St. Brigon-Tempel Shenilo
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| Der St. Brigon-Tempel von Shenilo für den eiligen Leser | ||||||||||||||
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Inhaltsverzeichnis |
Gründungsgeschichte
Zum Ende der Rohals-Zeit verstärkte sich der Hesinde-Glaube im heutigen Shenilo. In diese Zeit fällt folgerichtig auch die Grundsteinlegung des Hesindetempels, die 578 BF erfolgte. Die mehr als ein Jahrhundert danach in Folge eines Brandes begonnene Tempelchronik des Nandurian Menaris legt dar, dass die Tempelweihe später von niemand anderem als dem Heiligen Argelion, seit 592 BF Magister der Magister, durchgeführt worden sei, dem deshalb auch heute noch mit einem eigenen Schrein im Tempel gedacht wird.
Der Tempel
Der Tempel selbst besteht untypischerweise aus einem halbkreisförmigen Bau, der an seiner runden Seite mit zwölf Säulen begrenzt ist. Diese symbolisieren die Zwölfgötter. Geht man durch die Säulen hindurch, so gelangt man in eine lichte Halle, auf der oft Bürger stehen, mit ihresgleichen Streitgespräche halten oder an einem Tisch in philosophischen Vorträgen der Geweihten lauschen. Die Offenheit der Halle bzw. die dadurch erreichte Lichtdurchflutung, entspricht der typischen Bauweise für Tempel der Allweisen, in Fachkreisen "Hesindik" genannt. Nach dem Ende des Krieges der Drachen wurde der Tempel im Westen um einen Portikus erweitert, der als Haupteingang fungiert. In ihm wurde aber auch Raum für einen neuen Schrein geschaffen. Hierhin wurde dann die Statue des Heiligen Brigon, des Patrons des Tempels, verlagert, die zuvor in der Haupthalle an wenig prominenter Stelle gestanden hatte. Die lichte Bauweise des Tempels symbolisiert die Offenheit des gelehrsamen Geistes und der Herrin Hesinde an sich, ist aber gleichermaßen ein Graus für die Wächter der Sheniler Tempelgarde.Im Gebäude befinden sich sowohl die Andachtshalle und Gesprächsräume sowie Karten- und Leseräume. Die Andachtshalle ist ein polygonaler Raum, abgegrenzt durch sechs Säulen, die mit Symbolen der sechs Elemente verziert sind und Hesindes Herrschaft über diese darstellen sollen. In ihrer Mitte befindet sich ein rundes Becken, das von einer kleinen Mauer aus blau-grünen Mosaiksteinen umgrenzt ist. Dabei handelt es sich um die sogenannte Schlangengrube, in der verschiedene Exemplare des Heiligen Tieres leben. In einem gläsernen Behälter ruht auf einem grünen Samtkissen die präparierte Haut einer gigantischen Silbernatter. Das als Reliquie verehrte Natternhemd war eine Stiftung des Hauses Galahan aus den Kusliker Hallen der Weisheit. Der Schlangengrube gegenüber liegt der Hochaltar des Tempels, auf dem das Buch der Wahrheit ruht. Der Säulenfuß des Altares wird von einer Statue des Stifters, Leondris Dorén, getragen.
Hinter dem Halbrund fängt der rechteckige Bau des Wohngebäudes der Geweihten und eines Laien an. Eng ist es dort, ist doch in diesem Teil nun die Bibliothek untergebracht, die teilweise auch von der Hesinde-Runde angelegt wurde. Seit dem Sommer 1032 BF ruht hier auch die dreibändige Ausgabe Vom Wechsel der Dinge, eine Schenkung des damaligen Gransignore von Shenilo, Ludovigo von Calven-Imirandi.
Die Kleriker
Der Hohe Lehrmeister Ka Folmin erfreut sich eines großen Zulaufes. Die Allwissende ist die am meisten verehrte Gottheit in Shenilo. Mit drei anderen Geweihten leitet der greise Mann das große Gebäude. Nach dem Rückzug der Draconiter aus Shenilo wurde Tankred Menaris neuer Erzpriester des Tempels; heute führt er aufgrund des Alters des Hohen Lehrmeisters durch die meisten Messen. Die fast täglichen Diskurse mit Gelehrten und Interessierten führen die beiden unterschiedlichen Priester Thaslinil von Kuslik und Luciana Serpentia von Sibur.
Obwohl die Bibliothek des Tempels nicht jedem zugänglich ist, sind die Geweihten des Tempels größtenteils der Satori zuzuordnen, und suchen Wissen unter die Gläubigen zu bringen, was sich auch in den Lehrtätigkeiten, so durch Ka Folmin am Draconiter-Institut Shenilo niederschlägt. Insbesondere von Erzpriester Menaris wird in jüngerer Zeit verstärkt die Beziehung zum Hesinde-Tempel Pertakis' betont. Hintergrund ist offenbar der Versuch, die Bedeutung von St. Brigon im Zuge der Verwerfungen, die der Wechsel in den beiden wesentlichen Kirchenämtern des Lieblichen Feldes nach dem Verschwinden von Haldana von Ilmenstein und dem Tod Abelmirs von Marvinko in der Hesinde-Kirche entstanden sind, zu erhöhen. Als Schritt in diese Richtung kann zum Beispiel die Stellungnahme zum Renascentia-Edikt der Praios-Kirche gewertet werden.
Die Krypta
Unter der Tempelanlage werden in einer borongeweihten Krypta die Hohen Lehrmeister des Tempels und auch mancher Stifter aufgebahrt. Hervorstechend ist ein massiver Sarg aus schwarz-grünem Basalt, der in einem verbreiterten Alkoven steht. Heute dient dieser als Boron-Schrein. Der Sarg wurde noch zu Lebzeiten von Gylduria Menaris errichtet, die zu Zeiten Kusmara Galahans Hohe Lehrmeisterin des Tempels war. Gylduria hatte eigenmächtig Shenilos Unterstützung für Kusmara erklärt und sich damit nicht nur Freunde gemacht. Nach der Rückkehr Alborn Firdayons wurde der Sarg daher zu einem Schrein umfunktioniert und Gylduria in das Familien-Nasuleum südlich der Stadt gebracht.
Einige Personen
| Abbildung | Name | Position | Besonderheiten | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Geweihte | |||||
| Tankred Menaris | Hoher Lehrmeister | Familienoberhaupt der Menaris | |||
| Thaslinil von Kuslik | Mentor | Draconiter, ehemaliges Ratsmitglied, unterrichtet auch an der Volksschule | |||
| Luciana Serpentia von Sibur | Mentorin | Opfer der Nandus-Republik von Sibur | |||
| Novizen und Akoluthen | |||||
| Malrizio Thern | Scholar | Mündel des Magister Menaris | |||
| Taline Sandfort | Scholar | Tochter der Zunftmeisterin Dana Sandfort | |||
| N/N | Scholar | ||||
| N/N | Scholar | ||||
| Elmar Thern | Consortis | Ladenbesitzer, Bibliothekar, Kryptograph | |||
| Roana Olben | Consortis | Bibliothekarin des Draconiter-Institutes | |||
| Madalberta Verpuccidi | Consortis | Nandus-Akoluthin vom Semaphorenturm | |||

