Ludovigo von Calven-Imirandi

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Ludovigo von Calven-Imirandi (SC)
Familie: Bild:Haus Calven klein.png Haus Calven-Imirandi
Titel & Ämter: Cavalliere Banderoso (Baronet), Consiliere von Ruthor, Herr von Calven, Tederesco und Sewablick, Oberhaupt des Hauses Calven-Imirandi, ehemals: Gransignore von Shenilo (1031 BF), Fürstinnengemahl von Urbasi (letzteres umstritten)
Tsatag: 17. Rahja 1003 BF
Boronstag: 1033 BF ?
Größe: 185 Halbfinger
Statur: durch das Wohlleben nur noch durchschnittlich, ehemals drahtig
Haare: rotblond und halblang
Augenfarbe: dunkelgraublau
Kurzcharakteristik: eitler, aber kompetenter Ränkeschmied, kompetenter Fechter und Offizier, durchschnittlicher Politiker
Wichtige Eigenschaften: IN, CH
Wichtige Talente: Fechtwaffen, Staatskunst, Überreden (Lügen), Überzeugen (Demagogie)
Vor- und Nachteile: Adliges Erbe, Soziale Anpassungsfähigkeit, Eitelkeit, beginnender Größenwahn
Beziehungen: groß in Shenilo, ansehnlich (und eher steigend) im sonstigen Horasreich
Finanzkraft: hinlänglich (und eher sinkend) - Schuldner der Banca di Shenilo, Kusliker Patrizier und des Handelshauses Brahl
Eltern: Sigman von Calven-Imirandi(*975 BF), Elanor della Pena
Geschwister: Rumina von Calven-Imirandi (*1008 BF), Marino von Calven-Imirandi (*1009)
Travienstand: verheiratet mit Odina von Urbet-Marvinko (*1006 BF)
Nachkommen: Geron von Calven-Imirandi (*1030 BF)
Freunde & Verbündete: Auricanius von Urbet-Marvinko, Perainia Torrem, Amaldo di Matienna von Arinken, Valeran Menaris
Feinde & Konkurrenten: Oleana di Bellafoldi, Randulfio Aurandis, Endor Dorén
Seelentier: Hermelin
Verwendung im Spiel: Wichtige und umtriebige Figur der Sheniloer Politik, ansonsten ein Intrigant, der seine Finger in jedem Pulverfass zwischen Grothe und Chabab haben kann. Nicht wirklich verdorben, aber oft ohne moralischen Halt.
Zitate: "Im Vertrauen, Baronessa: Diese ralmanschen Neuadligen sind wie kleine Straßenhunde. Die Brocken, die man ihnen hinwirft, die nehmen sie recht gern und werden noch dreist darüber. Aber wenn man ihnen einen Fußtritt gibt, dann sind sie schneller fort, als man ein "Praiosseibeiuns" herausbringt."

"Verehrter Curator - natürlich! Ohne die tätige Kraft und den Elan der Kaufleute wäre diese Stadt doch ein Nichts! Ich schätze die Rolle der städtischen Patriziates in der Politik unserer Heimat als unverzichtbar ein."

"Wie mein verehrter Schwager Traviano einst sagte..."

Ludovigo von Calven-Imirandi ist das 25. Oberhaupt des Hauses Calven-Imirandi und Herr von Calven. Für seine Umtriebigkeit nach dem Thronfolgekrieg ist er in Yaquirien und am Sikram bekannt und berüchtigt.

Porträt aus dem Jahre 1025 BF

Inhaltsverzeichnis

Erscheinung

Die letzten Jahre des Erfolgs, aber auch der Krisen haben den einst durchtrainierten jungen Mann in einen etwas gesetzteren Herren verwandelt und sein spitzes Gesicht, nach dem er auf der Akademie in Vinsalt "der Fuchs" genannt wurde, bekam rundere Züge. Mancher sagt, auch eine etwas zu große Liebe zu Bier und Wein hätte daran ihren Anteil. Sein rotbraunes Haar und die rastlosen dunklen Augen geben ihm aber auch heute einen Zug von Phexens Tier. Sein Gesicht ist nach der aktuellen Mode glatt rasiert.

Obwohl der Herr von Calven ein großer Freund patrizischer Prunkentfaltung ist, kleidet er persönlich sich noch heute in den schlichten Farben seiner heimatlichen Tracht, dem Stil der Septimana. Gedeckte Farben (Schwarz, Braun, besonders aber Blau oder Dunkelgrün) dominieren. Was seinen Kleidern allerdings an Buntheit fehlt, machen eleganter Schnitt und (zu) teure Stoffe wieder wett. Lediglich zu hohen Feiertagen in Ausübung eines offiziellen Amtes legt Ludovigo die schlichte Junkerntracht ab und bevorzugt dann etwa weite Umhänge, Mäntel und Pluderhosen in seinen Wappenfarben. Seine Gattin, aus dem Süden des Lieblichen Feldes stammend, versucht allerdings nach Kräften, diese in ihren Augen ansprechendere Staffage zu fördern.

Werdegang

Lehrjahre und Thronfolgekrieg

Ludovigo Beryllion von Calven-Imirandi gilt in Adelskreisen als charismatisch und gebildet, aber auch als großspurig und eitel. Nachdem er eine Ausbildung zu höfischen Krieger ab 1017 BF in Vinsalt absolviert hatte, ging er 1022 BF nach Urbet, um dort in rondrianischer Umgebung die Güterverwaltung zu erlernen. Hier lernte er auch den einige Jahre jüngeren Traviano von Urbet-Marvinko kennen. Darauf, im Jahre 1024 BF, berief ihn sein Vater Sigman, wie es traditionell mit den Erben des Hauses Calven-Imirandi passiert, zum Stadtvogt von Calven. Dieses Vogtamt versah er eher mit Widerstreben als mit echtem Interesse, schien ihm Calven doch recht provinziell und die Aufgabe seine Befähigung unterfordernd.

Er setzt alles daran, den Einfluss und den Ruhm seines Hauses zu mehren. Der erste große Schritt dazu war seine Hochzeit mit der Schwester Travianos im Rondra 1029 BF, der mittlerweile mächtiger Gransignore der Domäne Urbet geworden war und durch den er sich überregionale Beziehungen versprach. Der Versuch, nach Travianos Tod die Ansprüche seiner Gattin auf die Fürstenkrone von Urbasi geltend zu machen, scheiterte jedoch nach anfänglichen Erfolgen (Schlacht von Cindano). Noch immer sieht er in dem verstorbenen Fürsten jedoch ein großes Vorbild.

Im Thronfolgekrieg kämpfte er auf verschiedenen Schlachtfeldern als Offizier unter verschiedenen Heerführern, aber im eigenen Interesse, so im Ruthor-Konflikt bei der Zweiten Schlacht auf den Arinkelwiesen und unter Königin Salkya Firdayon bei der Befreiung von Urbet.

Der junge Herr von Calven

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Ludovigo, der sich stets schlecht mit seinem Vater verstanden hat, die Geschäfte des Hauses außerhalb der Signorie schon länger weitgehend in seine Hände genommen hatte. Signor Sigman hatte sich in diese Einigung aufgrund der Einsicht gefügt, dass er nur so eine offene Spaltung des Hauses verhindern kann. Nach dem Herzanfall des alten Signore übernahm Ludovigo dann auch offiziell die Geschäfte seines Hauses, zunächst zur Rekonvaleszenz seines Vaters, ab 1031 BF dann eigenmächtig auch dauerhaft, da eine Gesundung nicht absehbar scheint.

Ludovigo als Gransignore (von Rahnina da Coverna)

Am 15. Praios 1031 BF wurde Ludovigo schließlich zum Gransignore von Shenilo gewählt, ein Amt, dem er mit erstaunlicher Hingabe und einigem Pflichtbewusstsein obwaltet - untypisch für sein stets fortstrebendes Gemüt. Typischer dagegen war die eigenmächtige Belehnung mit der väterlichen Herrschaft Calven und die ebenso unabgesprochene Verleihung der Herrschaft Masara an seinen Onkel und engen Vertrauten Odarin von Calven-Imirandi.

Seit seiner Wahl sendet er in unregelmäßigen Abständen Boten zu Meister Rhayodan de Porcupino an Institut der Arkanen Analysen zu Kuslik. Anfang Rahja 1031 BF reiste er schließlich selbst ohne große Bedeckung nach Kuslik, wohl auch, um über die Pfandschaft von Rigalento zu verhandeln.

Nachdem bei der erneuten Wahl zum Gransignore für das Jahr 1032 BF ein Patt zwischen ihm und seinem Konkurrenten Endor Dorén entstanden war, verzichtete Ludovigo noch wenige Augenblicke nach Bekanntwerden des Ergebnisses auf die Amtszeit und überließ dem Herrn von Sodanyo das Feld. Kurz nach dessen Amtseinführung brach Ludovigo zunächst über Helametto nach Vinsalt auf (wo er nur kurz verweilte), um schließlich auf dem Weg über seine Heimat Calven die Stadt Bethana und schließlich Horasia zu besuchen.

Politik und Handeln

Das Emblem des Hausoberhauptes

Ludovigo hat Machtgewinn und reichsweiten Aufstieg seines Hauses und seiner selbst zum Ziel seiner Politik gemacht. Moral und Frömmigkeit, wo sie ihm übertrieben scheinen, stehen dahinter zurück. So polarisiert Ludovigo sowohl unter der politischen Elite Shenilos als auch innerhalb seiner Familie. Einige Gegner sehen in ihm einen eigensüchtigen Vertreter alter Adelsherrlichkeit, andere wiederum fürchten seine amoralischen, ja bisweilen hinterhältigen Züge.

Als Gransignore hat Ludovigo sich allerdings bisher nichts zu Schulden kommen lassen - zumindest nichts, was ihm eindeutig hätte zugerechnet werden können. Vielmehr wird vor allem im Volk die Prunkentfaltung, unter der auch die Kassen des Hauses Calven-Imirandi leiden, meist bewundert und befürwortet.

Familienintern ist Ludovigo noch wesentlich umstrittener. Während nach außen hin meist (ohne steten Erfolg) versucht wird, das Bild einer einigen Familie vorzuspielen, geht es in den Gängen und Sälen sowohl des Palazzo Luciano als auch der anderen Residenzen oft hoch her. Auf der einen Seite stehen Ludovigo und die ihn unterstützenden Odarin von Calven-Imirandi (eine Art "Graue Eminenz"), dessen Sohn Carion von Calven-Imirandi (in der Rolle eines vorrübergehenden "Kronprinzen") und Ludovigos Frau Odina, die zur obersten Güterverwalterin ernannt wurde. Während Ludovigo so seinen calvener Familienzweig einigermaßen hinter sich versammelt hat, stehen auf der gegnerischen, meist konservativeren Seite das Oberhaupt des anderen Hauszweiges, Signora Desaya von Calven-Imirandi zu Imirandi und das Oberhaupt der kleinen Nebenlinie zu Bethana, Kapitana Niam von Calven-Imirandi sowie die meisten ihrer engeren Verwandten. Noch wagen sie aber kein offenes Zerwürfnis, da ihre Ressourcen dafür nicht stark genug erscheinen.

Ein weiteres, neueres Ziel von Ludovigos Politik ist die Bekämpfung des Hauses di Bellafoldi. Nach dem Ruthor-Konflikt haben diese als Lehensherren in seinen Augen das Haus Calven-Imirandi betrogen und schließlich schnöde vertrieben.

Zitate über Ludovigo

Den gleichen Drang, den ich in ihm verspüre, fühle auch ich, Onkel! Wenn seine Leidenschaft auch einem anderen Schlachtfeld gilt als die meine, aber sein Blick ist wie der meine doch stets in die Zukunft gerichtet. In seinen Worten erkenne ich die strenge Absicht sich selbst in den Dienst unserer Stadt zu stellen, darin gemahnt er an Benedict, den Rondra viel zu früh zu sich rief. Du sagst, er spiele mit den Wünschen des Popolo, der Jungen und der Unzufriedenen, Onkel? Ich sage, während er die Herzen der Menschen bewegt, bewegen Andere nur Figuren auf einem Brett!

Angrond Menaris zu seinem Onkel Tankred, im Sommer 1032/1033 BF

Wie schrecklich habe ich gefehlt, Schwester! Nicht der Drang nach der Größe unserer Heimat war es, der ihn trieb, sondern der nach eigener Größe. Wenn ich seinen Blick in die Zukunft gerichtet sah, erblickte er in Wahrheit die Krone des Despoten auf seinem Haupt. Seine Taten verrieten nichts von gerechter Strenge, aber vieles von eitler Rachsucht. Wenn ich das Feuer in seinen Augen sah, war es da Leidenschaft oder schierer Wahnsinn? Und wahrlich, seine Worte haben die Herzen der Menschen bewegt. Doch nicht zum Guten! Er hat alte Verbündete entzweit, vergessene Feindschaften wiederbelebt und neuen Hass gesät. Wie viele der Besten sind nicht mehr unter uns, weil ich einen toten Helden in einem Wahnsinnigen gewahrte?

– Angrond Menaris zu seiner Schwester, im Herbst 1033 BF

Er ist mit einer Urbet-Marvinko vermählt, was will man da anderes erwarten

- Romualdo di Salsavûr zu einem anderen Familienmitglied, Ende Efferd 1033 BF

Baron, so sagt nichts, diese Person ist Eurer Worte nicht würdig. Lasst mich stattdessen ein paar Worte verlieren. Bei Efferd, ein götterverlassener Hurenbock! Erst buhlte er um unsere Freundschaft, dann leckte er dem eklen Urbeter die Stiefel. Erst bat er für seinen Bruder um die Hand meiner Tochter, um sie dann ins Unglück zu stürzen! Erst versprach er eine große Zukunft, dann steckte er seine Stadt an! Und bei allem wagte er es noch, den Namen des Herrn Efferd - heilig! - im Munde zu führen. Sein Todestag war ein Freudentag! Fluch über ihn, möge Efferd in abweisen!

- Gilmon Efferdion di Onerdi, Mitte 1034 BF

Quellen

  • Bosparanisches Blatt, Ausgaben 33 ("Ganz Shenilo feiert neuen Stadtherren - ganz Shenilo?", "Eine chababische Brautjagd"), 34 ("Shenilo glänzt, der Gransignore zahlt"), 35 (Stadtbeschreibung Shenilos)



Oberhäupter des Hauses Calven-Imirandi
Cusimo (762-795 BF) | Lucian V. (795-837 BF) | Rudora (837-851 BF) | Thiodan (851-901 BF) | Curthan (901-929 BF) | Eolan (929-952 BF) | Larissa (952-962 BF) | Noris (962-1001BF)  | Sigman (1001-1029 BF) | Ludovigo (1029 - 1033 BF)  | Marino von Calven (seit 1033 BF)


Gransignores von Pertakis und Shenilo
Gransignores von Pertakis
Myero di Côntris (752-811 BF) | Kedior d'Orsofina (811-813 BF, 1. Amtszeit) | Pertakische Landherrenhändel (813-825 BF) | Kedior d'Orsofina (825-839 BF, 2. Amtszeit) | Geronya Vistelli von Montarena (839-854 BF) | Festo di Matienna (854) | Azirai d'Orsofina (854-866 BF) | Hesino Aurandis (866-880 BF) | Leondris Dorén (880-892 BF) | Reon Villibaldo Schwarzenstamm (892-912 BF) | Lutea d'Orsofina (912-918 BF) | Miano Halthera von Wanka (918-930 BF) | Weliceyo Ilsandro (930-937 BF) | Amalthea Gabellano (937-952 BF) | Carolus Cortani (952-964 BF) | Lugeria Chorey di Pertakir (964-979 BF) | Rubec d'Orsofina (979-999 BF) | Cordovan II. Dorén (999-1006 BF) | Mascanderim Ilsandro (1006-1018 BF) | Nestor Dorén (1019-1025 BF) | Alessandro ya Ilsandro (seit 1026 BF, seit 1029 BF nur noch für die Stadt selbst)
Gransignores von Shenilo
Benedict di Matienna von Arinken (1029-1030 BF) | Ludovigo von Calven-Imirandi (1031-1032 BF) | Endor Dorén (1032-1033 BF)
Persönliche Werkzeuge