Vinsalt

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Vinsalt, genannt "die Hunderttürmige", ist die Hauptstadt und größte Metropole des Horasreiches. Sie liegt am mittleren Yaquirstrom - in einem scharfen Bogen, den der Flusslauf vom Yaquirbruch her kommend in die breite Tallandschaft Yaquiriens beschreibt - und zu Füßen der Goldfelsen. Die Stadt ist eine der jüngsten des Landes: Erst Rohal der Weise erlaubte 569 BF die Neugründung (bzw. den Wiederaufbau) der Siedlung an der Stelle des geschleiften Bosparan.

Als formelle Hauptstadt ist Vinsalt Residenzsitz des Comto Protector Ralman von Firdayon-Bethana (der zudem Fürst von Vinsalt ist), während der eigentliche kaiserliche Hof um den jungen Horas nach dem Ende des Thronfolgekriegs 1030 in den Palast Sangreal nach Horasia umgezogen ist. Seit dieser Zeit tagen in der Stadt jedoch die ordentlichen Sitzungen des Kronkonvents. Berühmt ist Vinsalt auch für seine große Oper (die als Vinsalter Oper zum feststehenden Begriff wurde), die für den Beinamen der Stadt verantwortlichen Wassertürme, die fortschrittlichen Mechaniken der hiesigen Manufakturen (Vinsalter Ei) und den am südlichen Yaquirufer gelegenen Stadtteil Alt-Bosparan. Die Stadt beherbergt Tempel aller Zwölfgötter und bezeichnet sich selbst - im Gegensatz zu vielen anderen durch Einzelkulte geprägten Metropolen - als "Stadt der Zwölfe".

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach Bosparans Fall wurden aus dem Schutt und den Trümmern der geschleiften Kaiserstadt am Nordufer des Yaquir mehrere Hügel aufgeschüttet, auf denen zunächst nur die Zwingfeste der Protektoren von Yaquirien und ein Praios-Tempel errichtet werden durften. Gerade die Südseite des Flusses mit dem alten Zentrum der Metropole wurde hingegen gemieden. Der zerstörte Flusshafen wich allmählich einem sumpfigen Morast.

Der Wiederaufbau der Stadt lag vor allem den späteren Case Fondari, den Gründergeschlechtern, am Herzen - ihrem Ansinnen entsprach 569 BF schließlich Rohal der Weise, auch wenn er auf einen anderen Namen für die Siedlung bestand. Das neue Vinsalt wurde Namensgeber der Grafschaft des Hauses Firdayon im Herzogtum Kuslik. 744 trafen sich die Edlen des Landes im nur wenige Meilen nördlich gelegenen Baliiri, um mit ihrem Schwur den Unabhängigkeitskrieg des Lieblichen Feldes anzustoßen.

Nach dem Kusliker Frieden stieg Vinsalt 752 zur Hauptstadt des souveränen Königreichs Yaquiria auf, das auch "Vinsalter Königreich" genannt wurde. Seit dieser Zeit steht die Metropole in Rivalität zur abgelösten, doch noch lange größeren Hafenstadt Kuslik an der Yaquirmündung. Spätestens während der Ägide Königin Amenes III., zudem verstärkt infolge der Horasproklamation 1010 und des Blutkonvents 1019, konzentrierte sich immer mehr Macht in der Hauptstadt. Die neu aufkommenden Manufakturen, die vor allem hier entstanden, ließen auch die wirtschaftliche Bedeutung wachsen.

Ein Zäsur fand im Thronfolgekrieg der Jahre 1028 bis 1030 statt. Ralman von Firdayon-Bethana belagerte die Stadt Anfang 1029 und setzte sogar Geschütze gegen sie ein. Vor allem der Umzug des kaiserlichen Hofes nach Horasia veränderte jedoch die Metropole, die trotz der Fürstenherrschaft des einstigen Belagerers als Stadt eigenständiger denn je ist.

Stadtteile

Der Triumphbogen zwischen Altstadt und Marktviertel

Nördlich des Yaquir

  • Palasthügel
  • Tempelberg
  • Horasgärten
  • Yaquirpark
  • Marktviertel
  • Albornsschenk
  • Altstadt
  • Hafenviertel

Südlich des Yaquir

  • Alt-Bosparan
  • Sumpf
  • Kaiserskopf und Boronsfeld
  • Orsinshügel
  • Gerberviertel

Besondere Örtlichkeiten

Adel und Patriziat

Im unmittelbaren Umfeld des alten Königs- und später Kaiserhofs sowie der zahlreichen Ämter und Institutionen, die es zur Verwaltung eines ganzen Reiches benötigt, finden sich naturgemäß privilegierte Familien in großer Zahl. Die Ministerialengeschlechter sind zumeist dem Haus Firdayon verbunden. Als ältestes Patriziat der Stadt gelten jedoch die Case Fondari, die Gründergeschlechter Vinsalts, die sich selbst dem kaiserlichen Haus gegenüber abgrenzen.

Adelshäuser und Patrizierfamilien Vinsalts

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge