Nicolo Faellan di Onerdi
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Nicolo Faellan Hoberto di Onerdi ist der Patriarch des Rittergeschlechts der di Onerdi und Baron von Parsek.
Inhaltsverzeichnis |
Werdegang
Kindheit und Jugend
- "... zum zweiten, dass er keine Erlaubnis habe für sein Tun, wie etwa der Henker bei Erledigung seiner Aufgaben, denn sonst wäre dort nichts Verbotenes. Zum Dritten schließlich, dass er es bewusst getan, es also nicht Versehen war und dass er wusste, dass es ihm nicht erlaubt sei - denn sonst träfe ihn keine Schuld." - Dottore Ulim Soderane, Lehrer des weltlichen Rechts zu Methumis, 1020 BF
Nicolo Faellan war als ältestes Kind von Geburt an zum Nachfolger seines Vaters Faellan bestimmt, des Signore von Yardêk. Nicht lange konnte er daher das unbeschwerte Leben eines Kindes genießen, dass ohne materielle Sorgen oder Verpflichtungen aufwächst. Stattdessen wurde er früh von Privatlehrern in allen wichtigen Dingen, wie höfischen Umgangsformen, aber auch dem Kampfe unterwiesen, wie es sich für einen Edelmann gehört. Die meiste Zeit verbrachte er in Ankram, wo ihn das Leben am Baronshof sehr beeindruckte. Danach studierte er in Methumis die Rechtswissenschaft. Nachdem er die Prüfungen abgelegt hatte, kehrte Nicolo Faellan nach Yardêk zurück, um an der Seite des Vaters behutsam erste politiche Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Dabei lernte er auch seine künftige Gemahlin kennen, als er eines Tages zu Gast bei einem Edelmann war, an dessen Hof die Dame aus dem Hause di Salavûr zu dieser Zeit lebte.
Castarosa und Efferdas
- "..."
Als jedoch Nepolemo in der Schlacht von Castarosa fiel und Nicolos Vater schwer verwundet wurde, bat dieser die Baronin Delhena di Visterdi, Nicolo zum neuen Stadtvogt von Parsek zu ernennen. Dies geschah, und somit wurde er im Alter von 24 Jahren auch Familienoberhaupt, da der Vogt meist ebenfalls dieses Amt innehat und Faellan darauf verzichtete.
Kurz darauf wurde in Efferdas die Republik ausgerufen. Bei der darauf folgenden Wahl zum Senat erlangte das Haus di Onerdi einen Sitz im Senat, den Nicolo Faellan übernahm.
Der Baron des Fürsten
- "So steht vor den Göttern fest, dass Ihre kaiserliche Hoheit und königliche Majestät die vornehmste der Prätendenten ist. Nicht nur können wir am tragischen Schicksal unserer Königin die Verfehlungen ihrer Widersacher erkennen, auch sie selbst bildet - Rondra zum Wohlgefallen - einen leuchtenden Gegenpart zu den Drachenbuhlen und Verschwendern, die in Kuslik und Neetha Hof halten. Wie unsere Königin, steht auch seine Durchlaucht Fürst Traviano für die gerechte Sache, und so war es mir ein inneres Bedürfnis und eine wahre Freude, mich ihm zur Seite zu stellen. Hoch Salkya, zwölfmal Hoch! Hoch Traviano!" - Nicolo Faellan di Onerdi, Baron von Parsek, im Phex 1029 BF
Nachdem sich Nicolo Faellan im Winter 1029 BF nach der Forderung von Ankhelet auf die Seite der rondrianischen Königin Salkya geschlagen hatte, wurde er zu einem der Unterstützer des selbsternannten Fürsten Traviano von Urbet-Marvinko. Im Phex 1029 BF belehnte ihn dieser schließlich mit der neu gegründeten Baronie Parsek. Gleich darauf vertrieben die di Onerdi mit Hilfe der Visterdi die gräflich-marvinkischen Gefolgsleute aus der Grafschaft Onjet und sicherten so vorerst ihre Position. Doch schon bald darauf verstarb der Fürst und der Anspruch auf die Baronie ist seit dem darauf folgenden Zusammenbruch des Fürstentums Urbasi nicht unumstritten. Die Anhänger des Grafen erkennen die Baronie als Lehen des verhassten Fürsten nicht an. Dennoch besteht Nicolo darauf, als Baron bezeichnet zu werden. Tatsächlich gibt es viele Unterstützer, darunter etwa auch die Republik Efferdas. Zudem vertritt das Haus di Onerdi die These, dass mit der Belehnung und ihrer Anerkennung durch Delhena eine nachgeholte Erbteilung vorgenommen wurde.
Efferdische Affären
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- "Eine widerliche Person. Widerlich, sage ich!" - Nicolo Faellan di Onerdi, Senator von Efferdas, 1031 BF
Debatten und Eklats im Senat...
Im Jahre 1031 BF wurde er gemeinsam mit dem Hause Torrem von der Bürgermeisterin Efferdas', Fusca Gylvana Raloff, vor dem Senat der Verleumdung und der Agitation gegen die Republik bezichtigt, wohingegen er sie beschuldigte, Verleumdungen und Beleidigungen zu verbreiten und ihr Amt zu missbrauchen. Die sogenannte Raloff-Affäre hatte jedoch für beide Seiten kein konkretes Nachspiel.
Ritteraufstand, Parvensbund und Neuordnung, Ausscheiden aus dem Senat...
Eine neue Zeit
- Junker vom Busch! Die Abgaben der Bauern werden kaum ausreichen, um die Witzchen seiner horasischen Standesgenossen vergessen zu machen... - Joela di Salsavûr in einem Brief an ihren Bruder Dartan, 1034 BF
Nicolo betreibt den Wiederaufbau Parseks seit 1034 BF aktiv mithilfe der Köhler von Parsek.
Im Jahre 1034 BF besuchte der Baron die Feierlichkeiten anlässlich der Krönung Gwains von Harmamund zum Fürsten Almadas in Taladur. Dabei wurde er zum Dank für einige Dienste im Zusammenhang mit der Krönung vom Fürsten zum Landedler des Landedlenguts Busch in der Pfalzgrafschaft Geiersgau sowie zum Edlen der Grafschaft Südpforte ernannt. Seitdem Zeit ist er nicht nur mit der Suche nach einem Verwalter, sondern vor allem auch damit beschäftigt, den Anspruch auf das Gut gegen örtliche Machthaber durchzusetzen.
Persönlichkeit und Erscheinungsbild
- "Echter Adel beginnt bei achteinhalb Spann Körpergröße, dem Mut eines Bären, der Kraft eines Schmiedes und einer Ahnentafel, so alt wie Rohal der Weise. Von all diesen Merkmalen aber ist das letzte das bei weitem wichtigste!" - aus einer nördlichen mittelreichischen Provinz
Der Baron ist gut 9 Spann groß und schlank. Er hat wie sein Vater braunes Haar, in das sich seltsamerweise schon jetzt einige weiße verirren. Meist trägt er keinen Bart, sein Haar etwa schulterlang. Im Gegensatz zu vielen methumischen Adligen trägt er zwar meist kostbare Gewänder, neigt aber nicht dazu, den stutzerhaften Modeerscheinungen der letzten Jahre zu folgen. Vielmehr erkennt man auch an der Kleidung seine Herkunft aus einem Geschlecht des Land- und Schwertadels.
Nicolo ist begeisterter Fechter mit dem Rapier und dem Langschwert und ansonsten ein sehr fähiger, wenn auch nicht herausragender Kämpfer und guter Taktiker. Obwohl von wachem Verstand, ist er recht jähzornig. Insbesondere bringen ihn aufsässige Bürgerliche gern aus der Fassung.
Bei Jagd, Turnier oder, wie jüngst im Thronfolgekrieg, auf dem Feld, reitet Nicolo Faellan ein prächtiges, kastanienbraunes Schlachtross, welches er vom Haus di Salsavûr als Hochzeitsgeschenk erhielt. Das Tier mit dem Namen Nethallya befindet sich nunmehr in seinen besten Jahren und vermag es durch sein makelloses Äußeres, das Auftreten des Barons eindrucksvoll zu unterstützen.
Nicolo und seine Frau
- "Du fechtest so schlecht wie du kochst, Schatz... Und das soll was heißen."
- "Wer hat Euch denn diesen Schmiss beigebracht, Hochgeboren?" - "Meine Frau..."
- Nicolo: "Das war dein zweiter Mordversuch an mir!" - Joela: "Oh, ich bitte dich, das war ein Kratzer."
Berüchtigt sind in Efferdas die Geschichten über die Fechtstunden Nicolos mit seiner Frau. Während er schon immer leicht jähzornig war, entstammt sie ebenfalls einem selbstbewussten Kriegergeschlecht. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Übungskämpfe der beiden umso heftiger ausfallen, wenn es kürzlich Ärger in der Beziehung gab...
Der Baronshof
- "Ach, heutzutage darf auch jeder einen Hofstaat haben..." - gehört am Grafenhof zu Goblareth 1034 BF, im weiteren Gesprächsverlauf wurden diverse Diener aus Kostengründen entlassen.
Seit seiner Erhebung zum Baron von Parsek ist Nicolo bestrebt, diese auch durchzusetzen. Unter anderem trieb er vor allem seit Ende des Thronfolgekrieges, etwa zwischen den Jahren 1029 und 1032 BF, den Aufbau einer Baronieverwaltung voran. Hierzu überließ er seinem Vater Faellan die meisten Verwaltungsaufgaben und stellte ihm neue Schreiber und Amtsleute zur Verfügung. Zusätzlich ist ein Ausbau des Landsitzes in Yardêk geplant, für den Nicolo Arnax Silberfinger aus Efferdas gewinnen konnte.
Andererseits wollte er aber auch die repräsentative Seite nicht vernachlässigen und stellte einige Hofchargen ein, wie es einem Baron geziemt. Den geringen Einnahmen der Baronie ist es geschuldet, dass Nicolo hierbei jedoch einige Abstriche machen musste. So sind mehrere Ämter noch immer unbesetzt, während andere schon angestellten Personen als weitere Aufgabe übertragen wurden oder ähnliches mehr.
Einen an einem Ort vereinten Hof im eigentlichen Sinne gibt es ebenfalls nicht. Die meisten Angehörigen, namentlich solche mit Verwaltungstätigkeiten, finden sich in Yardêk, während die Träger repräsentativer Aufgaben meist bei Baron Nicolo in Efferdas sind.
| Amt | Amtsträger | Erläuterungen |
|---|---|---|
| Haushofmeisterin | Fiorenza Changbari | |
| Cancellario | Faellan di Onerdi | kommissarisch, zugleich Schatzmeister |
| Calculatorio | Ludovigo Pherani | Steuerverwalter und Landvermesser; Freund von Lutisana della Pena |
| Präfektin von Parsek | Simona di Camaro | wohnt in Sant'Ageriyano |
| Konnetabel | Felbert Khadan Torrem | ehedem Kampfgeselle aus Khadans Kompanie |
| Hofkaplan | Horadan Malvolio di Salsavûr | oft in den Ruinen von Parsek anzutreffen |
| Hofmagier | Niothon Espharion | oft abwesend |
| Hofmedica | Selina Tribêc | |
| Hofkapellmeister | Emmeran Murak Asterna | auf Empfehlung der Familie Kanbassa |
| Hofmusikerin | Emerissa Scavelli |
Zitate
"Man stelle sich vor: Ein Marvinko, dieses Bild von einem Mann! Schaut auf den Feind, kriegt's mit der Angst und flieht, und alle ihm nach. Wahrlich, dieses Bild verdient Applaus..."
- - vor dem efferdischen Senat im Jahre 1032 BF
"Nein, wir sind keine Republikaner. So etwas wird es in der Heimat nicht geben. Auch in Efferdas mögen wieder bessere Zeiten anbrechen und dafür lohnt es sich, im Senat zu kämpfen."
- - hinter vorgehaltener Hand im Familienkreise
"Ein Feind ist leicht dadurch zu besiegen, indem man ihn denken lässt, er sei ein Freund."
- - von Nicolo gern zitiert
"Und mitnichten dauert es mich, dem Baronstitel zum Trotze nicht dem Hochadel anzugehören. Denn dies ist die Bestimmung des Hauses Onerdi, wie es diejenige aller echten Rittergeschlechter ist. Der Hochadel lenkt den Staat vom Throne herab mit Szepter und Krone, wir aber lenken Land und Heerzug vom Sattel herab und mit dem Schwert in der Faust!"
- - in den Folgejahren des Krieges
Siehe auch
Nicolo Faellan di Onerdi im Almada Wiki.
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Vorgänger
Nepolemo di Onerdi |
Nachfolger
amtierend |

