Religion Urbasis
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Hier findet sich Wissenswertes zur Religion in der Stadt Urbasi und der Urbasiglia.
Zwölfgötterglaube
Das Pantheon der Zwölfgötter ist in der Urbasiglia (wie auch im übrigen Lieblichen Feld) die vorherrschende Religion. Unter den einzelnen Kulten und der ihnen jeweils zugemessenen Bedeutung bestehen aber teils gewaltige Unterschiede.
Den größten Einfluss in der gesamten Region hat der Kult der Weingöttin Rahja. Ihr heiligster Traubensaft, der Tharf, stammt ebenso von den Weinbergen der Urbasiglia wie manch andere der besten Tropfen Aventuriens. Die Rahja-Heilige Ricarda Solivino, Erfinderin des Cassianti, gilt als Schutzpatronin nicht nur der Winzer, sondern des ganzen Landes. In der ebeneren Urbezza, die weniger zum Weinanbau geeignet ist, ist dagegen auch der Einfluss der Rahja-Kirche geringer. Eine Ausnahme hiervon stellt allein die Gegend von Ovriola dar, in der sich bereits der vor allem am unteren Sikram verbreiteten Parfümherstellung gewidmet wird.
In der Stadt Urbasi selbst ist hingegen der Kult des Ingerimm führend, dessen Heilige Agreppo und Palladio als höchste Stadtpatrone gelten, und dessen 'Schirmherrschaft' über das Silberschmiedehandwerk den Reichtum der Stadt begründet hat. Eine ähnliche Bedeutung wird ihm auch am nahen Oberlauf der Argenna beigemessen, an dem sich bis heute die ergiebigsten Minen des Silbertals finden, während seine Bedeutung anderenorts teils sinkt. Ansonsten spielt er als Handwerksgott in der Urbasiglia eine eher untergeordnete Rolle.
Als Göttin der einfachen Leute, aber auch der kreativen Kunsthandwerker Urbasis wird die junge Tsa verehrt, deren Lehren vom Wandel und der Freizügigkeit bei den Gutsherren des Landes jedoch weniger Begeisterung auslösen. Gerade in der Urbezza wird der Kult für manche Aufstände des Landvolks gegen die hier besonders herrisch auftretenden Adligen verantwortlich gemacht. Obgleich das nahe Heiligtum der Göttin in Silas weit bedeutender ist, genießt auch der Tempel Urbasis bei den Gläubigen einiges Ansehen.
Der Kult der Peraine ist beim einfachen Landvolk beinahe ebenso verbreitet - und den Gutsherren aufgrund der einfacheren Verträglichkeit mit dem eigenen Herrschaftsanspruch weit lieber. So findet man ihn denn auch vor allem in der Urbezza. Insbesondere der Tempel in Tamarasco ist in der gesamten Region gerühmt und stellt mit seinen Hochgeweihten eines von nur zwei Mitgliedern der urbasischen Signoria, die nicht in der Stadt selbst ansässig sind.
Die Verehrung der Hesinde als Göttin der Bildung und Wissenschaften konzentriert sich wiederum sehr auf die Städte, insbesondere Urbasi selbst, wo ihr einer ihrer prächtigsten Tempel überhaupt gebaut wird. Die Nachbarschaft des Erzwissensbewahrers in Silas schränkt den überregionalen Einfluss der urbasischen Kirche dagegen etwas ein. Mit der Idee der Renascentia und der zunehmenden Orientierung der Urbasier an der bosparanischen Geschichte wächst aber auch die Bedeutung des Hesinde-Kults beständig.
Der Kriegsgöttin Rondra kommt vor allem in Adelskreisen, bei Sympathisanten des Arivorer Ardariten-Ordens und manchen Turnierstreitern auch des städtischen Patriziats einiger Einfluss zu. Insbesondere die Gutsherren der Urbezza gründen auf diesen Kult auch ihren Herrschaftsanspruch über das Land. Die aus ganz Aventurien zu den Heiligtümern von Arivor und Neetha strömenden Pilger statten oft auch den Tempeln in Urbet (Grablege der Hl. Lutisana von Kullbach) und Urbasi (Panzerhandschuh des Hl. Raidri Conchobair) einen Besuch ab.
Die Kirche des Praios ist in der Urbasiglia nahezu mit dem Turaniter-Orden gleichzusetzen, der bei Urbasi und Turani über einige Ländereien und einigen politischen Einfluss verfügt, während die Zahl der Gläubigen insgesamt eher gering ist. Insbesondere die Adelshäuser della Turani, di Tamarasco und neuerdings Urbet-Marvinko sind dem Kult aber eine große Stütze.
Travia wird vor allem als Patronin des familiären Zusammenhalts verehrt, jedoch zumeist von jeder Familie (am Hausschrein) für sich. Der Aufstieg des Patriziats und die wachsende Bedeutung der Mildtätigkeit als Tugend der städtischen Machthaber haben den Kult nach schwierigen Jahren während der prunkverliebten Zeit Amene-Horas' wieder in Aufwind gebracht. In Urbasi wurde der Göttin so jüngst auch wieder ein kleiner Tempel errichtet.
Über seine Funktion als Totengott hinaus wird Boron wenig Beachtung geschenkt - man gedenkt seiner zumeist nur bei konkreten Todesfällen. In Urbasi steht so auch nur ein kleiner Schrein des Gottes, der von den Geweihten aus der Nekropole von Marvinko oder dem kleinen Tempel in Nerano unterhalten wird. Der Hochgeweihte letzteren Tempels ist auch Mitglied der urbasischen Signoria.
Phex kennt man in der Urbasiglia vor allem als gerissenen Diebesgott und heimlichen Schirmherrn mancher Neckerei, während er als Gott des Handels nicht offen verehrt wird. Vielleicht ziehen es seine Geweihten und Gläubigen aber auch generell nur vor, seiner im Verborgenen zu gedenken.
Dem Meeresgott Efferd bringen allein die Fischer vom Sikram und Gerons-See Opfer dar, und selbst von diesen verehren einige eher die durch ihren Kult präsentere Peraine.
Als Patron der Jagd kennt man Firun zwar und erhofft sich während der Jagden im Silvaniesco-Forst etwa auch sein Wohlwollen, doch gibt es so gut wie niemanden in der Urbasiglia, der sich ihm an erster Stelle verschrieben hat.
Orden
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