnung einzurichten. Der Bunte Berko und seine Anhänger sind allerdings ungeduldig, sie wollen sich bewaffnen und damit beginnen, (vermeintliche) Unterstützer der Herrschaft Maldonaldos zu ergreifen und ihrerseits einzusperren. Der ehemalige Castellan Barbio d'Illumnesto erscheint in Clameth und lässt die Magazine der städtischen Waffen öffnen, um die Aufständischen zu bewaffnen.
Boten der Schwarzen Kompanie gelingt es, nach Nuvolo und Nestorbino zu entkommen, wo die Blutaare stehen, um Verstärkung zu holen.

Ancuiras' Schwertzug

5. Rondra: Schwertzug Ancuiras‘ in die Gerondrata - Am Tag des Schwurs erklärt Ancuiras Alfaran seine Absicht, der Gerondrata ihre Ehre zurückgeben zu wollen und dafür einen Schwertzug auszurufen. Zunächst sammelt er einige getreue Ardariten und Freunde seiner Sache um sich. Ein Schnellsegler überbringt die Kunde seines Vorhabens zu seinen Parteigängern in die Gerondrata.

6. Rondra: Die Blutaare erreichen Clameth, finden die Mauern aber verschlossen und bemannt vor. Zwar mahnen Arn Dholano und Barbio d'Illumnesto zur Mäßigung, aber längst haben der Bunte Berko und Almira das Heft des Handelns in der Hand, während andere wichtige Familien, wie die Deriscendi sich aus Angst, eingesperrt zu werden, zurückhalten.

10. Rondra: Im Umfeld des Rennens um Thalionmels Rock kann Ancuiras seine Unterstützerzahl vergrößern. So begleiten ihn zum Beispiel die Baronserbin Yolanda da' Malagreía und die Baronin von Karsina, Madalena ash Manek, die gleichzeitig Condottiera der Söldnereinheit Stolz von Chetoba ist. Er beschließt, Neetha zu verlassen.

12. Rondra: Eine kleine Streitmacht der Roten verlässt in den Abendstunden Montarena und marschiert gen Süden. Die Eisenwölfe teilen sich dabei auf: Etwa die Hälfte unter Ascanio von Schreyen prescht gen Süden über Alicorno gen Aldan, etwa die gleiche Zahl unter Danino Brahl wendet sich gen Midoras. Die Wolfshelme der Reiter der Paritor Praetoria lassen Bauern und die wenigen verbliebenen Reisenden Reisaus nehmen.
Truppen der Salsavûr besetzten im Handstreich Tomrath für die Roten. Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen sich auch Mitglieder der Armillaneri im Gefolge der Salsavûr befinden und gar deren Condottiere Amando Barabeo von Streitebeck den Angriff geführt haben.

Domaldo von Westfar organisiert seine Weißdornen zur Verteidigung des zu erwartenden Angriffs. Dem Drängen seiner Frau, die Gelegenheit des Aufstands in Clameth zu nutzen, um Nestorbino wieder einzunehmen, gibt er nicht nach. Allerdings sendet er Nachrichten zu Söldnereinheiten in der Region aus, um diese anzuwerben. Außerdem bemüht er sich um Geldgeber, um die Mercenarii bezahlen zu können.

13. Rondra: Leutnant Danino treibt seine Reiter mit wilden Reden zur rondragefälligen Kampfeswut. In Rusco trifft man auf Späher der Weißdornen, die man kurzerhand niedermacht. Wenige Stunden später treffen die Reiter der Weißdornen und der Paritor Praetoria aufeinander. Die teilweise unerfahrenen Weißdornen wirken verunsichert, was die Reiter Danino Brahls übermütig macht: Anstatt den eigentlich geplanten Scheinangriff durchzuführen, preschen die Reiter auf die Reihen des Gegners zu, obwohl hinter den Reitern die Bewaffneten der Weißdornen herannahen, die ihnen dreifach überlegen sind. Daninos Reiter durchstoßen zwar die Reihen der Reiterei Domaldos, drohen dann aber umringt zu werden. Es gibt Verletzte und Tote auf beiden Seiten, bevor es den Reitern Daninos gelingt, sich unter Aufbringung all ihres Geschicks den Weg freizukämpfen. Eilig kehren die angeschlagenen Wölfe zum Schutze Montarenas vor den Schwarzen dorthin zurück.
In den Abendstunden erreicht Ascanio von Schreyen Aldan, wo Reon Croenar ya Torese gerade dabei ist, seine Strategie zu planen. Reon trifft die Entscheidung, sich Ancuiras Alfaran an der Küste erwarteten Truppen anzuschließen und so auch in den Rücken der Weißen zu gelangen.

14. Rondra: Sta. Lutisana. Zum 5. Jahrestag der Befreiung von Uolbo Valpoza und Namenstag der Hausheiligen richtet das Haus Urbet ein Stadtfest in Urbet aus. Zugleich trifft sich der Großteil der Familie zu einem privaten Festakt und Beratungen in der Tafelbergfestung. Die Anwesenheit sowohl Baron Panthinos und aller seiner Kinder wie auch Auricanius’ mit der Hauserbin Rahjada sorgt für Aufsehen. In den Abendstunden erreicht Urbet die Kunde, dass Trevisio von Streitkräften der Roten unter dem Banner Reon ya Toreses eingenommen worden ist, der Vogt des Hauses Trevisio wurde eingekerkert.

14./15. Rondra: Während man in Marvinko, Urbet (Sta. Lutisana) und Urbasi (Defensorenkür) feiert, umgeht Reon den Machtbereich seiner Gegner am östlichen Rand des Ranafandelwaldes über Torrini. Die mit einem Salsavûr verheiratete Präfektin Ida Silbertaler lässt die Roten gewähren. Nur einige Cavallieri Reons, namentlich Goldans Kürassiere, und Ascanio von Schreyen sind in Aldan verblieben, um den Eindruck eines bevorstehenden Angriffs auf Urbet zu wahren.
Die Bewaffneten Reons erreichen Thirindar. Durch Vermittlung des Hauses di Salsavûr mit seinen Freunden aus dem Sikramtaler Ritterbund bringt das Haus di Onerdi die Verteidiger dazu, den Verbund der Roten passieren zu lassen.

16. Rondra: Ancuiras landet mit dem Schiff in Terubis. Ein Teil des Regentschaftsrates, namentlich Iridia von Harderin, die für ihren Mann Argelion einen Sitz beansprucht, schließt sich ihm an. Die Aussicht, dem Haus Westfar ein Schnippchen zu schlagen, lässt Iridia nicht lange zögern.

ab 16. Rondra: Rondralio bricht mit einem Teil der Lutisaner gen Aldan auf. Er beginnt in Reons Baronie “ausstehende” Abgaben gegenüber der Erzherrschaft einzutreiben, nachdem man die zahlenmäßig unterlegenen Kämpfer der Paritor Praetoria aus Trevisio vertrieben hat. Mit sich führt er eine Vollmacht des Erzkastellans Domaldo, der einen Angriff der Roten erwartet hatte. Die inzwischen aufgeflogene Torre-Querung bei Thirindar wird derweil von Spähern Urbets im Auge behalten. Der Bote, der in Westfar vom Manöver Reons berichten soll, wird verspätet und mit regelmäßigen Rasten zu Baron Domaldo gesendet.
Aldan, das nicht über eine eigene Stadtbefestigung verfügt, ist für die verbliebenen Roten nicht zu halten, die sich zähneknirschend auf die Feste der ya Torese bzw. in die Wehrtempel der Rondra zurückziehen.

18. Rondra: Mithilfe von Vermittlungen aus Terubis gelangen die Reiter des Stolzes von Chetoba über Salikum nach Vitellozzo. Dort verwaltet Iridia von Tomrath noch immer die Rechte ihres vor zwei Jahren verhafteten Mannes. Bald marschieren Kämpfer der Roten von Süden (Reon), Norden (Madalena) und Westen (Ancuiras) auf Sorbik.

19. Rondra: Vor den Toren Sorbiks vereinigt Reon seine Kämpfer mit dem Schwertzug Ancuiras’. Der Komtur beginnt mit der Belagerung Sorbiks. Der die Stadt haltende Condottiere Travian di Faffarallo soll nicht so sehr für den Tod von Ancuiras’ Frau Salkya bezahlen - wobei dies viele Kämpfer an Alfarans Seite zusätzlich motiviert - sondern für seine Arroganz, sich einen Teil der Erzherrschaft aneignen zu wollen sowie für Verbindungen zu Reliquiendieben des Umlandes, die unter anderem für den Diebstahl der Speerspitze des Heiligen Geron verantwortlich sein sollen.

20. Rondra: In Gilforn gelingt es endlich Darian von Calven den Baron Orsino von einem Vorgehen gegen die Schwarzen zu überzeugen, wobei Orsino keine Attacken auf Clameth unternehmen will.

21. Rondra: Während der Belagerung sendet Ancuiras einen Teil seiner Kämpfer unter Reon ya Torese nach Norden, um ein Eingreifen Domaldo von Westfars zu vermeiden. Dieser rechnet allerdings mit dem Angriff der Roten noch aus Osten und zieht lediglich seine Gefolgsleute zusammen, lässt die Miliz von Westfar üben und die Befestigungen von Schloss Westfar verstärken.

22. Rondra: Die seit Monaten im Wald von Persenciello lagernden Reste der aus Imdallyo vertriebenen Heimdallgarde überfallen auf Befehl Orsinos die - aufgrund der Situation in Clameth dezimierte und abgelenkte - Garnison der Schwarzen Kompanie in Tolmanayo. Nach kurzem Kampf gelingt es, Tolmanayo einzunehmen, der Hahn wird über dem Gut der d'Illumnesto gehisst.

23. Rondra: Reon fordert den Kastellan der Burg Guristanza zum Duell, nachdem dieser sich geweigert hat, die Burg den “rechtmäßigen Herren der Erzherrschaft” zurückzugeben. Nach seinem Sieg erfährt er von den Plünderungen seiner Baronie, aber seine Treue zu Ancuiras hält ihn davon ab, in die Heimat zurückzukehren.

24. Rondra: Eine Gruppe von Abenteurern bringen Ancuiras den Speer Gerons zurück, die Entdeckung einer Botschaft auf diesem bringt Ancuiras dazu, die Belagerung zu beenden. Ancuiras zögert indes noch, was die Echtheit des Speers angeht und sendet diesen deshalb mit einem Vertrauten gen Neetha zur Prüfung.

25. Rondra: Der im Castello Clamethia sitzende Maldonaldo verliert die Geduld und befiehlt einen Ausfall, während gleichzeitig die Blutaare mit der Erkletterung der Mauern beginnen. Barbio d'Illumnesto stellt sich mit einigen Waffenknechten und Milizionären den überlegenen Söldnern der Schwarzen Kompanie entgegen, während Ciro Torre und der Bunte Berko seine Fleischer und Flüchtlinge den Blutaaren entgegenwerfen. An vorderster Reihe erkämpft sich Maldonaldo mit einem Teil seiner Pikeniere eine Gasse zu den Blutaaren, wo die wütend um sich schlagende Condottiera, Isadora Ingisdottir, ihn erwartet. Für ein Stundenglas sieht es so aus, als würde Clameth zurück an die Schwarzen fallen - da trennt Barbio im Zweikampf dem da Brasi die - falsche - Hand ab. Als Maldonaldo zu Boden sinkt, zieht sich die Schwarze Kompanie zurück, aber die weit in die Stadt vorgedrungenen Kämpfer werden zwischen Torres Fleischern und den Milizionären Berkos eingesperrt. Nur durch die überlegene Häuserkampf-Fähigkeiten der Blutaare gelingt ihnen der Rückzug durch das Nordtor, während sich der Rest der Schwarzen Kompanie wieder in das Castello Clamethia flüchtet.

26. Rondra: Maldonaldo, im Lager der Blutaare seinen Arm kurierend, erfährt vom Überfall auf Tolmanyo und sieht seine Herrschaft schwinden. Er verlässt Clameth und lässt seine Rumpfbesatzung im Castello Clamethia zurück, die aber ausreicht, um dieses gegen die Aufrührer zu halten. Der Rest seiner Schwarzen Kompanie zieht gen Tolmanayo, er selbst reitet aber mit kleiner Bedeckung nach Gilforn.
In Clameth feiert man den Abzug Maldonaldos als “Dritte Befreiung der Stadt” - nach der Befreiung von Traviano und Orsino im Thronfolgekrieg bzw. im Jahr der Nachbeben - auf Initiative Almiras beraumt man ein außerordentliches Referendum an und wählt ein neues Collegium. Als starke Männer gehen Barbio d'Illumnesto (Consul) und der Bunte Berko (Castellan) aus diesen Wahlen hervor, bei letzterem lässt man den Acopiator Thuan Deriscendi so lange Zettel aus den Borse, dem Sack mit den Wahlvorschlägen, ziehen, bis Berkos Name erscheint. Thuan zieht sich daraufhin aus Clameth zurück und schließt sich Maldonaldo an, während seine Mutter Prifolia sich nicht mehr in der Lage sieht, sich neutral zu verhalten, sondern ein Dutzend Ochsen und Dutzende Hühner schlachten lässt, um die Feier des Popolo zu unterstützen. Die vor den Mauern lagernden Blutaare werden vom Popolo mit Hühnerknochen beworfen.

27. Rondra: Nachrichten von der Belagerung Sorbiks haben unterdessen Westfar erreicht und gleichzeitig meldet Barbio d'Illumnesto den Angriff der Carsons auf Tolmanayo: Er ist sicher: Orsino Carson steht auch an der Seite der Weißen. Nun endlich kann Tsaphilia ihren Mann von einer Attacke auf Nestorbino überzeugen, wobei sie überraschende Unterstützung von Findualia von Marvinko erhält. Nun, wo sowohl Rote wie Schwarze beschäftigt scheinen, sei der Angriff und die “Wiederinbesitznahme durch die rechtmäßige Herrin” ein Zeichen der Stärke, so Findualia. Noch am Abend dringen die Purpurherzen in den Ort ein, überwältigen die Handvoll verbliebener Blutaare und fesseln sie in der Sommersonne an die Bäume des Sta.-Clameth-Forstes. Derweil zieht Tsaphilia samt ihrer ältesten Tochter in ihr altes Landgut wieder ein. Darian von Calven wiederum übt eine Insubordination: Die Aufforderung Tsaphilias, die Gefangenen am nächsten Tag in der prallen Sommersonne gefesselt sterben zu lassen, umgeht er, indem er die Blutaare an früh vom Schatten erreichte Bäume am Waldrand fesseln lässt. Er hofft, Tsaphilia werde dieses “Missgeschick” nach einer gut durchschlafenen Nacht gutheißen oder zumindest nicht bestrafen.

28. Rondra: Das Haus Urbet nimmt Kontakt zu mehreren der freien Kompanien der Silbertaler Armbrustiere auf. Offenbar hat der Hauschef Panthino zum ersten Mal seit dem Thronfolgekrieg wieder sein Einverständnis zum Anheuern größerer Söldnerkontingente gegeben.

29. Rondra: Nach längeren Verhandlungen erreichen Ancuiras, gedrängt von Reon, und Travian eine Übereinkunft: Die Roten beenden die Belagerung von Sorbik und Ancuiras erkennt die Herrschaft der Brüder des Blutes über die Stadt formell an, dafür unterstützen die Söldner die Unternehmungen Alfarans. Während einer der Blutaare in Nestorbino an Entkräftung gestorben ist, beschließt Tsaphilia Aralzin “gnädig” zu sein, und die anderen nackt und ohne Nahrung in den Sta-Clamethia-Forst entkommen zu lassen. Sie mögen ihren Herren berichten, was allen blühe, die sich gegen ihre rechtmäßigen Herren wendeten.

30. Rondra: Ancuiras bereitet erneut eine Dreiteilung seiner Kräfte vor.


1. Efferd: Unter dem Banner der Gekreuzten Klingen reitet Ancuiras mit dem Gros seiner Unterstützer nach Norden, um sich Domaldo von Westfar zu stellen. Travian di Faffarallo wählt die Route, die Reon ya Torese Wochen zuvor genommen hatte, um in den Osten des Ranafandelwaldes zu gelangen, allerdings ist sein Ziel nicht Aldan, sondern Urbet. Derweil schlägt sich Reon selbst mit einer kleinen, aber flinken Gruppe von Veteranen auf dem Weg durch die Wälder gen Gerons-See.

ab 1. Efferd: Unbemerkt von den meisten Konfliktparteien kehren die Collaribianci unter der ehemaligen Valpoza-Adjutantin Niam Praetorin in die Gerondrata zurück. Tatsächlich steht sie bereits im Kontakt zu ihrem Onkel, dem Rondra-Hochgeweihten Ghiranus in der Urbeter Tafelbergfestung – und dieser mit Reon. Das Ziel der Praetorins ist die Einnahme der Festung selbst, wozu zunächst Teile der Urbet-Truppen herausgelockt werden sollen.
Nach der Durchquerung des Ranafandelwalds richtet Reon zunächst in der Ruine der Villa Torbenias am Gerons-See sein Quartier ein. Rondralio von Urbet bricht daraufhin mit dem Großteil der Lutisaner nach Norden auf, um Reon den Weg zurück in seine Stammfeste in Aldan zu versperren.

2. Efferd: Die Weißen haben entlang der Straße zwischen Nestorbino und Castarosa sowie vor Heyando je zwei berittene Späher postiert, um gegebenenfalls auf einen Vormarsch der Schwarzen reagieren zu können. Nestorbino selbst wird außer von den wenigen Purpurherzen nur von einigen eilends abgestellten Armbrustschützen aus dem Gefolge Domaldos bewacht. Weitere Unterstützung soll kommen - bleibt allerdings infolge des Vormarsches der Roten gen Westfar aus! Das Drängen ihres Leibwächters Darian von Calven, das exponiert liegende Dorf zu verlassen und nach Westfar zurück zu kehren, kommentiert Tsaphilia mit den Worten: „Ich wurde einmal von hier vertrieben. Das wird nie mehr vorkommen!“
Stattdessen will sie ihrer ältesten Tochter und Erbin Nerys, die ebenfalls anwesend ist, ein Vorbild an Stärke und Durchsetzungsfähigkeit sein.
Ancuiras Streitmacht, inzwischen auf rund 300 Kämpfer angewachsen, besteht im Wesentlichen aus dem Stolz von Chetoba, den Rondrikan-Löwen unter Iridia von Tomrath und einer großen Zahl von Ardariten und anderen Kriegern, die Ancuiras aus persönlicher Überzeugung folgen. Hinter Guristanza wird eine Handvoll Späher von Reitern unter Ricardo von Weilenschein niedergemacht. Kurz danach erscheint das Banner des dreifachen Hirschgeweihs in Westfar: Damion von Weilenschein hat sich seinem Verwandten Domaldo angeschlossen.

3. Efferd: Ancuiras beschließt, kein Risiko einzugehen: Ein Teil der Ardariten bleibt auf Burg Guristanza zurück, um einen Angriff der Weißen im Rücken der Roten zu vermeiden. Madalena ash Manek und der Stolz reiten mit Macht auf Westfar zu, während Ancuiras selbst mit Iridias Rondrikan-Löwen und dem Gros der Ardariten über Averra östlich auf Westfar vorrücken will.

4. Efferd: Die Reiter der Weilenscheins unter Ricardo versuchen mit mäßigem Erfolg die Roten vom Vordringen abzuhalten, aber am Abend flattern die Gekreuzten Klingen vor Schloss Westfar. Den Osten der Anlage hat Domaldo statt der - noch von Viburn dem Älteren - niedergelegten Mauern notdürftig mit einem Holzwall gesichert, dennoch zieht er sich nach Westfar zurück und überlässt Damion und dessen Vetter Maricio von Weilenschein die Verteidigung.

5. Efferd: Maldonaldo und Orsino treffen in Gilforn eine Einigung: Das von Filburn von Shumir gehaltene Imdallyo wird - samt Feste - Haus Carson zurückgegeben, während Tolmanayo dem Baron von Castarosa zurückgegeben wird. Maldonaldo übergibt Orsino symbolisch die Schlüssel für die Kerker der Feste, in der Telfar Carson nach wie vor einsitzt. Orsino hat seinen Vetter übergangen, wie dieser zuvor ihn. Den Handel mit dem Land Barbio d'Illumnestos bedauert Orsino dagegen wenig, war dieser doch stets ein Rivale um den Einfluss in Clameth.
In einem Scharmützel östlich von Traviena gelingt es den Weißdornen verstärkt von der städtischen Miliz von Westfar nicht, die zahlenmäßig überlegenen Söldner Madalenas zurückzuschlagen; sie halten aber deren Vormarsch immerhin auf.

6. Efferd: Ende der Herrschaft der 33 Tage: Die in Imdallyo gewähnten Söldner der Schwarzen, vor allem die garethischen Zylvas Haufen, tauchen vor den Toren Clameths auf. Das Kommando führt entsprechend nicht der Baron da Brasi, sondern die Condottiera der Blutaare, Isadora Ingisdottir - Maldonaldo ist, bewusst und auf Anraten Thuan Deriscendis, wie sich später zeigen wird, zur “Rückeroberung” Tolmanayos geschritten. Die Ersten, die die Stadt betreten, sind die Blutaare, die wie im Blutrausch durch die Straßen fegen, während Zylvas Haufen die wichtigsten Orte der Stadt sichert - Magazin, Tsa-Tempel und Halle des Collegiums, wo den Söldnern Barbio d'Illumnesto in die Hände fällt. Ingisdottirs Söldner richten ein Massaker unter den - jetzt unterlegenen - Fleischern und den Flüchtlingen der Stadt an, Ciro Torre wird schwer verwundet, der Bunte Berko von Isadora persönlich mit ihrer Axt getötet. Als sich Teile der restlichen Bürgerschaft gegen die Söldner stellen wollen, tritt Arn Dholano dazwischen und verhindert so ein noch größeres Blutbad.
Ciro Torre, Almira von Arivor, Arn und d'Illumnesto werden von den Blutaaren zusammengetrieben und einem ganz besonderen Ritual unterworfen: Vom eroberten Nordtor bis zum Gebeinfeld um den Tsa-Tempel werden die vier von den Blutaaren entlanggepeitscht bis man ihnen dort Hühnerfedern über den geschundenen Rücken streut. Auf dem Weg zum Castello Clamethia und hinauf zum Bergfried stirbt Torre an seinen Verletzungen. Auf der Spitze des Turmes angekommen dürfen die beiden Tsa-Geweihten einen Grabsegen sprechen - während man den Herrn von Tolmanayo “seine neuen Flügel ausprobieren” lässt.

7. Efferd: Travian di Faffarallo quert mit seinen Brüdern des Blutes die Torre bei Thirindar und marschiert über die Efferdstraße zunächst auf Cindano, um das er einen Belagerungsring legt. Dass die unzureichend bemannte Stadt und Stammburg der Urbets diesem nicht lange standhalten können, ist klar.
Der Stolz von Chetoba erreicht Westfar, nachdem ein gemeinsamer Vorstoß der Reiter Ricardos von Weilenschein und der Weißdornen - auch an Streitigkeiten zwischen der neu eingetroffenen Clarizia von Tomrath und Ricardo von Weilenschein - gescheitert ist, und blockiert alle Straßen und Wege aus der Stadt hinaus. Die städtische Miliz bemannt die Mauern. Ein eilig entsandter Botenreiter nach Nestorbino berichtet den Purpurherzen von der Situation in Westfar.

8. Efferd: Faffarallo entsendet zusätzlich heimlich mehrere kleinere Söldnergruppen nach Urbet, die sich vor der Stadt mit den Collaribianci vereinen sollen – und entsendet eine weitere weniger heimlich nach Leucano, um das größte Landgut der Urbets plündern zu lassen. Baron Panthino lässt in Urbet nur noch eine Rumpfbesatzung zurück, um zumindest die Plünderung Leucanos zu unterbinden. Währenddessen versucht Rondralio am Gerons-See Reon einzufangen, findet dessen Lager aber verlassen vor. Durch das Eintreffen von Schreckensnachrichten über das angebliche Treiben der Urbets in Aldan, und von Niam Praetorin ohnehin zum Handeln gedrängt, hat der Baron von Aldan das Lager verlassen und steht mit seiner kleinen Schar bereits vor Urbet.

10. Efferd: Ein Gesandter des Barons von Castarosa drängt den in Arivor weilenden Romur von Schreyen, die Seite der Schwarzen zu ergreifen. Von Botschaften aus Westfar über eine bevorstehende Schlacht zwischen Ancuiras und Domaldo informiert, entscheidet Romur von Schreyen sich, seinerseits nach Neetha zu gehen, wo sich das Gros der verbliebenen Ardariten des Reiches befindet. Er traut Ancuiras keine Bedrohung seiner eigenen Person zu, möchte aber vermeiden, weiterhin politisch instrumentalisiert zu werden - und hofft zudem so den politischen Druck auf Ancuiras zu erhöhen, indem er dessen eigene Heimatkomturei gegen den Almadaner aufbringt.

11. Efferd: Die Gekreuzten Klingen flattern über dem Burgfried der Weilenscheins: Trotz heftiger Gegenwehr, vor allem der Kämpfer des Hauses Weilenschein, fällt Schloss Westfar an die Roten, der erfahrene Krieger Maricio von Weilenschein, Connetabel von Terubis, ist unter den Toten. Ancuiras lässt das Schloss in den Händen eines Teils der Rondrikan-Löwen zurück.
In Shenilo scheitert Rondrigo Schwarzenstamm mit dem Versuch, den Sheniloer Bund auf Seiten der Weißen in den Konflikt eintreten zu lassen. Stattdessen sendet er insgeheim einen Vertrauten aus, um mit eigenen und Geldern der Marvinko die freie Centuria der Grauen Kompanie anzuwerben. Phedre von Arinken und ihre Söldner machen sich sogleich über Gilforn und Questadora nach Westfar auf den Weg macht. Waffen und Ausrüstung stellen die Werkstätten Curon Mondayos im pertakischen Mondayano her.

12. Efferd:
In Urbet: Ghiranus öffnet den Roten schließlich den Weg durch die rückseitige Kohortenstadt in die Tafelbergfestung, wo Reon und Niam mit den wenigen scheinbar überraschten Verteidigern zunächst leichtes Spiel haben – ehe sich das ganze als Falle herausstellt! Noch während die Roten rückseitig in die Festung schleichen, rücken zwei Kompanien der Silbertaler Armbrustiere in Urbet ein. Die die Nachhut bildenden Söldner der Brüder des Blutes brechen den Vormarsch daraufhin ab, weil sie sich sonst in der Falle glauben, dem Großteil gelingt der Rückzug nach Cindano. In der Festung kommt es derweil zum Massaker an den Collaribianci und Getreuen Reons. Der Baron von Aldan wird von einem Armbrustbolzen niedergestreckt und gefangen genommen.
Reon schließt nicht aus, von Faffarallo verraten worden zu sein, wobei unklar bleibt, ob es nicht vielmehr lediglich Vorsicht der Brüder des Blutes war, die das Massaker überhaupt erst möglich gemacht hat. Tatsächlich hat Panthino aber seit langem Ghiranus überwachen lassen und ist dem Plan so auf die Schliche gekommen. Faffarallo nutzt derweil die Gelegenheit zum Sturm auf Cindano und nimmt Stadt und Burg fast widerstandslos ein.
In Westfar: Ancuiras und Madalena vereinen ihre Aufgebote vor den Toren Westfars. Auch die Eisenwölfe der di Salsavûr stoßen bald dazu. Die Stadt ist zwar ummauert, aber in den letzten Jahren so stark angewachsen, dass nicht alle Bewohner den Schutz der Mauern genießen. Vor allem die Barackensiedlung der Arivorer ist im Falle eines Angriffs der Roten ungeschützt. Ancuiras will allerdings - noch - keinen Häuserkampf führen und fordert stattdessen Baron Domaldo zur Feldschlacht in der Senke von Westfar auf. Domaldo wartet noch einige Zeit ab, aber nachdem immer mehr Westfarer außerhalb der Mauern freiwillig ins Lager von Ancuiras übergehen, bietet er an, die Roten am vierten Tage zur Schlacht zu stellen.
In Nestorbino: Während die “eiserne Herrin” Tsaphilia Aralzin nunmehr versucht, von den murrenden Bauern die Abgaben für die letzten Jahre einzutreiben, durchqueren die letzten dreißig Blutaare und eine halbe Bandiera Zylvas Haufen auf Befehl da Brasis auf verschwiegenen Pfaden den Wald bei Nestorbino, westlich der Seneb-Horas-Straße. Als ortskundige Helfer hat Festo von Schreyen auf Bitten da Brasis einige Jäger zur Verfügung gestellt. Heyando umgehen sie, da sie von Nestorbiner Bauernburschen Kenntnis über die Vorposten der Weißen erlangt haben. Filburn von Shumir mit seinen Shumirer Reitern und dem Rest von Zylvas Haufen bezieht sein Lager inzwischen in Darmath.

13. Efferd: Im Schutze der Nacht erreichen die Truppen der Schwarzen ihr Ziel. Bevor jene ahnen, wie ihnen geschieht, werden die im Zentrum Nestorbinos lagernden Armbrustiere von einer vielfachen Übermacht niedergemacht. Vom Kampflärm aufgeschreckt, versucht Darian abermals, seine Herrin und ihre Tochter von der Notwendigkeit der Flucht zu überzeugen, was Tsaphilia ablehnt. So gelingt es ihm nur, die Tore der Umfassungsmauer des Gutshofs verrammeln zu lassen und die zwei Handvoll Purpurherzen taktisch sinnvoll zu postieren - angesichts der fünffachen Übermacht des Gegners kaum mehr als eine Verzweiflungstat.
Nachdem die Blutaare etwa ein halbes Stundenglas später mit einem Baumstamm das Haupttor aufgebrochen haben, kommt es auf dem Innenhof und bald auch in der Villa selbst zum Kampf auf Leben und Tod. Die Pupurherzen halten sich zunächst wacker und die Blutaare zahlen einen höheren Blutzoll als erhofft, was die Condottiera Isadora Ingisdottir in Rage versetzt. Schließlich gelingt es den Blutaaren jedoch, bis in den großen Saal vorzudringen, wo Tsaphilia Aralzin ihr nahes Ende erwartet – zwar währte ihre erneute Herrschaft nur kurz, aber sie will, wenn es sein muss, stehend untergehen. Mit dem Langschwert eines frühen Ahnen in der Hand, das zuvor über dem Kamin hing, fordert sie die hereinstürmende Condottiera der Blutaare zum Duell. Das ungleiche Gefecht zwischen der vollkommen ungeübten Tsaphilia und der kampferprobten Isadora endet schnell: Zwar gelingt es der Herrin von Nestorbino überraschend, die Condottiera zu ritzen, aber nur Augenblicke später bricht ihre altersmorsche Klinge und das Axtblatt ihrer Gegnerin dringt tief in ihre Brust.
Nerys von Westfar, Darian von Calven und drei weiteren Purpurherzen gelingt es unterdessen, Tsaphilias letzten, einsichtigen Befehl befolgend, durch ein rückwärtiges Fenster dem Morden zu entkommen - nur um dort von einigen zur Absicherung abgestellten Blutaaren in einen Kampf verwickelt zu werden. Die verbliebenen Blutaare decken Darian und Nerys den Rückzug, kommen dabei aber zu Tode. Die beiden retten sich hernach in den Sta-Clameth-Forst. Dort flüchtet sich angesichts der überstandenen Katastrophe Nerys von Westfar in die Arme ihres Retters, der sich nach einigem Widerstand - schließlich handelt es um seine Schutzbefohlene - schlussendlich dem gemeinsamen Rahjaopfer hingibt. Schon in den Monden zuvor hatten beide ein gutes Verhältnis zueinander aufbauen können, da Domaldo seine Töchter bei Ausritten von Darian begleiten ließ.
Isidora lässt unterdessen den Leichnam Tsaphilias an das zerbrochene Tor des Gutshofes binden “wie sie meine Leute gebunden hat” und die kommenden Tage in der Sommersonne verrotten.

14. Efferd: Darian von Calven, der Nerys in einer leerstehenden Jagdhütte in Sicherheit gebracht hat, trifft bei Osprato auf die vorrückende Graue Kompanie und berichtet von der Lage in Westfar: Anstatt dem Pfad gen Westfar weiter zu folgen und dabei unweigerlich in die Reihen der dort lagernden Roten zu marschieren, beschließt Phedre von Arinken daraufhin, den Weg durch das Hügelland um Ravizzono zu suchen.

15. Efferd: Eine Botschaft aus Neetha erreicht Ancuiras’ Lager: Die Speerspitze und die darin enthaltene Botschaft ist tatsächlich authentisch, das Schwert der Schwerter scheint schon vor dem ersten Eingreifen der Ardariten in den Unabhängigkeitskrieg davon abgeraten zu haben. Ancuiras beschließt, dass diese Schlacht die Entscheidung bringen muss. Am Vorabend der Schlacht zieht er sich zum Gebet auf das alte Schlachtfeld bei Westfar zurück, wo ein Schrein vom Tode seiner Frau Salkya kündet.

16. Efferd: Bei der Schlacht in der Nebelsenke, auch als Zweite Schlacht bei Westfar bekannt, gelingt Ancuiras durch seine Übermacht und die Erfahrung seiner Streiter beinahe der Sieg, bevor die Graue Kompanie eingreifen kann und ein Patt für die Weißen ermöglicht.

17. Efferd: Erst am kommenden Abend treffen sich Domaldo und Ancuiras sowie deren wichtigste Gefolgsleute unter der Flagge der Tsa zu Verhandlungen. Inzwischen haben beide auch Kunde von den Vorgängen in Urbet und Nestorbino erhalten - mit einem Mal scheint der Sieg über den jeweiligen Kontrahenten für beide nicht mehr das Entscheidende zu sein. Neben den Parallelen des Kampfgeschehens zur Schlacht von Westfar beschäftigen nun auch die Parallelen zwischen Domaldo und ihm den Anführer der Roten: Ist es vielleicht wahrhaft nicht der Wille der Göttin, dass er - oder ein anderer Rondrianer? - über die Gerondrata herrscht? Doch seine getreuen Gefolgsleute einfach im Stich zu lassen, scheint ihm auch keine Option zu sein.
Domaldo seinerseits ist vom Tod seiner Frau schwer getroffen. Zwar war die Ehe nicht das Ergebnis einer Liebesheirat gewesen, aber die Umstände ihres Todes - und das nagende Gefühl, sie im Stich gelassen zu haben, wecken seinen Zorn. Der Sieg über die Roten scheint nicht ausgeschlossen, aber Domaldo will Vergeltung für die “Schandtat von Nestorbino”. Andererseits drängen besonders Damion und sein Sohn Ricardo von Weilenschein auf eine Fortsetzung des Kampfes gegen die Roten, sonst habe man “umsonst viel Weilenschein-Blut vergossen”.

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