Linoë die Elfe
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Der Weg nach Efferdas
Im Jahr 1000 BF starb Eliphthêa Kanbassa im Kindbett. Und obwohl das Kind, Aurentian, wohl behalten war, blieb der junge Gorcan in tiefer Trauer zurück. Diese wuchs zudem, als seine Schwiegerfamilie auf ihrer Tradition beharrte, die Verstorbene im heimischen Rethis zu bestatten.
Die Geschäfte durften unter alledem nicht leiden. Gorcan erhielt von seinem Vater daher den Rat, sich auf eine Reise zu begeben, um den Schmerz überwinden zu können. So ging für ein Jahr weg aus Efferdas. Wohin er ging, das weiß nur er, doch zurück in in der Stadt zeigte er sich mit der Elfe Linoë an seiner Seite.
Sie war über alle Maßen schön, klug und charmant. Der junge Patrizier blühte in der Folgezeit sichtlich auf, so dass der alte Correlio sich seines Erbes sicher sein konnte. Sie verstand sich von Beginn an gut mit den drei kleinen Halbwaisen des Hauses, sie brachte neues Leben in den Palazzo am Platz der Achtbaren und sie wurde dem Witwer eine zunehmende Stütze. Ein Traviabund war bald ein häufiges Thema auf den Märkten und auch in den Salons der Stadt und er folgte im Jahr 1003 BF. Doch für die Belange eines Handelhauses fehlten der neuen Patrona freilich Gespür und Interesse.
Um der neuen Hausherrin das Leben in einer Metropole wie Efferdas angenehmer zu gestalten, erwarb die Familie noch im gleichen Jahr eine Villa im nahen Hilmaras, - Paltaïa. In den weitläufigen Gärten fand Linoë eine Aufgabe ganz nach ihren Wünschen, sie richtete das Haus neu ein und sie widmete sich der Erziehung des kleinen Aurentian (Ifirnion und Horakles hatten bereits ihre Ausbildung begonnen). Paltaïa entwickelte sich zunehmend zur zweiten Heimstätte der Familie. Ein offen geführtes Haus für alle Gäste und Freunde, ein Hort der Kunst und der Natur. Die Feste und Feiern werden heute noch gern Jahr für Jahr besucht, der Garten sucht weithin seines gleichen. Hier war und hier ist der Frieden zuhause, - der Frieden einer glücklichen Familie. Und so war auch die Freude groß, als Linoë und Gorcan im Jahr 1005 BF Eltern von gesunden Zwillingen wurden. Sie nannten ihre Kinder Rahjanessa und Rûmar und die beiden zeigten schon schnell alle Attribute, die hinlänglich als halbelfisch bekannt sind.

