Marino von Calven-Imirandi
Aus Liebliches-Feld.net
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Marino von Calven-Imirandi ist der Vorsteher des Ruthorer Efferd-Tempels sowie je nach Zählung das 26. Oberhaupt des Hauses Calven bzw. das 1. Oberhaupt des neuen Hauses Calven.
Ein junger Prediger...
Der hochgewachsene Geweihte mit den für einen Calven ungewöhnlich dunklen Haaren hat sein Noviziat von 1021-1026 BF in Bethana, Ruthor und auf liebfeldischen Handelsseglern an der gesamten Westküste verbracht. Eine besondere Nähe verbindet ihn aus dieser Zeit mit dem Orden der Efferdbrüder, dem seine Familie allerdings schon traditionell eng verbunde ist. Außerdem resultieren eine gewissermaßen kosmopolitische Einstellung und einige Kenntnisse im aventurischen Handelswesen aus jenen Jahren.
1028 BF hatte der jüngste Spross Sigmans die Leitung des Calvener Efferd-Tempels übernommen. An der Politik war er zunächst (wie die meisten Efferd-Geweihten) eher uninteressiert; seinem Vater und seinen Geschwistern war er dagegen eng verbunden.
Mit seinem Cousin Carion, der zeitgleich die Stadtvogtschaft innehatte, pflegte er in seiner reich bemessenen Freizeit des öfteren freundlichen Umgang. Lieber jedoch war - und ist - ihm noch die Gesellschaft der Fischer des Ortes, bei denen er einen unverstellten Glauben wahrnimmt. Früh stand zu erwarten, dass der recht provinzielle Tempel nicht die letzte "Karrierestation" des begabten Jünglings sein werde.
Nachdem er sich im Spätsommer des Jahres 1032 BF auf Anraten seines älteren Bruders mit Alara Firya di Onerdi verlobt hatte, ließ ihn jener die Verlobung kaum ein halbes Jahr später wieder auflösen. Dies geschah zu Marinos großem Bedauern, hatte er doch an der jungen Novizin einigen Gefallen gefunden. Jedoch scheint die Entscheidung politische Gründe gehabt zu haben, arrangierte die Hausobrigkeit doch kurze Zeit später eine Verlobung mit Elaria di Selshed, die ein neues Bündnis besiegeln soll.
... und ein Chef des Hauses Calven
Nach der Teilung der Erblinien Calvens und Imirandis 1033 BF trat Marino als Kompromisskandidat die Nachfolge seines Bruders Ludovigo im Amt der Hausobrigkeit an. In seiner Jugend, seiner Unbescholtenheit und nicht zuletzt in seinem geistlichen Amt sah man ihn als geeignet, dem Haus Calven einen guten Neubeginn zu verschaffen.
Erstmals stand Marino auf der Krönungsfeier Gwains von Harmamund in Taladur zum Fürsten von Almada 1034 BF im Lichte der adligen Öffentlichkeit. Dort wurde er durch einige vorhergehende Verdienste dazu bestimmt, dem Fürsten den Kronreif aufs Haupt zu setzen, also die eigentliche "Krönung" vorzunehmen.
Dass er sich als Efferd-Geweihter der Politik traditionellerweise enthalten sollte, bereitet Marino zwar schlaflose Nächte, er sieht sich aber weniger als Politiker denn als Diener seiner Familie. Nachdem er sich entschlossen hat, die gewaltigen Probleme, vor denen sein Haus steht, zu schultern, zeigt er sich als durchaus lernfähiger Verhandler; die Erfahrung wird wohl alsbald das ihrige tun. Dabei ist ihm in theologischer Hinsicht sein Urgroßonkel Dauphinius von Calven-Imirandi behilflich, der ihn in die Geheimnisse der Ruthorer Unterstadt einführt.
Dies ist auch naheliegend, wurde Marino doch im Jahr 1033 BF nach nur drei Jahren "Bewährung" im Tempel von Calven zum Prätor des bedeutenden Tempels in Ruthor ernannt.
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