Tarquinio della Pena
Aus Liebliches-Feld.net
| | |||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Tarquinio Siberian Geron della Pena ist ein Spross des jüngeren Hauses der della Pena und Bruder des selbsternannten Grafen Horasio della Pena. Während des Thronfolgekriegs stieg er zu einem engen Vertrauten des Fürsten Traviano von Urbet-Marvinko auf und verblieb auch nach dessen Tod in Urbasi, von wo er die südlichen Güter der Familie verwaltet und trotz seiner engen Beziehung zum einstigen Tyrannen zum Priore pecunis gewählt wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Vita
Im Schatten des Bruders
Der jüngere Bruder Horasio della Penas wuchs am gräflichen Hof zu Silas auf, da seine Mutter noch auf dem Kindbett den Anstrengungen der schweren Geburt erlag. Hier entwickelte er sich zu einem passablen Fechter, stand jedoch im Schatten seines älteren Bruders, der in Bomed den Einfluss der Marvinko ausbauen konnte.
Daran sollte sich auch nichts ändern, als Tarquinio aufgrund komplizierter Erbregelungen die Signorie Marvinko zufiel und er damit zu einem bedeutenden Edelmann am oberen Sikram aufstieg. An der Entscheidung zu seiner Verlobung mit dem Edelfräulein Tsabella Catalina ya Mornicala hatte er keinen Anteil, fügte sich aber nach einem jähzornigen Ausfall beim Turnier um die Goldene Lanze von Bomed.
Der Konflikt mit seinem Bruder, den er einerseits treu zur Seite stehen wollte, von dem er sich jedoch zugleich bevormundet fühlte, sorgte dafür, dass sich Tarquinio mit dem nur wenig älteren Traviano von Urbet-Marvinko anbot. Schon in der Jugend hatte er diesen aufgrund seiner Selbstsicherheit und seiner Eloquenz bewundert, und die Erfolge des charismatischen Stadtherren vervielfachten die Bewunderung Tarquinios umso mehr.
Im Gefolge des Urbeters
Kein Wunder, dass er auf dessen Wunsch im Kampf um die Urbasiglia am Goldfelser Stieg teilnahm und seine Haustruppen in das urbasische Heer einbrachte. Bei dem Versuch die Ortschaft Terrena zu erobern, geriet er jedoch in einen jaltekischen Hinterhalt und die Gefangenschaft der Aufständischen.
Unter bis heute ungeklärten Umständen gelang ihm die Flucht und dank eines eintreffenden Heerhaufens der Tamarasco gar die Niederschlagung der Revolte, welche somit keine Gefahr mehr für die Interessen Urbasis am Goldfelser Stieg darstellte. Während der folgenden Kämpfe im Thronfolgekrieg erstritt er sich den Ruf eines talentierten Offiziers, dank dessen er schließlich zum Connetabel von Urbet aufstieg.
Politisch fiel er nur wenig auf, hier jedoch vor allem durch seine unbedingte Treue gegenüber dem späteren Fürsten Traviano, dessen Leben er bei einem Attentat zu retten vermochte. Die übertriebene Bewunderung nahm derart groteske Züge an, dass der sonst moralisch integre Tarquinio selbst während dessen späterer Tyrannei die Augen vor offenkundigen Verbrechen verschloss und bereit war mit den della Pena zu brechen.
Nach der Fürstenherrschaft
Nach dem Tode Travianos kämpfte er auf Seiten der Urbet-Marvinko und sicherte deren Flucht in den Palazzo Casciano mit seiner Klinge. Als es allerdings innerhalb der fürstlichen Familie zu Streitigkeiten um das Erbe kommt, wendet sich der enttäuschte Tarquinio ab und sucht in den letzten Tagen des Thronfolgekriegs Anstellung als Offizier bei der Großen Armee des Ralman von Firdayon-Bethana.
Bei der Zweiten Schlacht von Pertakis traf der gereifte Edelmann seinen längst totgeglaubten Bruder Horasio wieder. Die Ereignisse der letzten Jahre hatten beide sichtlich gezeichnet, doch die Geschwister traten sich nun voller Respekt gegenüber und fielen sich vor Freude um den Hals. Gemeinsam, so entschlossen sie, würden sie das Erbe des Broinho della Pena fortführen und ihr Haus zu neuem Ruhm führen.
Tarquinio kehrte zunächst nach Urbasi zurück, wo ihn die Fleischerzunft zu ihrem Patron kürte und er nun im Silbertal die Interessen der della Pena j.H. vertritt. Seine weitere Zukunft in Urbasi ist ungewiss, viele werfen ihm die Treue zum einstigen Tyrannen der Stadt vor, doch mit der Überzeugung aus diesem Fehler eine Lehre gezogen zu haben, will er bei der Neugestaltung der Region mitwirken.
Einen ersten Erfolg konnte er schon vor dem Treffen mit seinem Bruder verbuchen, als er im Praios 1030 BF von der Signoria zum Priore pecunis gewählt wurde und damit trotz seiner Verbindungen zum früheren Machthaber der Stadt seitdem über eines der bedeutendsten Ämter in Urbasi verfügt.


