Kultur Urbasis
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Hier findet sich Wissenswertes zur Kultur Urbasis und der Urbasiglia.
Feste und Bräuche
Der Götterlauf in Urbasi und der Urbasiglia ist geprägt von zahlreichen Festlichkeiten und Brauchtümern, die teilweise überregional, teils aber auch nur lokal begangen werden:
- 1. Praios: Sommersonnenwende, Prozession der Turaniter; Wiederaufnahme der (während der Tage des Namenlosen ausgesetzten) Glockenspiele aller Tempel.
- 7. Praios: Horas' Erscheinen, höchster Feiertag des Horas-Kults, in Urbasi allerdings wenig beachtet.
- 8. Rondra: Bosparans Fall, der Zerstörung des Alten Reiches (und auch Urbasis) wird gedacht.
- 14. Rondra: Santa Lutisana, Aufführung des traditionellen Lutisanaspiels im Theatro Alverano.
- 15.-16. Rondra: Schwertfest, kleinere Wettkämpfe in der ganzen Stadt, Ritterspiele im Gestech.
- 19. Rondra: San Ageriyano, Prozession der Praiosdiener, um Frevlern den Prozess zu machen; ihre Ansprache auf der Piazza di Renascentia ist gefürchtet.
- 24. Rondra: Traditionelles Schauspiel im Theatro Antico von Montarena.
- 4. Efferd: Geronsfest, Marktaufführungen der sieben Taten des größten aller Helden.
- 6. Efferd: Die Trottora – das traditionelle Eselrennen aller Gemeinden der Urbasiglia – beginnt.
- 27. Efferd: San Francidio, Übergabe von Buchgeschenken und Spenden an den Hesinde-Tempel.
- 1.-3. Travia: Fest der eingebrachten Früchte, Auffüllung der Kornspeicher, Stadtfest auf der Piazza del Grano.
- 17. Travia: Santa Ricarda, Weinprüfung und -prämierung auf der Piazza del Theatro, anschließend ...
- 17.-20. Travia: Cassianti-Fest, das Weinfest der Stadt Urbasi.
- 25. Travia: Rahjalinafest, Bosparanjer-Ausschank im Rahja-Tempel.
- 1. Boron: Totenfest, Gedenktag für die Verstorbenen.
- 4. Boron: Santa-Luciella-Fest, Lichterumzug zu Ehren der Nachtwächterin und Lokalheiligen.
- 29. Hesinde: Tag der Volkskunst, Handwerkspräsentationen und freie Theateraufführungen.
- 6. Firun: Santa Saya, Suche nach dem letzten Schlafplatz der Heiligen (sinnlos und in der Jagdsaison bisweilen gefährlich).
- 18.-20. Firun: Hohe Hatz im Bannforst von Silvaniesco.
- 19. Tsa: Unabhängigkeitstag des Lieblichen Feldes und Geburtstag des Horas.
- 13. Phex: Horas’ Entrückung, in Urbasi kaum beachtet.
- 1. Peraine: Saatfest, Prozession auf der Piazza del Grano.
- 15.-16. Peraine: Großes Gestech, angesehenes Frühlingsturnier der Stadt Urbasi.
- Verteilt im Ingerimm: Diverse Zunftfeste.
- 12. Ingerimm: Das Sikramtaler Wettschmieden, jährlicher Konkurrenzkampf der urbasischen Silber- und silasischen Goldschmiede. Findet abwechselnd in einer der beiden Städte statt. Die Beurteilung der Qualität der Schmiedearbeiten erfolgt durch ein Gremium von Ingerimm-Geweihten und auswärtigen Kunstschmieden. Die jeweiligen Siegerkleinode gehen an den Ingerimm-Tempel der Siegerstadt.
- 15. Ingerimm: San Agreppo, Fest der Silberschmiede und Münzpräger, abhängig vom Ausgang des Wettschmiedens (s.o.) ausgelassen oder ernst/betrübt.
- 20. Ingerimm: Kirschblütenfest, in ferner Unterstützung für die Kirschblütenprinzessin in Arivor.
- 1.-7. Rahja: Fest der Freuden, Umzüge, rauschhafte Feiern, Maskenspiele.
- 29. Rahja: Der Palio della Balestra, Armbrustwettbewerb unter den verschiedenen Nachbarschaften.
Kunst und Wissenschaft
- Theatro Alverano, urbasische Theatertruppe
- Urbasische Bestiarien-Galerie und Menagerie
- Conservatorium (ehedem Musici-Schule)
- Medici-Schule
- Kaskadengarten
- Druckerei Dalidion
- Ausgrabungsstätte in Camponuovo
- Konzerte im Silbernen Saal
Kulinarisches
Der Reisende in der Urbasiglia wird gastfreudig zum Essen eingeladen und mit traditionellen Gerichten verwöhnt: Ausgefallene Spezialitäten wie eingelegte Wachtelzungen mögen in Vinsalt die Regel sein, der Urbasier hingegen bevorzugt die einheimische Küche:
Brot spielt bei jeder Mahlzeit eine Rolle: Brot isst man pur, mit Brot wird gekocht, Brot in der Suppe, Brot in Saucen, Brot als Salat. Neben Weizenmehl wird Brot auch aus Kastanienmehl hergestellt, in Zöpfe geflochten, zu Knoten geschlungen, als Fladen gebacken oder zu Schnecken gerollt. Als Vorspeise reicht der Gastgeber geröstete Brotscheiben mit (Crostini) und ohne Belag (Bruschetta).
Eines der bekanntesten Gerichte der Urbasiglia ist die Aqua Cotta, gekochtes Wasser, die im Gegensatz zu ihrem Namen eine Gemüsesuppe bestehend aus Sellerie, Karotten, Tomaten und einem Ei ist. Die Aqua cotta war ursprünglich eine Mahlzeit der Ärmeren aus Wasser, etwas Öl und einem hineingeschlagenen Ei und hat trotz der Verfeinerung ihren Namen beibehalten.
Fast genauso bekannt (andere sagen berüchtigt) ist die Ribollita, die wieder aufgekochte Suppe. Der Ursprung stammt aus der Bauernküche, wo einmal in der Woche ein riesiger Topf Suppe mit den zur Verfügung stehenden Zutaten gekocht wurde: weiße Bohnen, Kohl, mehr oder weniger frische Garten- und Wurzelgemüse, Zwiebeln und Brot, mit Wasser aufgefüllt, gewürzt mit Salz und frischen Kräutern. Am ersten Tag wird die Ribollita frisch gegessen, am zweiten Tag aufgewärmt. Hierbei wird die durch das aufgelöste Brot eingedickte Suppe mit gehackten Zwiebeln und Kräutern wieder aufgefrischt. Am dritten Tag ist die Ribollita durch wiederholtes Auf- und Einkochen zum Püree verkocht. Am vierten Tag schließlich wird der Gemüsebrei in eine Pfanne gegeben und als Fladen goldbraun gebacken.
Pici sind die in der Urbasiglia hergestellten Nudeln. Der Teig wird portionsweise zu einer (!) rund gerollten, aber sehr dünnen Nudel verarbeitet, die bis zu drei Schritt lang werden kann. Die Pici werden dann sofort in Salzwasser nicht zu weich gekocht und mit einer Sauce und frischen Kräutern serviert.
Als Hauptgericht bekannt ist das Bistecca Urbasia, ein tellergroßes Stück von einheimischen Rindern, das gut abgehangen und auf Holzkohle gegrillt wird. Eine Minute auf einer Seite, eine Minute auf der anderen, zwei Minuten ruhen lassen und schon ist es fertig. Beim Landadel hingegen ist Cinghiale (Wildschwein) sehr beliebt: Costolette di Cinghiale (Wildschweinkoteletts), Polpa di Cinghiale (Wildschweingulasch) und Sikrame di Cinghiale (Sikrami aus Wildschwein) gehören auf jeden Adelstisch.
Fisch ist seltsamerweise nicht sehr beliebt, die einzige Ausnahme ist der Baccala (Stockfisch): Der Urbasier liebt den typischen speziellen Geschmack, der Geruch des Salzes, die unnachahmliche Konsistenz des eingelegten Fisches. Zum Gebrauch muss der Stockfisch zunächst gewässert werden, mindestens zwei, besser vier Praios-Läufe. Dann ist das Salz, das zur Konservierung verwendet wurde, heraus gewaschen und der Fisch kann verarbeitet werden. Puristen hingegen wässern den Fisch bis zu acht Praios-Läufe in immer wieder gewechseltem Wasser.
Panforte Urbasiae, der urbasische Honigkuchen, war ursprünglich eine lang haltbare Brotvariante (Panforte - das starke Brot) für Reisende. Mittlerweile als Dessertkuchen bekannt, besteht der Honigkuchen aus Mehl, Mandeln, Eiweiß, Zucker und natürlich Honig, angereicht mit zahlreichen getrockneten und kandierten Früchten. Gewürze wie Vanille, Zimt oder Muskat runden den Kuchen ab, sind aber zumeist nur für viele gute Dukaten verfügbar.
Die traditionelle urbasische Mahlzeit beginnt mit den Vorspeisen, wie Crostini oder Bruschetta und einem Teller verschiedener Sikrami, denen der erste Gang folgt, der oft aus Pici mit einer Fleischsauce oder einer deftigen Suppe besteht. Der Hauptgang ist in der Regel ein Fleischgericht wie Bistecca Urbasina, Geflügel oder Fisch. In vielen Familien wird während des Tages nur eine Mahlzeit eingenommen, die aus drei oder vier zusammen servierten kleineren Portionen besteht. Zu den urbasischen Desserts gehören die traditionellen Biscotti oder Cantucci und hausgemachte kuchenartige Nachspeisen.
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