Ingrimmion Redo
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| Kurzbeschreibung | ||||||||||||||||||||||||||||
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Die Vorfahren der alten Sewamunder Handwerkerfamilie Redo stammen aus Stadt Gareth, was den Armbrustergesellen Sigwald Redo jedoch nicht daran hinderte, im
Unabhängigkeitskrieg für die Seite der Rebellen Partei zu ergreifen und für sie heimlich Bolzen und ganze Armbrüste zu fertigen. Die Bürger des Städtchens
Sewamund dankten es ihm mit dem Armbruster mit Bürger- und Niederlassungsrecht. Auch den Baronen von Sewamund kam die Anwesenheit eines nunmehrigen
Armbruster-Meisters im Orte zugute, wenn sie ihre Truppen mit Schusswaffen ausrüsten wollten.
Im Laufe der Generationen erwarb sich die Familie durch ihr Handwerk einen bescheidenen Wohlstand. Allerdings war sie nie sehr zahlreich und so war
Ingrimmion Redo 971 BF bei seiner Geburt als einziges Kind seiner Eltern der letzte Seines Namens in Sewamund. Getreu der Tradition lernte der Junge von
klein an das väterliche Handwerk. Mit 18 Jahren legte er in Vinsalt seine Lehrlingsprüfung ab und zog danach als Wandergeselle in die Welt hinaus.
Als wanderner Armbrustergeselle lernte Ingrimmion in Elenvina, Angbar und Gareth von den dort ansässigen Meistern. In Perricum lernte er die Herstellung von
Belagerungsgeschützen. Dort erreichte ihn 995 BF die Nachricht vom Tod des Vaters. Auf der Rückreise, kurz vor Sewamund, rettete er ein Fräulein bei einem
Kutschenunglück und verliebte sich in sie. Leider erwies sich Lania Luntfeld - seine Angebetete - ausgerechnet als die Tochter des Geldverleihers, bei
dem sein Vater hoffnungslos verschuldet gewesen war. Die Bezahlung aller Schulden kostete Ingrimmion das gesamte Familienvermögen. Ausser Haus und Werkstatt
blieb ihm buchstäblich kein Kreuzer übrig, trotzdem liess er sich nicht davon abhalten, der Tochter seines ehemaligen Gläubigers Beppo Luntfeld den Hof
zu machen. Diese Liebe wurde auch erwidert, doch die Eltern der Braut wollte nichts von einem Traviabund mit einem kleinen Handwerker wissen.
Da mit Armbrüsten in diesen friedlichen Zeiten nur wenig Geld zu machen war, baute Ingrimmion im Rahja 998 BF versuchsweise seine erste eigene Rotze. Erste
Schiessversuche zeigten gute Ergebnisse und die überraschte königliche Admiralität im nahen Grangor übernahm das Geschütz nicht nur sogleich, sondern
bestellte noch weitere. Die Rohstoffe für die Geschütze mussten Ingrimmion zumeist ausgerechnet über Luntfeld beziehen, doch Beppo Luntfeld betrachtete den
hartnäckigen jungen Handwerker nun mit anderen Augen. 1000 BF gab er nicht nur nach und erlaubte seiner Tochter Lania den Traviabund, sondern investierte
auch kräftig in das neue Handwerk seines Schwiegersohns. Durch die finanzielle Beteiligung Luntfelds gelang es Ingrimmion, seinen kleinen Handwerksbetrieb
zu vergrössern. Nachdem ein alter Freund aus seinen Wandertagen - Roglom, Sohn des Rundarosch aus dem Phecanowald - als Partner die feinmechanischen
Geheimnisse zur Fertigung von Balestren in den Betrieb einbrachte und die Horasgarde sich im Zuge ihrer Modernisierung als grosszügiger Abnehmer erwies,
entwickelte sich "Redo und Roglom" gar zu einer kleinen Manufaktur.
Die Geburt von Sohn Khardan Luntfeld 1001 BF vervollkommte das junge Eheglück. Später sollte noch die Tochter Bospranya Luntfeld folgen. Auch Beppo
Luntfeld konnte mehr als zufrieden sein. Seine phexgeleitete Unterstützung Ingrimmions zahlte sich je länger je mehr aus...
Ingrimmion ist der letzte Redo. Da seine Kinder laut Heiratsvertrag den Namen Luntfeld tragen, wird die Manufaktur nach seinem Tod in den Besitz der Familie
Luntfeld übergehen, ein Opfer, das er der Liebe wegen frohen Herzens erbrachte. Seit allerdings seine Ehefrau Lania seit 1019 als neue Patriarchin die
Geschäfte der Familie Luntfeld übernommen hatte, hat sich ihre Beziehung verändert und beide Ehepartner haben nur noch selten Zeit für gemeinsame private
Momente.
Enttäuscht von dieser Entwicklung verbrachte Ingrimmion in den letzten Jahren mehr Zeit als nötig in seiner privaten Werkstatt, um dort an Verbesserungen
für seine Geschütze zu experimentieren oder an mechanischen Spielereien zu basteln. Zumal er in Sewamund seit längerem nur noch als Gemahl seiner Frau
betrachtet, was ihn zusätzlich frustriert. Sein einziger Lichtblick ist seine halb-thorwalsche Nichte Eslamuela, welche ein Talent für Mechanik und
Holzbearbeitung besitzt und die er als seine Nachfolgerin aufbauen will.
Zitate
- "Also, wenn wir hier die Schwingarme um zwei Finger verlängern, dann könnten wir..."
- "Tut mir leid Herr Kapitän, aber schwere Rotzen sind derzeit sehr gefragt. Falls ihr jetzt bestellt, dann wären sie im Hesinde fertig, sofern keine Verzögerung eintritt. Leichte Rotzen dagegen könnte ich euch vier Stück sogleich mitgeben. Die schrecken Piraten genausogut ab und kosten einen Drittel einer schweren Rotze."


