Tempel vom güldenen Dreizack

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Erdgeschoss
Obergeschoss

Der Tempel vom güldenen Dreizack ist einer der bedeutendsten Efferd-Tempel Aventuriens. Er wurde nach der Legende um 850 v. BF vom Heiligen Parven gegründet, dem Gründerheros und Stadtpatron von Efferdas. Entsprechend der Gründungsgeschichte, handelt es sich um das älteste Gebäude der Stadt. Der Tempel ist ein wichtiges Ziel für Gläubige, die insbesondere über die Via Efferdia bzw. den "Parvenusweg" hierhin pilgern. In der religiösen Praxis der Seeleute, welche die Hafenstadt aufsuchen, dient der Tempel auch als wichtige Sakralstätte, um die Gnade des Herrn Efferd zu sichern.
Aus diesem Grund hat der Tempel eine nicht nur klerikale Funktion innerhalb der Stadtmauern. Da jährlich viele hundert Pilger die Stadt allein wegen des Tempels und seiner Kostbarkeiten besuchen, zählt die Anlage ebenso zu einem der größten Wirtschaftsfaktoren der gesamten Republik. So verwundert es kaum, dass die Anlage bereits seit dutzenden Generationen Handwerkern, Händlern und Wirten, Fuhrleuten und Schiffseignern, sowie manch Adligem und Kaufherrn ein finanzieller Segen war und ist. Fast möchte man meinen, dass die Verehrung, die dem Tempel zuteil wird, auch aus diesen Gründen zustande kommt.

Inhaltsverzeichnis

Geweihtenschaft und Tempelleben

Derzeitiger Hochgeweihter ist Efferdobal di Camaro, dem noch weitere 7 Geweihte und über ein halbes Dutzend Laien zur Seite stehen. Der über einer Quelle errichtete Tempel erinnert an eine überdimensionale Muschel und verstärkt durch seine einmalige Architektur gepaart mit Windspielen in seinem Inneren das Rauschen der Brandung des nahen Meeres der Sieben Winde, während farbige Fenster und Wandmalereien den Eindruck erwecken sich in Efferds Gärten zu befinden. Hierdurch grenzt sich der Tempel vom Treiben der ihn umgebenden Stadt ab, und fast will es scheinen, als trete in eine andere Welt ein, wer das Portal durchschreitet.

Den Besucher erwartet ein Hort der Stille und Ruhe, gänzlich gekennzeichnet durch die „efferdischen Melodien“ der Windspiele. In der großen Haupthalle, die durch ein längliches Wasserbecken geteilt wird, lassen sich zudem auch schon die ersten Tempelschätze entdecken. Denn an den Wänden wurden in jahrzehntelanger Arbeit Muscheln, Korallen und seltene Steine an die Wände gebracht, was dem Besucher unweigerlich das Gefühl vermittelt, er befände sich in einer Grotte unter dem Meer. Kleine und große Plastiken maritimer Lebensformen, zumeist aus Silber und Marmor, verstärken den Effekt zusätzlich. Die größte Attraktion der Haupthalle ist daher auch eine mannsgroße Statue des Heiligen selbst, die sich über dem Quellbecken an der Stirnseite befindet.

Parvenus wird dort als männlicher Necker dargestellt. Die Statue ist ein Meisterwerk urbasischer Silberschmiede, aus Zeiten, in denen sich die beiden Städte noch besser verstanden. Sie ist über und über mit Aquamarinen besetzt, mit Saphiren verziert und erweckt einen unnachahmlich lebendigen Eindruck, der manchen Besucher schon zu irritieren wusste. Zur Linken und Rechten des Zentralbeckens, mit seiner Statue, zweigen Gänge ab, die zu den Arbeits- und Wohnbreichen der Priesterschaft führen. Die einzelnen Säle und Räume sind nicht weniger prachtvoll ausgeschmückt, als die Haupthalle, doch deutlich individueller gehalten. Und so haben sich über die Jahrhunderte viele kleine und größere Privatstücke angesammelt, die einen zugleich rituellen-, wie auch materiellen Wert besitzen. Der Zutritt wird folglich nur wenigen Fremden gewährt und wenn, dann sind es ohne Ausnahme nur die Frommsten der Pilger und Wallfahrer.

„Halle der Zwölf Winde“ und „Parvenus-Grotte“

Über eine kleine Wendeltreppe des Nordflügels, gelangt man ins obere Stockwerk. Eine kleine Galerie, mit weiteren Tempelspenden erwartet dort den Besucher. Von hier aus führt ein Gang an der Westseite weiter, über den man zur gewaltigen „Halle der Zwölf Winde“ gelangt. In diesem großen Halbrund finden sich meisterliche Fresken, die die zugeordneten Attribute zu jedem der zwölf Alveraniare des Efferd zeigen. Vor diesen Fresken jedoch, steht jeweils eine imposante Statue, die einen der halbgöttlichen Winde darstellt. Jede Statue ist aus einem anderen Gestein gemeißelt, welches den Attributen des jeweils Dargestellten entspricht. Mannshohe Fenster erleuchten die Halle taghell und sorgen zu dem für immerwährend frische Luft. Verlässt man die Halle in Richtung Süden, so gelangt man zu einer zweiten kleinen Galerie, in der wiederum Vitrinen und Tischchen voller Opfergaben ausgestellt sind.

Betritt man jene Wendeltreppe in die entgegengesetzte Richtung, so gelangt man in eine natürliche Grotte unterhalb der Haupthalle, - die so genannte „Parvenus-Grotte“. Die Quelle, die auch das Bassin der Haupthalle speist, ergießt sich hier einige Schritte hinab und füllt einige Becken und Natursteinwannen. Dieses heilige Wasser ist eine der wichtigsten Kostbarkeiten des gesamten Heiligtums. Denn es wird zur Initiation in die Zwölfgöttliche Kirche benötigt und auch bei Hochzeiten und Taufen zur Hilfe gezogen. Manche der frisch Gesegneten, in der Regel sind es junge Priester, berichteten daher auch immer wieder über wundersame Effekte.

Artefakte, Kostbarkeiten und Legenden

Wie jeder Tempel verfügt auch der Tempel vom Güldenen Dreizack über Reliquien und heilige Artefakte. Das Wichtigste unter ihnen ist selbstredend jener goldenschimmernde Dreizack, mit dem der Heilige der Sage nach die efferdische Quelle schuf. Er wird nie öffentlich ausgestellt und nur zu den höchsten Feiertagen durch den Tempelvorsteher gezeigt. Ob er nun, wie die Legende es will, aus purem Gold besteht, oder „lediglich“ auf vergoldetem Holz bleibt daher eine Frage, die kaum jemand zu beantworten weiß.

Ein weiteres kostbares Artefakt ist ein gut hühnereigroßer Aquamarin. Der Stein ist perfekt rund geschliffen und soll sich dereinst im Besitz des efferdheiligen Horas Dozman befunden haben. Man sagt ihm Wundertätigkeit nach. So soll es maßgeblich an jenem Juwel liegen, dass der efferdische Tempel noch nie ernsthaft durch unheiliges Getier oder gar Dämonen in Gefahr lag. So sagt man dem Stein auch nach, dass er es war, der den Tempel vom Güldenen Dreizack während der großen Dämonenflut im Jahre 987 BF gänzlich verschonte. Wann und wie er seinerzeit in die Stadt kam, ist unbekannt. Er befindet sich ebenfalls in Verwahrung des Ersten Priesters und wird, wie der machtvolle Dreizack, lediglich zu hohen Festtagen gezeigt.

Weitere Reliquien und göttliche Artefakte, die sich im Besitz des Tempels befinden, können keinem Heiligen zugeordnet werden. Es sind Reliquien längst verstorbener Tempelvorstände und wundertätiger Priester, wie mächtige Delphinstäbe, prächtige Gewänder, einzigartige Traktate und Bücher, sowie einige besonders erlesene Schmuckstücke aus Meerschaum, Muscheln und allerlei weiteren efferdgefälligen Materialien.

Unter den vielen Dutzend Opfergaben, die sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt haben, befinden sich ebenso sehr wertvolle Stücke. Sie sind weder wundertätig und auch nicht heilig, doch ihre kostbare Machart, ihr Alter und ihr rein finanzieller Wert lassen wohl jeden Piraten und Räuber ins Schwärmen und Träumen geraten. Es finden sich Schmuckstücke und Münzen längst vergangener Tage, Edelsteinphiolen mit Wassern weitentfernter Berggipfel, Quellen und Gewässer. Auch sieht der Besucher eine Vielzahl an Statuetten und Miniaturen aus feinstem Silber, Gold, teurem Gestein, wie Jade und Alabaster, sowie unzählige weitere, teils sehr seltene, Schenkungen, die eines gekrönten Hauptes würdig wären.

Zu guter Letzt wollen es Geschichten von Fischern und Seeleuten, dass zu Zeiten immer einmal wieder einige Delphine in der Bucht vor der Stadt verweilen. Sie führen dann, so sagen jene, die Fischer zu reichen Gründen, oder halten Wacht über die Seeleute vor der covernischen Küste. Im Jahre 972 BF sollen sie so die Besatzung eines kleinen Frachters in einem Sturm vor dem Ertrinken gerettet haben, oder auch schon Wege um ein Unwetter gewiesen haben. Ob dies nun der Wahrheit entspricht oder doch nur Seemansgarn ist, bleibt freilich dem geneigten Zuhörer überlassen, bis er ihnen unter Umständen selbst einmal begegnet.

Diener des Efferd

Abbildung Name Position Besonderheiten
Geweihte
Efferdobal di Camaro Bewahrer von Wind und Wogen Tempelvorsteher seit 1029 BF
Luidor Salinas di Punta Gefährte von Wind und Wogen Zeremonienmeister und stellvertretender Vorsteher
Leandra di Malavista Gefährtin von Wind und Wogen Tempelschreiberin, Verwalterin der Kasse
Cassiano Changbari Gefährte von Wind und Wogen Hüter der "Parvenus-Grotte"
Samaya Slin Gefährtin von Wind und Wogen Hüterin der "Halle der Zwölf Winde"
Sâl Jel Tribêc Gefährte von Wind und Wogen Tempelarchivar
Amene Degano Gefährtin von Wind und Wogen Leiterin des efferdischen Ordenshauses der Efferdbrüder
N/N Gefährte von Wind und Wogen
Lamea Slin Efferdlieb Gehilfin im Tempelarchiv
Svea Castillone Efferdlieb Bürgerin aus Efferdas, ehem. Offizierin der Horasmarine, Gehilfin in der "Halle der Zwölf Winde"
Resal Borkilsson Efferdlieb Bürger aus Efferdas, Immigrant aus Thorwal, Gehilfe in der "Parvenus-Grotte"
Meister Fridegorn Efferdlieb Bürger aus Efferdas, Goldschmied, Erschaffer einiger Windspiele
Monophemos von Oligophemospolis Efferdlieb Bürger aus Efferdas, gebürtiger Zyklopäer, Gehilfe für Belange der Pilger, Delphinocco-Spieler
N/N Efferdlieb
N/N Efferdlieb
N/N Efferdlieb
Marbio Rudor Raloff d.J. Grauling
Ralman von Efferdas ä.H. Grauling
Alara Firya di Onerdi Grauling




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