Kriegsflotte
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Die Kriegsflotte des Horasreiches gilt als die schlagkräftigste Aventuriens, ist seit dem Ende des horasischen Thronfolgekriegs jedoch in Friedenszeiten keinem einheitlichen Kommando mehr unterstellt. Die sich aus kaiserlichen, seeköniglichen und den Verbänden aller größeren Küstenstädte zusammensetzende Bundesflotte wird nur im Krieg unter einem dann zu wählenden Großadmiral vereint.
Gemein ist den Teilflotten die ausgezeichnete technische Ausrüstung, hervorragende navigatorische und seetaktische Ausbildung der Offiziere sowie die recht ordentliche Heuer. Die Kriegsflotte ist der Stolz des Horasreiches - der Dienst auf einem der zahllosen Schiffe entsprechend angesehen. Schivonen und Karavellen sind (außer in der zyklopäischen Flotte) die vorherrschenden Schiffstypen. Kolonien und Anspruchsgebiete des Horasreiches werden vor allem von der Flotte verteidigt.
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Geschichte
Die Flottentradition des Lieblichen Feldes reicht bis zu König Dettmars "Alles, was schwimmt"-Politik zurück. Unter Königin Amene II. entwickelten die Grangorer Schiffsbaumeister die Schivone. Die "Königlich Vinsalter und Fürstlich Kusliker Flotte" war der mittelreichischen Westflotte bereits während der frühen Regierungszeit Amenes III. überlegen. Nach der Horasproklamation, der Angliederung der Zyklopeninseln und der Drôler Mark, der Ausrufung des Königreichs Südmeer sowie spätestens dem Blutkonvent erfolgte eine Konzentration der Flottenbestandteile unter kaiserlichem Oberbefehl. Die Admirale der Heimatflotte, der Zyklopenflotte und der Expeditionsflotte unterstanden alle nur der Horas.
Zugleich verstärkten sich die Bemühungen zur Erkundung ganz Deres immer mehr: Entdeckte Yaquiria ter Rijßen 920 BF noch den nach ihr benannten Ter-Rijßen-Archipel, stieß insbesondere Harika von Bethana 988 bis nach Korelkin vor und unternahm ab 1015 gar zwei von der Flotte massiv unterstützte Güldenlandexpeditionen.
Ihre Überlegenheit hat die Kriegsflotte des Horasreiches zuletzt 1023 in der Thorwal-Strafexpedition und 1030 in der Seeschlacht von Phrygaios unter Beweis gestellt, als sie den größten Rivalen zur See teilweise verheerende Verluste zufügte.
Flotten der Krone und des Seekönigs
Horasflotte
Admiralin: Daria Quent
Flottenstärke: sieben Königsschivonen, etwa ein Dutzend Begleitfahrzeuge und Piratenjäger (Schivonellas, Karavellen und andere)
Häfen: Grangor, Tul'ka'var
Bekannte Schiffe: König Therengar (Flaggschiff), Königin Amene II., Prinzessin Salkya
Seeflagge: goldener Adler auf grün
Die wohl schlagkräftigste Teilflotte untersteht nur dem Horas. Gerade die Königsschivonen gelten als Krone des aventurischen Schiffbaus. Das Operationsgebiet der Horasflotte erstreckt sich von Ifirns Ozean im Norden bis zum Kaiserin-Amene-Land im Südmeer.
Kolonialflotte
Admiralin: Nandora ya Strozza (für den Südaventurien-Rat in Belhanka)
Flottenstärke: ein Dutzend Schivonen und Schivonellas sowie große Transportschiffe, ein Regiment Seekrieger
Häfen: Sant'Ascanio
Bekannte Schiffe: König Barjed (Flaggschiff), Belsarius, Redonda
Seeflagge: goldener Adler auf grün, darunter silbernes Schiff auf blau
Aus der Expeditionsflotte hervorgegangen, ist die Kolonialflotte nur noch für den Schutz und die Versorgung der Südmeerkolonien zuständig. Admiralin Nandora ya Strozza ist zugleich Vizekönigin des Südmeers.
Seekönigliche Flotte der Zyklopeninseln
Admiral: Praiokles Aleistos
Flottenstärke: ein Dutzend Galeassen, drei Dutzend ältere Galeeren, zwei Regimenter Seesoldaten
Häfen: Rethis, Tul'ka'var
Bekannte Schiffe: Seekönig Mermydion (Flaggschiff)
Seeflagge: einzelnes, großes Auge in Gold auf blau
Die größte Teilflotte besteht teilweise nur aus Reserveeinheiten. Für die Bemannung all der gewaltigen Galeassen und etlichen anderen Galeeren fehlt meist sowohl das Geld als auch die Mannschaftsstärke. Nichtsdestotrotz ist sie in der Magna Thalassea der vorherrschende Machtfaktor zur See.
Flotten der Küstenstädte
Grangor
Admiral: Dorian ter Broock
Flottenstärke: etwa ein Dutzend Schiffe (vor allem Karracken und Schivonen), ein Regiment Seekrieger
Häfen: Grangor
Seeflagge: zwei Lilien, auf weiß-schwarz gespaltenem Grund
Kuslik
Admiral: ???
Flottenstärke: etwa ein Dutzend Schiffe (Karracken, Schivonen und Karavellen), ein Regiment Seekrieger
Häfen: Kuslik
Bekannte Schiffe: Wappen von Kuslik
Seeflagge: silberne Tuchschere auf grün
Belhanka
Admiral: ???
Flottenstärke: etwa ein Dutzend Schiffe (Schivonen, Karavellen und Galeassen), ein Regiment Seekrieger
Häfen: Belhanka, Malur
Seeflagge: goldener Granatapfel auf rotem Grund
An der Spitze der Republik Belhanka steht mit der Primesta Pervalia ya Terdilion selbst eine erfahrene Admiralin - die lange der Expeditionsflotte vorstand. Gerade die Reederei der Familie ya Terdilion umfasst darüber hinaus Dutzende weitere Segelschiffe, die oft notdürftig bewaffnet sind.
Neetha
Admiral: Haridiyon Thaliyin
Flottenstärke: ein halbes Dutzend Schiffe (Karavellen, Holken, Biremen), ein halbes Regiment Seekrieger
Häfen: Neetha
Seeflagge: rote Brücke auf weißem Grund
Die Admiralität zu Neetha ist der Seeköniglichen Flotte auf persönlicher Ebene stark verknüpft: Admiral Haridiyon Thaliyin ist der Gemahl Calliane ay Oikaldikis, der Marchesa von Chababien, doch zugleich Adoptiverbe des Seekönigs Palamydas Thaliyin.
Drôl
Admiral: ???
Flottenstärke: ein halbes Dutzend Schiffe (Dromonen und Galeassen), ein halbes Regiment Seekrieger
Häfen: Drôl
Seeflagge: rote Rose auf gelbem Tuch
Sewamund
Admiral: Karianna Degano
Flottenstärke: ein halbes Dutzend Schiffe (Karavellen, Kutter), ein Banner Seekrieger
Häfen: Sewamund
Seeflagge: (vermutlich) gekrönter phecadischer Drache in Silber mit goldenem Lilienschlüssel vor blauem Grund
Efferdas
Admiral: Esteban di Camaro
Flottenstärke: ein halbes Dutzend Schiffe (eine Schivone, Karavellen, Kutter), ein Banner Seekrieger
Häfen: Efferdas
Seeflagge: (vermutlich) goldener Delphin auf grün über blauen Wellen
Quellen
- Die Seefahrt des Schwarzen Auges, Seite 17
- FHI Hintergrundband, Seite 45
- Efferds Wogen, Seite 82-83

