Uolbo Valpoza
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Uolbo Valpoza (sprich: Folbo Valpossa) - der "Herr der Neun Schlachten", "Mordbrenner von Morbal" und "Blutsäufer von Pertakis" - ist ein gefürchteter Söldnerführer aus dem Wilden Süden und Condottiere des gleichermaßen berüchtigten Collaribianci-Söldnerregiments. Seit 1033 BF ist er als Valvassor der gewählte Stadtherr Urbets.
Werdegang
Einer einfachen Familie aus der Kleinstadt Wobran zwischen Neetha und Drôl entstammend, begnügte Uolbo sich nie damit, den Erwartungen seiner Nächsten und Nachbarn gerecht zu werden. Dem ruhigen Leben eines Handwerkers oder Krämers konnte er wenig abgewinnen - er wollte stets etwas Besonderes und wenn nicht geliebt zumindest gefürchtet sein. So zog es ihn bald fort, um dem gefährlichen, dafür aber (an Gold und Ruhm) einträglichen Kriegshandwerk nachzugehen.
Nachdem er seine ersten Söldnerjahre in wechselnden Diensten mengbillanischer Machthaber verbracht hatte, heuerte er 1012 BF in Chababien als Ortskundiger in einer Hilfstruppe der Eroberungsstreitmacht Folnor Sirensteens an, die die zahlenmäßig überlegenen Mengbillaner in der Schlacht von Wobran schlug. Die Eroberung Drôls brachte ihm dann als Condottiere einen ersten Kontrakt mit dem Horasreich ein, von dem er die folgenden Jahre an der Südgrenze des Reiches gut leben konnte. Wiederholte 'Strafexpeditionen' von seiner Garnison Morbal aus in mengbillanisches oder novadisches Gebiet kürten ihn dabei zum gefürchteten 'Mordbrenner' - eine Auszeichnung, die er durchaus mit Stolz trug. Die von ihm begründeten Collaribianci entwickelten sich währenddessen zu einer der berüchtigtsten Einheiten der Region.
Dass der Dienst im äußersten Süden des Reiches dauerhaft keinen weiteren Aufstieg ermöglichen würde, wurde ihm im Lauf der Zeit indes klar, und so wartete er nur auf die richtige Gelegenheit, seinen Kontrakt mit der Krone auslaufen zu lassen und in die Kernlande des Lieblichen Feldes ziehen zu können. Diese bot sich ihm Ende 1027 BF, als er unter dem Vorwand einer Beteiligung am Krieg in Albernia nordwärts marschierte und noch vor dem Tod Amene-Horas' im Praios 1028 kurzerhand die Stadt Urbasi mit ihren Silberschmieden besetzte. Seine Söldnerherrschaft dort währte vier Monate, bevor er im Boronmond zugunsten Gransignore Traviano von Urbets abzog. Dass er bis dahin sämtliche Rückeroberungsversuche des alten Stadtherrn Ulmessan von Urbasi-Agendayo abgewehrt hatte, brachte ihm den Nimbus der Unbesiegbarkeit ein (tatsächlich hatte er bis dahin keine Schlacht verloren) - und seiner vormaligen Hundertschaft an Söldnern zahlreiche neue Rekruten.
Der horasische Thronfolgekrieg war nun in vollem Gange und es dauerte nicht lange, bis Uolbo in Diensten des Hauses Gabellano zum Heerführer im von den Galahanisten besetzten Pertakis wurde. Gerüchte über nächtliche Gelage des Condottiere mit seinen Offizieren, bei denen statt Wein Blut getrunken wurde, brachten ihm dabei einen weiteren schauderhaften Beinamen ein - den des 'Blutsäufers'. Als die Gabellano ihren Kontrakt mit den Collaribianci auflösten, kehrte Valpoza Pertakis jedoch den Rücken und ermöglichte den Timoristen die Eroberung der Stadt.
Mit mittlerweile auf Halbregimentsstärke angewachsener Söldnerschar kehrte Valpoza Anfang Praios 1029 BF im Gefolge der Timoristen an den Sikram zurück, wo er das Castello della Torres über Urbet besetzte, sich in den Neun Schlachten von Urbet dann allerdings auf die Seite Travianos von Urbet schlug. Dem späteren Fürsten diente er bis zu dessen Tod im Rahja desselben Jahres. In der Übergangsphase zur Konstitutierung der Fürstlichen Gemeinde Urbasi beteiligte er sich an einer vorübergehenden Söldnerherrschaft in Urbet, die er mit einem Massaker an den verbündeten Söldnereinheiten jedoch wieder beendete. Seine Tochter Tsabella heiratete im Gegenzug das neue (kommissarische) Familienoberhaupt der Urbet-Marvinko. Dass Uolbo während der folgenden Jahre neben dem formellen Stadtherrn Panthino von Urbet der einflussreichste Mann der Stadt blieb, war ein offenes Geheimnis.
1033 BF übernahm Panthino selbst die Führung des Urbet-Marvinko-Clans, zog ins benachbarte Urbasi und empfahl der Signoria Urbets die Wahl Valpozas zu seinem Nachfolger. Seither herrscht der Condottiere erneut über die Stadt - zum Missfallen mancher Nachbarstädte und häufig auch seines 'Kollegen' Pakhizal Dothreki, dessen Donnerer in Urbet regelmäßig ihr Winterlager aufschlagen.
Charakter
Kors gefälligste Tugenden scheinen auch Uolbo Valpoza am Besten zu charakterisieren: Schlachtengeschick, Blutgier, Rücksichtslosigkeit, Härte und Grausamkeit. Es heißt, er habe seit Jahren nicht mehr (oder gar noch nie) gelacht, sei selbst von seinen eigenen Untergebenen kaum zufrieden zu stellen und eher häufig als selten gefährlichen Stimmungsschwankungen ausgesetzt.
Das Verhältnis des Condottiere zu seiner (unehelichen) Tochter Tsabella Valpoza, deren Mutter schon vor Jahren gestorben ist, soll entsprechend unterkühlt sein. Tsabella galt am Hof Travianos von Urbet zunächst als Geisel, doch vermuten manche Beobachter dahinter im Nachhinein Berechnung.
| Der schlechte Ruf Valpozas ist eine von diesem aktiv unterstützte und geförderte Maske - tatsächlich ist er wohl rücksichtsloser als manch Anderer, aber keineswegs blutrünstig oder übermäßig grausam. Dass seine Feinde (und Freunde) dies glauben, kommt ihm jedoch durchaus zu Gute. Seine außerordentliche Selbstbeherrschung lässt ihn die Maske aufrecht erhalten.
Uolbo wurde bereits im Drôlschen von Gransignore Traviano angeworben und agierte sowohl während der Besetzung Urbasis als auch während der Zeit in Pertakis in dessen Interesse. Mit seiner ursprünglich als Geisel nach Urbet und Urbasi gelangten Tochter pflegt der aus einfachen Verhältnissen stammende Condottiere durchaus dynastische Interessen - ihre Nachkommen sollen sein eigenes Erbe weiterleben lassen. |
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Vorgänger
Panthino von Urbet-Marvinko |
Nachfolger
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