Horasische Immanmeisterschaft 1043 BF

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Die Horasische Immanmeisterschaft 1043 BF wurde zu Beginn des Traviamondes in Kuslik ausgetragen, der Heimatstadt der Titelverteidiger Kusliker Kavaliere. Weitere 18 Städte des Horasreiches meldeten sich für die Meisterschaft an und wurden auf vier Qualifikationsgruppen verteilt, deren Turniere Ende Rondra in Grangor, Belhanka, Vinsalt und Drôl ausgetragen wurden.

Damit die Endrunde mit acht Mannschaften ausgetragen werden konnte, wurde folgender Qualifikationsmodus beschlossen: Alle Gruppensieger sowie die beiden Zweitplatzierten der Gruppen Ost und Süd waren direkt für die Endrunde qualifiziert. Der achte Startplatz wurde vor Beginn der eigentlichen Endrunde in einer Hoffnungsrunde zwischen den Zweitplatzierten der Gruppen Nord und West sowie den Drittplatzierten der Gruppen Ost und Süd ausgespielt werden.

Im Endspiel setzte sich die Auswahl von Horastreu Neetha gegen die Fäuste von Bosparan mit 13-8 durch und gewann ihren ersten Horasischen Meistertitel.


Teilnehmer an der Endrunde:

  • Kusliker Kavaliere (Gastgeber)
  • Sturmschwalben Sewamund (Sieger Nord)
  • Piranhas Belhanka (Sieger West)
  • Fäuste von Bosparan (Sieger Ost)
  • Horastreu Neetha (Sieger Süd)
  • Vinsalter Drachen (2. Ost)
  • Disteln von Thegûn (2. Süd)
  • Siegreich Silas (Sieger der Hoffnungsrunde)





Inhaltsverzeichnis

Endrundenturnier

Amene-Horas-Gruppe

1. Runde:

Kusliker Kavaliere vs. Siegreich Silas 12-11 GT
Fäuste von Bosparan vs. Disteln von Thegûn 10-11
Scheinbar beflügelt vom Sieg des Hoffnungsturniers verlangten die Aussenseiter aus Silas den Gastgebern im Auftaktspiel alles ab. Die zahlreichen Zuschauer bekamen zwei offensiv agierende Mannschaften zu sehen, welche Imman auf höchstem Niveau zelebrierten, wenngleich die Punkteausbeute bei einem Halbzeitstand von 5:5 etwas mager ausfiel - was auch für die Stärke der beidseitigen Bremserreihen sprach. Auch in der zweiten Halbzeit blieb das Spiel eng, der erwartete Einbruch der Roten blieb aus und was man nicht erwartet hatte trat ein: Verlängerung. Nach einigem vorsichtigen Abtasten und taktischem Hin und Her waren es schliesslich die Kavaliere, denen Phex an diesem Tag hold war.

Genauso eng wie die erste Partie verlief das zweite Spiel der Amene-Horas-Gruppe. Mit stolzgeschwellter Brust waren die Fäuste von Bosparan nach Kuslik gekommen und mit Genugtuung hatte man bei den Hauptstädtern das Straucheln der Kavaliere mitverfolgt. Nur um sich dann seinerseit genaus gegen einen Aussenseiter abzumühen... Mit dem Antreten in Kuslik mehr als bereits zufrieden über das bisherige Abschneiden an der Meisterschaft spielten die Aussenseiter aus dem Wilden Süden keck und unbeschwert auf und brachten die Bosparaner Abwehr noch und noch in Verlegenheit. Und es kam wie es sich abzeichnete, Die Fäuste bekamen die Disteln nie in den Griff und ein Praiostagsschuss bei auslaufender Uhr - welcher vom Torrichter als unterhalb der Querlatte für drei Punkte gegeben wurde - sorgte für die erste Überraschung des Turniers.
2. Runde:

Kusliker Kavaliere vs. Disteln von Thegûn 23-3
Fäuste von Bosparan vs. Siegreich Silas 13-12
Zwei lange Tage durfte die Fünfzehn aus dem kleinen Thegûn sich im Glanz des Siegs über das grosse Bosparan sonnen, ehe sie brutal auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde. Als ob sie etwas gut zu machen hätten bei ihren Anhängern fegten die Kavaliere wie ein Orkan übers Spielfeld hinweg und liessen die bedauernswerten Chababier kaum einmal aus der eigenen Hälfte hinausspielen. Zwei gesperrte Spieler - unzählige Male kam die Thegûner Immankeule zu spät und erwischte nur noch einen Kusliker Knöchel - taten ein übriges, so dass sich Thegûn irgendwann ergab und nur noch versuchte mit heiler Haut aus der Sache heraus zu kommen. Ein Sieg im Abschlussspiel gegen Silas würde das Tor für die Weissen schliesslich immer noch weit öffnen.

Das Qualifikationsspiel in Vinsalt hatten die Fäuste noch mit 20:12 gewonnen, doch in Kuslik waren die Karten neu gemischt worden. Beide Mannschaften durften sich keine weitere Niederlage leisten falls sie das Halbfinale noch erreichen wollten und dementsprechend begann das Spiel zunächste mit einem abwartenden taktischen Geplänkel. Bald jedoch erhielt die Bosparaner Disziplinlosigkeit Überhaund und die Fäuste begannen einmal mehr, wozu sie nicht bekannt sind: zu stürmen! Hin und Her wogte das Spiel und als es schon schien, als ob Silas erneut einen Favoriten in die Verlängerung zwingen könnte, gelang Bosparans Sulvinio Radastes mit einem Weitschuss die erneute Führung für die Gelben. Die folgenden Angriffe der Sikramstaler blieben erfolglos, sämtliche Ausgleichsversuche wurden entweder abgeblockt oder flogen am Gestänge vorbei.
3. Runde:

Kusliker Kavaliere vs. Fäuste von Bosparan 8-9
Disteln von Thegûn vs. Siegreich Silas 18-5
Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag hätte spannender nicht sein können: Alle vier Mannschaften hatten noch Chancen einen der beiden Halbfinalplätze zu erspielen und alle vier konnten noch aus der Entscheidung rausfliegen. Die beste Ausgangslage hatten dabei die Gastgeber, welcher bei einem Sieg Silas' im anderen Spiel auch bei einer Niederlage weiter war, während Bosparan auf einen Silaser Sieg hoffen und trotzdem das eigene Spiel gewinnen musste. Siegreich konnte bei eigenem Sieg nur noch weiterkommen wenn Kuslik das andere Spiel gewann, was ebenfalls für Thegûn galt.

Die Auslosung brachte es dabei mit sich, dass zuerst das Favoritentreffen Kuslik-Bosparan stattfinden sollte - beide Traditionsmannschaften konnten damit nicht auf Abwarten spielen, sondern mussten auf sicher gehen und dieses Spiel gewinnen. Entsprechend tasteten sich beide Fünfzehnen bei Spielbeginn zunächst ab, keine wollte sich eine Blösse geben und womöglich gleich spielentscheidend zurückliegen. Tore wurden auch erzielt, doch die Zuschauer erlebten kein Spektakel, sondern ein von beiden Seiten hochkonzentriertes Spiel - was insbesondere bei den Fäusten überraschte - denn es stand einfach zu viel auf dem Spiel. Mit einem knappen 5:3-Vorsprung für die Grünen wurden die Seiten gewechselt. Danach ging es Schlag auf Schlag: Ein hart entschiedener Strafschlag führte zur 6:5-Führung Bosparans, der nächste Kusliker Angriff wurde abgefangen und Perainoro Dorinelli liess Rimalda Hahnentritt im Kusliker Tor keine Chance und erhöhte auf 9:5 für seine Farben. Danach zogen sich die Fäuste zurück und die "Mauern von Bosparan" widerstanden allen weiteren Angriffen der Kavaliere. Dabei wurde das Spiel beidseits immer aggressiver ehe je zwei Platzverweise nach einer Schlägerei die Gemüter wieder abkühlten und das Spiel vernünftig zu Ende gespielt werden konnte.

Der Sieg Bosparans hatte für Siegreich das Aus bedeutet, entsprechend geknickt und uninspiriert gingen die Sikramstaler in die letzte Partie. Entsprechend witterte Thegûn die Chance, mit einem unglaublichen Sieg mit 20 Punkten Differenz noch an den Fäusten vorbei das Halbfinale zu erreichen und wie man an den Ergebnissen der anderen Gruppe erkennen konnte schien nichts an diesem Turnier unmöglich. Doch die Disteln von Thegûn sind nunmal keine Kusliker Kavaliere oder Horastreu Neetha und so gewannen die Chababier zwar überaus verdient und hoch, aber nicht hoch genug. Trotzdem konnte die Mannschaft mit ihrer Leistung mehr als zufrieden sein - hatten sie den Schnöseln aus den grossen Städten doch gezeigt, dass man auch im Wilden Süden mit der Immankeule umzugehen wusste. Silas dagegen stand nach guten Turnierleistungen einmal mehr mit leeren Händen da, doch eingefleische Siegreich-Anhänger winkten nur ab. Man kannte es ja...
Tabelle:
1. Kusliker Kavaliere 2-1 43-23 (+20)
2. Fäuste von Bosparan 2-1 32-31 (+1)
3. Disteln von Thegûn 2-1 32-38 (-6)
4. Siegreich Silas 0-3 28-43 (-15)





Khadan-Horas-Gruppe

1. Runde:

Horastreu Neetha vs. Sturmschwalben Sewamund 9-16
Vinsalter Drachen vs. Piranhas Belhanka 8-2
Im Vorfeld des Turniers hatte der Kusliker Stadtrat seine Kollegen in Sewamund unterrichtet und unmissverständlich klargemacht, dass unflätige Äusserungen von Sewamunder Anhängern wie sie in Grangor geschehen waren nicht toleriert und im schlimmsten Fall ihre Mannschaft vom Turnier ausgeschlossen würde. Entsprechend grimmig ging die Sewamunder Fünfzehn ins Spiel, insbesondere die Spieler von "Nussknacker Novacasa" hatten sich vorgenommen "es allen zu zeigen". Opfer dieses Sewamunder Elans waren ausgerechnet die hochvaforisierte Fünfzehn aus Neetha, der in der ersten Halbzeit von den entfesselten Aussenseitern völlig der Schneid abgekauft wurde und mit mit einem 1:9-Pausenrückstand bei Seitenwechsel nicht wusste was ihr geschehen war. Eine komplett andere Neethaner Mannschaft stand dann in der zweiten Halbzeit auf dem Kusliker Rasen. Punkt um Punkt holten die Favoriten auf, doch angefeuert vom Kusliker Publikum, welches eine Sensation witterte, verteidigten sich die Sturmschwalben mit Mann und Maus und mehr als nur der ein oder anderen Regelwidrigkeit. Doch auch zwei gesperrte Spieler hinderten die Blauen nicht daran, durch Entlastungsangriffe regelmässig zu punkten und so schaffte es Horastreu trotz erdrückender Feldüberlegenheit nicht, den eingehandelten Rückstand aufzuholen. Das Endrundenturnier hatte seine erste richtige Überraschung!.

Nicht der Sieger war im zweiten Spiel der Khadan-Horasgruppe die Überraschung, schafften die Vinsaler Drachen es doch, den Belhankaner Angriffs-Wirbelwind bei mageren zwei Pünktchen zu belassen. Diszipliniert liessen die erfahrenen Abwehrreihen der Schwarzen die wütenden Angriffe der Serenissima noch und noch abprallen, um ihrerseits jede Gelegenheit zu nutzen durch schnelle Konter ihre Stürmer in Szene zu setzen. Doch auch die Abwehr der Piranhas leistete solide Arbeit, so dass die Zuschauer für ihr Eintrittsgeld vielleicht kein Spektakel, aber solide Unterhaltung geboten bekamen.
2. Runde:

Horastreu Neetha vs. Piranhas Belhanka 10-9
Vinsalter Drachen vs. Sturmschwalben Sewamund 9-19
Und der Favorit wankte erneut, doch er fiel nicht. Was war nur mit Neetha los? Alle Immanexperten hatten die Fünfzehn aus der Chaba-Metropole dieses Jahr als ersten Anwärter auf den Titel gesehen und nun tat sich die Mannschaft an der Endrunde derart schwer… Beide Mannschaften mussten dieses Spiel unbedingt gewinnen und so wurde es ein offener Schlagabtausch, bei der mal die eine und mal die andere Mannschaft auf der Anzeigtafel die Nase vorne hatte. Besonders sicher in ihren Angriffen waren allerdings beide nicht, denn vergebene Torchancen gab es hüben wie drüben. Auch schlich sich je länger je mehr die Nervosität ein, was man besonders bei Neetha merkte, zumal die Kusliker Zuschauer die Möglichkeit witterten dass einer der stärksten Rivalen ihrer Kavaliere um den Titel bei einer Niederlage vorzeitig die Segel streichen müsste - und die Violetten tatkräftig anfeuerten. In der hektischen Schlussphase zeigte sich, dass Horastreu noch über ein Quentchen mehr Kraft und Energie verfügte und siegte glücklich mit einem Punkt Vorsprung in einem Spiel, welches eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte.

Augenreiben nach Spielschluss nicht nur bei den verdutzten Drachen-Spielern, sondern auch bei den Kusliker Zuschauern. Hatte man in Vinsalt wie in Neetha die Adler von Grangor nach der Qualifikationsrunde noch ausgelacht, so waren sie selber nun eines besseren belehrt worden. Denn erneut hatte der Sewamunder Sturmwind einen weitaus stärker eingeschätzten Gegner hinweg gefegt und hatte der grosse Aussenseiter einmal mehr bereits nach zwei Spielen das Halbfinale auf sicher während die beiden geschlagenen Gruppen-Favoriten in der letzten Runde im Aufeinandertreffen unbedingt siegen mussten um nicht auszuscheiden.
3. Runde:

Horastreu Neetha vs. Vinsalter Drachen 16-10
Piranhas Belhanka vs. Sturmschwalben Sewamund 24-30
Um Alles oder Nichts ging in der Partie zwischen Vinsalt und Neetha. Dementsprechend waren die Ränge des Kusliker Stadions auch gut gefüllt, würde sich doch in dieser Partie entscheiden wer der Halbfinalgegner ihrer Kavaliere sein würde. Beide Mannschaften hatten sich selber und ihren Anhängern gegenüber etwas gut zu machen, entsprechend motiviert gingen sie zur Sache. Mehrere Verletzte und einen Spielausschluss hatten sich die ersten hitzigen Wogen geglättet und es wurde Imman gespielt. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr zeigte sich jedoch die individuelle Überlegenheit der Horastreuen. was letztendlich ausschlaggebend war. Ab Mitte erster Halbzeit jagten die Drachen einem knappen Rückstand hinterher wie der Esel der Rübe: Immer vor der Nase und doch unerreichbar - und so blieb es bis Spielende. Der grosse Turnierfavorit kam damit mit einem blauen Auge davon während sich die Drachen eingestehen mussten, dass einmal mehr einfach das nötige Quentchen gefehlt hatte.

Man hätte meinen können, nach der überraschenden Halbfinalqualifikation würde Übungsleiter Masut seiner Stamm-Fünfzehn im bedeutungslosen letzten Spiel gegen Belhanka einen Ruhetag gönnen, doch weit gefehlt. Anstatt eines Kehrausspiels - Sewamund war bereits Gruppensieger und Belhanka Gruppenletzter - liefen die Sturmschwalben auch im letzte Spiel mit ihren besten Spielern auf. Was folgte waren zwei Stunden Angriffsimman vom feinsten und nachdem der 30:24-Sieg Sewamunds feststand durfte niemand mehr sagen, der Gruppensieg der krassen Aussenseiter sei reiner Zufall gewesen.
Tabelle:
1. Sturmschwalben Sewamund 3-0 65-42 (+23)
2. Horastreu Neetha 2-1 35-35 (+0)
3. Vinsalter Drachen 1-2 27-37 (-10)
4. Piranhas Belhanka 0-3 35-48 (-13)





Endspiele

Halbfinals:

Kusliker Kavaliere vs. Horastreu Neetha 9-20
Sturmschwalben Sewamund vs. Fäuste von Bosparan 9-18
Mit Spannung erwartet und unerwartet einseitig verlaufen - das erste Halbfinalspiel der Meisterschaft 1043 BF bot den Tausenden Kusliker sowie paar Dutzend angereisten Neethaner Zuschauern vor allem viel Enttäuschung. Doch der Reihe nach: Da beide Auswahlen Grün als Hauptfarbe tragen, waren die Chababier als Gastmannschaft verpflichtet in weissen Trikots aufzulaufen. Wer nun dadruch für die Horastreuen einen Nachteil erwartet hatte, wurde schnell eines besseren belehrt. Ohne langes Abtasten begann Neetha wie der sprichwörtliche Rondrikan, doch auch die Kavaliere liessen sich nicht lumpen. Was folgte war kein schönes Spiel, sondern Kampf und Krampf um jeden Schritt und um jeden Kork, bei dem Schiedsrichter und Feldgarde mehr als nötig Mittelpunkt des Geschehens waren. Mit mehreren Verletzten auf beiden Seiten wurden nach einer unschönen Stunde Imman beim Stande von 7:4 für die Kavaliere die Seiten gewechselt. Beste Voraussetzungen für eine spannende zweite Halbzeit, doch besonnenere Kusliker Anhänger blickten besorgt auf die leere Auswechselbank der Kavaliere, die bereits in den Spielen gegen Thegûn und Bosparan Federn in Form verletzter und gesperrter Spieler lassen mussten. Kurze Zeit nach Wiederanspiel war es dann auch prompt soweit: Nach Feldverweis für Torsteherin Rondria Floridan, die Neethas Horakles Tsiparias mit einem Schlag gegen den Knöchel gestoppt hatte, und Verwandlung des fälligen Strafschlags zum 7:7 spielte nur noch Neetha. Nachdem beim Stand von 8:13 auch noch Kusliks Spielmacher Rahjandro Merzari verletzt vom Platz humpelte, waren die Gastgeber endgültig geschlagen. Damit stand der erste Finalist der Meisterschaft 1043 BF fest.

Kurzen Prozess auch im zweiten Halbfinale. Gut informierte Kreise berichteten am Spieltag von schweren Zerwürfnissen zwischen den Spielern Sewamunds und deren dahinterstehenden Patriziern seit Beendiung der Vorrunden. Falls diese Gerüchte der Wahrheit entsprachen, wie würde sich dies auf die Leistung der Blauen auswirken? Zunächst gar nicht: Eine Halbzeit lang spielten die Sturmschwalben gegen zunächst zurückhaltende Fäuste ihr bekanntes Offensivspiel und gingen verdient mit einer 9:6-Führung in die Pause. Doch den Kusliker Zuschauern war dabei nicht verborgen geblieben, dass die Leichtigkeit und Unbeschwertheit, mit der die Fünfzehn aus der Septimana ihre bisherigen Spiele bestritten hatten, heute irgendwie fehlte. In der zweiten Halbzeit schliesslich zerfiel das Sewamunder Spiel vollends, als die Fäuste vermeintlich "Ernst machten". Plötzlich waren Sewamunder Laufwege zu, wurden Pässe abgefangen und die Bosparaner Konter rollten auf das Sewamunder Tor zu. Derart unter Druck zerbrach die mannschaftliche Geschlossenheit der Sturmschwalben kaum dass man in Rückstand geriet, die Verteidiger beschuldigen den Sturmblock sie in der Abwehr im Stich gelassen zu haben und umgekehrt sie nicht mehr genügend mit Pässen unterstützt zu haben. Nutzniesser dieses Verhaltens waren die Fäuste von Bosparan, die sich um die Probleme ihrer Gegner selbstverständlich nicht scherten und Punkt um Punkt erzielten während das Sewamunder Peraine-Märchen in einem Schrebenhaufen endete.
Finale:

Horastreu Neetha vs. Fäuste von Bosparan 13-8
"Steter Tropfen höhlt den Stein", sagt das Sprichwort - es hätte auch als Überschrift für dieses Endspiel dienen können, doch der Reihe nach. Die Kusliker Wettanbieter sahen Neetha mit einer Quote von 6:5 als Favorit, "nur" 6:5 könnte man sagen, doch was wollte eine solche Quote nach den teilweise überraschenden Ergebnissen beide Fünfzehnen in der Vorrunde aussagen? Hatten sich doch beider Halbfinalgegner letztendlich mehr oder weniger selber geschlagen...
Entsprechend dem was auf dem Spiel stand entwickelte sich ein zweistündiges Geduldsspiel, dessen Spannung sich auch die Kusliker Zuschauer nicht entziehen konnten. Beide Mannschaften versuchten dabei über ihre Stärken zum Erfolg zu gelangen, was darauf hinauslief dass sich die Fäuste vor ihrem Tor verschanzten, ihre Gegner angreifen liessen und auf Kontermöglichkeiten lauerten, während Horastreu auf offensives Spiel und individuelle Überlegenheit setzte. Beide Spielweisen kombiniert lief auf eine wahre Abnutzschlacht hinaus, bei dem sowohl angriffs- wie auch verteidigungsmässig Imman in höchster Form zelebriert wurde. Der Vorteil lag dabei auf Seiten Neethas, denn einmal im Rückstand mussten die Fäuste aus ihrer Deckung kommen und ihren Gegnern die Räume und Lücken öffnen, die jene für ihr schnelles almadanisches Kurzpassspiel benötigten. Mitte zweite Halbzeit war es dann soweit, Praiokian Efferdonas 8:6 für Neetha bedeutete dass blosse Weitschüsse nicht mehr für einen Bosparaner Sieg reichten würden, entsprechend wurde der letzte Teil des Spiels ein offener Schlagabtausch, denn dass die Fäuste angreifen können hatten sie im Verlauf von Qualifikations- und Endturnier schliesslich gezeigt. Allerdings zeigte es sich jetzt, dass Horastreu auch verteidigen konnte. Beide Fünfzehnen neutralisierten sich vor ihren jeweiligen Toren gegenseitig und hüben und drüben gelangen nur Weitschusstore. Bosparan benötigte somit beim Stand von 8:10 kurz vorschluss einen Dreier und warf in völlig untypischer Manier alles in einen letzten Verzweiflungsangriff, so dass erneut Praiokian Efferdonas durch einen Konter-Dreier ins leere Tor - Torsteherin Murakiana Perainyno war mit nach vorne geeilt - das Spiel endgültig entschied.

Drei Jahre nach dem erstmaligen Gewinn des Drachenturniers triumphierte die Auswahl aus der Chabab-Metropole somit zum ersten Mal bei der Meisterschaft. Der Wilde Süden ist im Imman-Horasreich angekommen.





Qualifikationsturniere

Gruppe Nord

1. Runde:

Adler von Grangor vs. Dreizack Ruthor 10-15
Sturmschwalben Sewamund vs. Yaquirstein Shenilo 13-11
Überraschung gleich zu Turnierbeginn: Gastgeber Grangor unterschätzte die Auswahl der kleinen Schwester-Seestadt Ruthor und musste für diese Überheblichkeit büssen. Vor leidlich gefüllten Rängen - das Immaninteresse hatte in Grangor in den letzten Jahren nachgelassen, dafür hatten viele Immananhänger aus Ruthor die Gelegenheit der kurzen Reisedistanz genutzt - suchten die Dreizacke ihr Heil in bedingungslosem Angriff und erwischten die Adler damit völlig auf dem falschen Fuss, ein Halbzeitstand von 13:3 zugunsten der Aussenseiter war deren Lohn für eine mutige Spieweise. Danach hatten sich die Adler gefangen und schlugen in der zweiten Halbzeit zurück. Frenetisch unterstützt von 200 angereisten Unterstützern kämpfte der Aussenseiter jedoch um jeden Schritt Boden und schaffte es letztendlich, den Vorsprung über die Zeit zu retten.

Ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für Shenilo erwarteten Immanexperten von der zweiten Begegnung der Gruppe Nord zwischen den Sturmschwalben Sewamund und Yaquirstein Shenilo. In beiden Städten setzte sich die Stadtauswahl aus Spielern mehrerer Immantruppen des lokalen Adels und Patriziats zusammen, verantwortliche Übungsleiter waren dieses Jahr in Shenilo Swafnild Swangardottir, in Sewamund Oro Masut. Letzterer hatte seine Mannschaft mittels Blockbildung (ganze Angriffs- oder Abwehrformationen aus denselben Lokalmannschaften) zusammengesetzt und triumphierte damit knapp über seine konventionell vorgegangene Konkurrentin. ⇒ Kommentar im Sewamunder Seewind: Knacker knacken Yaquirstein!

2. Runde:

Adler von Grangor vs. Yaquirstein Shenilo 14-16
Dreizack Ruthor vs. Sturmschwalben Sewamund 11-25
Auch im zweiten Spiel mussten die Adler Federn lassen. Taktisch hervorragend eingestellte Shenilesen liessen sich in einer hart geführten Partie mit zwei Schlägereien nicht einschüchtern und schon gar nicht vom Feld prügeln (wie man von ausserhalb den Eindruck gewinnen konnte) und siegten dank Kampfeist und der nötigen Disziplin knapp aber verdient gegen Gastgeber, deren Turnierleistung bisher hinter den schlimmsten Erwartungen zurückblieb.

Die zweite Niederlage der Adler hatte den Sturmschwalben unversehends eine hervorragende Ausgangsposition beschert, die sie auch prompt nutzten. Mit dem "Nussknacker"-Sturm an vorderster Front überrannten die Sturmschwalben in einem wahren Sturmlauf ihre geringfügig höher eingeschätzten Nachbarn aus Ruthor und standen nach zwei Spieltagen als Überraschungs-Sieger der Gruppe Nord fest.
Sewamunder Seewind: Sturmschwalben überfliegen Dreizack!

3. Runde:

Adler von Grangor vs. Sturmschwalben Sewamund 17-14
Yaquirstein Shenilo vs. Dreizack Ruthor 20-23
Die Partie Adler-Sturmschwalben war somit bedeutungslos geworden, trotzdem machten sich Dutzende Sewamunder Schlachtenbummler auf den kurzen Weg in die Nachbarstadt um ihre Fünfzehn zu feiern. Dass die Sewamunder das Spiel verloren und die Adler von Grangor damit einen Teil ihrer Ehre behalten hatten war für die Sewamunder Festgesellschaft auf den Rängen völlig nebensächlich. ⇒ Kommentar im Sewamunder Seewind: Die Adler picken die Schwalben.

Um einiges spannender war dagegen das letzte Spiel des Turniers: Der Sieger der Partie Shenilo-Ruthor durfte Sewamund an die Endrunde nach Kuslik begleiten. Entsprechend umkämpft war die auf Augenhöhe geführte Partie dann auch. Ein zweistündiger - auch von den defensiv aufgestellten Geronsstädtern - offensiv geführter Schlagabtausch endete in einer persönlichen Tragödie. Kurz vor Schluss war Shenilo beim Stande von 20:20 in guter Feldposition, um bei auslaufender Uhr den entscheidenden Weitschuss-Einer zu wagen, als sich ausgerechnet Kapitän Ubaldino Presser einen unnötigen Fehlpass leistete, den seine Mannschaft mit einem Konter-Dreier und dem Aus böse bezahlen musste.

Tabelle:
1. Sturmschwalben Sewamund 2-1 52-39 (+13)*
2. Dreizack Ruthor 2-1 49-55 (-6)*
3. Yaquirstein Shenilo 1-2 47-50 (-3)*
4. Adler von Grangor 1-2 41-45 (-4)*
Kommentare:
  • "Einfach Wahnsinn! Ich freue mich für unsere Mädels und Jungs, dass sie in Kuslik dabei sein können!"
    (Khardan Luntfeld, Patrizier aus Sewamund und Immanfreund)

* Siege von Sewamund bzw. Shenilo in der direkten Begegnung



Gruppe West


1. Runde:

Piranhas Belhanka vs. Methumiser Nattern 37-33
Morgenstern Sorbik vs. Dreimaster von Ramaúd 3-0
Die Rollen in Belhanka waren vor dem Turnier klar verteilt: Piranhas und Nattern kämpften um den Turniersieg, während die beiden krassen Aussenseiter aus Ramaúd und Sorbik auf einen Phexenstag hoffen mussten, um die Endrunde in Neetha zu erreichen. Gänzlich hoffnungslos war für beide die Situation nicht: Der Modus erlaubte dem Zweitplatzierten der Gruppe West die Teilnahme an der Endrunde. Und das Turnier begann wie es alle Immanfreunde lieben. Sowohl Belhanka als auch Methumis schienen das Wort Abwehr nicht zu kennen. Angriff über Angriff brandete beidseits und endete mit einem knappen Sieg Belhankas im torreichsten Spiel der horasischen Immangeschichte.

Das komplette Gegenteil dagegen im zweite Spiel der Auftaktrunde, wo die sich bemühenden Dreimaster kein Mittel und kein Durchkommen fanden gegen eine mit Mann und Maus verteidigende Sorbiker Fünfzehn, deren einziger Torschuss in zwei Stunden ausreichte das Spiel zu gewinnen.
2. Runde:

Piranhas Belhanka vs. Dreimaster von Ramaúd 17-18 GT
Methumiser Nattern vs. Morgenstern Sorbik 21-11
Und da war die erste dicke Turnier-Überraschung! Eine taktisch hervorragend aufgestellte Fünfzehn aus Ramaúd nutzte die offenen Räume der meist viel zu offensiv aufrückenden Gastgeber gnadenlos aus und gewann ihr erstes Spiel an diesem Turnier - sie können also doch punkten! Konsternierung dagegen in der Auswahl der Serenissima, nach dieser unerwarteten Niederlage muss das letzte Spiel gegen Sorbik unbedingt gewonnen werden um die Chance auf das Erreichen der Endrunde aufrechtzuerhalten.

Auch in ihrem zweiten Auftritt am Yaquirmund schien es als ob sich die Morgensterne zum Erfolg mauern konnten, als sie die pausenlos anrennenden Nattern bis zur Halbzeit mit 6:3 in Schach hielten. Danach jedoch forderte die rustikale Spielweise Sorbiks ihren Tribut: Nach drei Sperren in Unterzahl brach das Bollwerk der Gerondrater auseinander und wurde von den Imman-Studenten bis Spielende noch und noch überrannt.
3. Runde:

Piranhas Belhanka vs. Morgenstern Sorbik 17-4
Methumiser Nattern vs. Dreimaster Ramaúd 28-9
Spannung vor dem letzten Spieltag: Jede der vier Teilnehmenden konnte die Endrunde in Kuslik noch erreichen. Zunächst legten die Gastgeber vor: Diskussionslos wurden die armen Morgensterne überrannt, deren Mauer nach gutem Beginn abermals in der zweiten Halbzeit auseinanderbrach.

Auch in der zweiten Partie gab es trotz spannender Ausgangslage keine Überraschung mehr. Scheinbar hatten sie den Sieg am Vortag ein bisschen zu sehr gefeiert; denn was die Dreimaster da zusammenspielte hatte weder Hand noch Fuss. Eine Leistung wie im Spiel gegen Belhanka wäre nötig gewesen um auch dem zweiten Turnierfavoriten ein Bein zu stellen. Eine wie im Spiel gegen Sorbik wurde es, was bedeutete dass die junge Fünfzehn aus Ramaúd das Turnier als Letzte beendete.
Tabelle:
1. Piranhas Belhanka 2-1 71-55 (+16)*
2. Methumiser Nattern 2-1 82-57 (+25)*
3. Morgenstern Sorbik 1-2 18-38 (-20)*
4. Dreimaster Ramaúd 1-2 27-48 (-21)*

* Siege von Belhanka bzw. Sorbik in der direkten Begegnung



Gruppe Ost

1. Runde:

Fäuste von Bosparan vs. Vinsalter Drachen 2-0
Irendorer Immanfreunde vs. Angriff Ankram 7-21
Ein Pfeiffkonzert gellte während der ganzen zweiten Halbzeit durch das Stadion! Zwei weitgehend defensiv aufgestellte Fünfzehnen, die sich über das ganze Spiel weitgehend neutralisierten, so dass am Schluss zwei Weitschuss-Tore das Spiel entschieden... So hatten sich die Vinsalter Immanfreunde das Stadtduell zwischen Drachen und Fäusten nicht vorgestellt.

Tausende Zuschauer rings um das Spielfeld - ein mehrfaches als ihr Dorf Einwohner hatte - und den Lärm den diese machten... Die Kulisse des Vinsalter Immanstadions schien die Irendorer Immanfreunde vollkommen zu überfordern. Anders schien es nicht erklärbar zu sein, dass sich die Fünfzehn aus dem Yaquirbruch beinahe widerstandslos ihrem Gegner beugte, der in Vinsalter Imman-Augen kaum weniger Imman-Provinz verkörperte. Ankram konnte es recht sein, die Mannschaft hatte mit dem Sieg im Aussenseiterduell ihre Pflicht erfüllt, nun konnte es nur noch besser kommen.
2. Runde:

Fäuste von Bosparan vs. Siegreich Silas 20-12
Vinsalter Drachen vs. Irendorer Immanfreunde 22-14
... und die Mauern von Bosparan stehen! Wie die Drachen, so bissen sich auch die Siegreichen aus Silas die Zähne an der Abwehr der Fäuste aus. Gewonnen wurde das Spiel jedoch von den Bosparaner Stürmern, die am Vortag durch Abwesenheit geglänzt hatten. 18 Punkte war die höchste Punktzahl der Fäuste in einem Spiel seit der Meisterschafts-Endrunde 1035 BF.

Nach der peinlichen Vorstellung am Vortag mussten die Drachen ihren Anhängern gegenüber dringend für Wiedergutmachung sorgen. Dazu kam als Gegner eine Dorfmannschaft aus dem Yaquirbruch gerade recht. Diese konnten den Favoriten aus der Hauptstadt erstaunlicherweise eine ganze Stunde lang Paroli bieten wie das Halbzeit-Ergebnis von 17:14 für die Drachen aufzeigte. Danach aber war Schluss, die Immanfreunde waren vollkommen erschöpft. Irendor konnte nicht mehr und Vinsalt wollte irgendwann auch nicht mehr und begann die Kräfte zu schonen für die wichtige und entscheidende Begegnung gegen Silas am nächsten Tag.
3. Runde:

Fäuste von Bosparan vs. Angriff Ankram 17-4
Siegreich Silas vs. Vinsalter Drachen 9-7
Sie können mauern, doch sie können auch angreifen! Eine Seite der Fäuste von Bosparan, die man so noch nie gesehen hatte. Mit sichtlicher Befriedigung nahmen die Hauptstädter dabei Revanche an der Sikramstadt für die 16:18-Niederlage am Vinsalter Drachenturnier 1040 BF. Selbst hartgesottene Drachen-Anhänger mussten nach diesem Spiel zugeben, dass der Auftaktsieg der Fäuste offenbar kein Versehen gewesen war und man es mit der besten Bosparaner Mannschaft seit über einer Generation zu tun gehabt hatte.

Das Abendspiel des 3. Spieltages hatte es in sich: Nachdem sie beide gegen die Fäuste verloren hatten benötigten sowohl die Drachen wie auch die Siegreichen unbedingt einen Sieg, um sich den zweiten Gruppenrang und die direkte Qualifikation für die Endrunde zu sichern. Entsprechend resolut gingen beide Mannschaften zu Werke und die Feldgarde hatte zwei Stunden lang einiges zu tun. Imman wurde nebenbei auch noch gespielt, wobei die favorisierten Drachen zur grossen Vinsalter Enttäuschung am Schluss abermals den Kürzeren zogen. Die erste Niederlage der Drachen gegen Silas seit 38 Jahren.
4. Runde:

Fäuste von Bosparan vs. Irendorer Immanfreunde 12-5
Angriff Ankram vs. Siegreich Silas 9-8 GT
Einen ersten "Erfolg" für die krassen Aussenseiter gab es ausgerechnet gegen die Turnier-Dominatoren aus Bosparan, gegen die sie zwei Stunden lang mithalten konnten und wo das Ergebnis letztendlich die Verhältnisse auf dem Spielfeld in keinster Weise widerspiegelte. Zu dieser Irendorer Leistung trugen allerdings auch die Fäuste bei, die gegen den schwachen Gegner über die komplette Spieldauer ihre Ersatzleute spielen liessen. Diese sollten Spielerfahrung sammeln, welche sie an der Endrunde vielleicht nötig haben. Nach einer derart deutlichen Leistung wollte man sich Fäusterseits in Kuslik nämlich mindestens das Halbfinale erreichen, wobei gutinformierte Phexgeweihte bereits von ersten Wetten auf den ersten Bosparaner Meistertitel seit 1012 BF wissen wollten, die im Sewamunder Haus der Aufgehenden Sonne platziert worden waren.

Vinsalt geschlagen und dann gegen Ankram verloren. Erneut zeigte Siegreich im entscheidenden Spiel Nerven und liess die sicher geglaubte Endrunden-Qualifikation fahrlässig durch die Hände gleiten. Ankram dagegen hatte plötzlich die Möglichkeit, mit einem Sieg gegen die schwächelnden Drachen die Überraschung zu schaffen und erstmals die Endrunde zu erreichen.
5. Runde:

Vinsalter Drachen vs. Angriff Ankram 13-5
Irendorer Immanfreunde vs. Siegreich Silas 11-13
Wohl über 10'000 Zuschauer drängelten sich auf den Rängen des Vinsalter Immanstadions um den Dreikampf um den zweiten Gruppenrang mitzuverfolgen, wobei die Ausgangslage klar war: Bei voraussichtlichem Sieg Silas' gegen Irendor war Ankram mit einem Sieg durch und Vinsalt ausgeschieden. Bei einem Sieg der Drachen dagegen hatten alle drei Kontrahenten je zwei Siege und zwei Niederlagen und untereinander je einmal gewonnen und verloren, womit die Anzahl erzielter und erhaltener Punkte über Wohl und Wehe entscheiden würden. Diesem Druck zeigte sich im ersten Spiel der Aussenseiter vom Sikram nicht gewachsen - die sensationelle Qualifikation vor Augen spielte Ankram verkrampft und vom Lärm von den Rängen desorientiert und konnte mit den erfahrenen Drachen nur kurze Zeit mithalten. Nach Erreichen dieses Minimalziels waren die Drachen nun auf Schützenhilfe ausgerechnet aus Irendor angewiesen. Auf der grossen Kaisertribüne versprach Comto Erlan Sirensteen, Herrscher über Irendor, seinem Schwager Fürst Ralman diese zu geben...

... und wie sie diese gaben: Tausende Vinsalter Kehlen peitschten die Grünen aus dem Yaquirbruch (die sie vier Spieltag lang belächelt hatten) nach vorne, während sich der bedauernswerte Torsteher Silas' Schmährufen, mehreren geworfenen Äpfeln und sogar einer Flasche aus den Zuschauerrängen ausgesetzt sah. War die Aufgabe der Siegreichen - ein Sieg mit 20 Punkten Unterschied war nötig um die Drachen zu überholen - auch so bereits eine Herausforderung, so zeigte sich schnell dass die Roten dieses Ziel an diesem Tag und in einem solchen Hexenkessel nicht annähernd erreichen würden. Die Immanfreunde spielten die Immanpartie ihres Lebens und auch wenn es am Ende nicht zur Sensation reichte und der letzte Verzweiflungsschuss am Tor vorbeirauschte, wird sicherlich jeder von ihnen, der an diesem Nachmittag auf dem Vinsalter Stadionrsen stand, noch seinen Enkeln erzählen: "Ich bin damals in Vinsalt dabeigewesen!"
Tabelle:
1. Fäuste von Bosparan 4-0 51-21 (+30)
2. Vinsalter Drachen 2-2 42-30 (+12)
3. Siegreich Silas 2-2 42-47 (-5)
4. Angriff Ankram 2-2 39-45 (-6)
5. Irendorer Immanfreunde 0-4 37-68 (-31)





Gruppe Süd

1. Runde:

Disteln von Thegûn vs. Horastreu Neetha 3-14
Hylaïler Hammerhaie vs. Raben Gebein 8-5
Müdes Geschlägel zum Auftakt, in dem der haushohe Favorit aus Neetha gegen die Thegûn nach einer 10-Punkte-Führung nur noch das Nötigste tat. Immanexperten waren sich aufgrunddessen nach dem Spiel uneinig über das Potenzial beider Auswahlen, war doch im Vorfeld des Turniers allgemein davon ausgegangen worden, dass beide Städte selten so starke Immanauswahlen wie in diesem Jahr aufgestellt hatten.

Wesentlich mehr Spannung bot an diesem Tag die Nachmittagspartie zwischen den beiden Schwarzhemden der Hylaïler Hammerhaie und der Raben Gebein, bei der erstere dank zwei Dreiern vor der Pause die Nase vorn behielten. Durch diesen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten um Platz Drei (hinter Gastgeber Drôl und dem scheinbar übermächtigen Neetha) verschaffte sich die Mannschaft von den Zyklopeninseln eine gute Ausgangslage für den weiteren Verlauf des Turniers.
2. Runde:

Disteln von Thegûn vs. Drôlvipern 14-13
Horastreu Neetha vs. Hylaïler Hammerhaie 15-6
Unbeeindruckt von der Niederlage des Vortags boten die Disteln den favorisierten Gastgebern ein Spiel auf Augenhöhe. Überrascht von der Spielstärke der Weissen vermochten die Vipern ihr Kombinationsspiel nie aufzuziehen und liefen das ganze Spiel über einer Führung der der Disteln hinterher. Mit dieser unerwarteten Auftaktniederlage war der Gastgeber damit bereits vor dem Favoritentreffen gegen Neetha in Zugzwang geraten.

Nach dem überzeugenden Startsieg meisterten die Horastreuen auch die zweite Herausforderung, wobei die ultradefensiv stehenden Zyklopäer ein weit hartnäckigerer Gegner darstellten als die Fünfzehn aus Thegûn am Tag zuvor. Lange gestalteten die Hammerhaie durch hartes Einsteigen das Spiel ausgeglichen, erst als in der zweiten Halbzeit kurz nacheinander ihre Torsteherin und ihr Kapitän vom Feld gestellt wurden mussten sie sich der Übermacht der Blauen geschlagen geben.
3. Runde:

Disteln von Thegûn vs. Raben Gebein 13-0
Drôlvipern vs. Horastreu Neetha 18-20
Als Geheimfavoriten gehandelt, nach zwei Spielen bereits aus der Entscheidung gefallen. Was die Raben im Nachbarschaftsduell gegen die Disteln boten war Imman zum abgewöhnen. Die Neulinge aus der Grafenstadt dagegen zeigten den Zuschauern einige schöne Spielzüge und sahen sich mit diesem Sieg unversehents auf dem zweiten Zwischenrang wieder.

Das Favoritentreffen der Gruppe Süd hielt was es versprach. Beide Mannschaften spielten frisch nach vorne und verzückten die Zuschauer mit gewagten Kombinationen, von denen allerdings Drôlerseits auch die ein oder andere misslang. So kam es wie es kommen musste, gegen eine Mannschaft wie ein Neetha in dieser Form ist jeder Fehler der entscheidende Fehler zuviel. Während sich die Vipern nach dem Spiel die Köpfe ob ihrer eigenen Fehler zerbrachen, feierten die Horastreuen mit ihren angereisten Anhängern den Turniersieg bereits nach dem dritten Spieltag.
4. Runde:

Disteln von Thegûn vs. Hylaïler Hammerhaie 13-0
Raben Gebein vs. Drôlvipern 16-10
Nachdem der Turniersieg Neethas bereits am Vortag besiegelt war, ging es in der Partie zwischen Thegûn und Rethis um die Vorentscheidung im Kampf um Rang Zwei. Ungeachtet der Bedeutung des Spiel spielte allerdings nur eine Mannschaft Imman, denn was die Zyklopäer ihren Anhängern und allen anderen Zuschauern boten war mehr als diskussionswürdig. Ohne gesperrten Kapitän und Stamm-Torsteher irrten die Schwarzen mehr wie ein aufgescheuchter Makrelenschwarm denn wie Haie übers Spielfeld und waren kein ebenbürtiger Gegner für die Disteln. Mit den ersten Punkten für die Weissen war das Spiel denn auch bald entschieden, alle weiteren Tore Thegûns erwiesen sich als Zugabe. Überraschenderweise folgt damit Thegûn Neetha an die Endrunde, während es in den ausstehenden Partien für die allesamt enttäuschenden Drôl, Hylaïlos und Gebein nur noch um die Ehre geht.

Oder doch nicht nur? Es schien fast, als ob erst jetzt in Drôl bekannt wurde, dass der Drittplatzierte der Gruppe Süd in der Endrunden-Hoffnungsrunde starten durfte. Entsprechend beflügelt präsentierten sich die bereits abgeschriebenen Raben und nutzten ihre Chancen gegen pomadige Drôlvipern, deren Heimvorteil wohl scheinbar eher einer Belastung entspricht. Durch beschwingtes Spiel holte Gebein seinen ersten Sieg und erhielt sich eine winzige Chance auf den Platz in der Hoffnungsrunde (ein Sieg gegen Neetha musste her), während die desolaten Gastgeber sieglos auf den letzten Rang abrutschten und paradoxerweise trotzdem immer noch eine Chance auf die Endrunde besassen.
5. Runde:

Horastreu Neetha vs. Raben Gebein 23-1
Hylaïler Hammerhaie vs. Drôlvipern 5-12
Eine Überraschung hätten die Raben benötigt. Sie blieb nicht nur aus, sondern das pure Gegenteil geschah: Eine wahre Demütigung durch ein Horastreu Neetha, das in dieser Stärke und Form als erster Anwärter auf den Meistertitel gilt. Bereits kurz nach Spielbeginn zogen die Favoriten punktemässig ihren völlig überforderten Herausforderern davon. Bei einem Halbzeitstand von 13:1 war das Spiel längst entschieden, doch die Blauen spielten in der zweiten Halbzeit weiter als ob es nur 3:1 stehen würde. Als der Schiedsrichter zur Erleichterung der bedauernswerten Raben das Spiel beendete zeigte die Anzeigetafel das Ergebnis 1:23 an, ein Klares Zeichen aus Neetha in Richtung Kuslik, Vinsalt und Belhanka.

Nun, da es um alles oder nichts ging mussten die Hammerhaie zeigen, das sie auch Punkte erzielen konnten wenn es darauf ankommt. Auch die Vipern hatten zu guter Letzt erkannt, dass für sie immer noch etwas drinlag. Entsprechend ging es knüppelhart zur Sache, die Feldgarde musste Mal um Mal die erhitzten Gemüter beruhigen und zwei Schlägereien und mehrere Sperren und Verletzungen lichteten die Reihen beider Mannschaften bereits in der ersten Halbzeit. Auch in der zweiten Halbzeit blieb das Spiel ein zähes Ringen, doch beide Mannschaften versuchten jetzt die Entscheidung mit spielerischen Mitteln zu erzwingen. Hierbei erwiesen sich die Gastgebern ihren Konkurrenten von den Inseln als deutlich überlegen und gewannen letztendlich verdient, aber um einige Punkte zu hoch.
Tabelle:
1. Horastreu Neetha 4-0 72-28 (+44)
2. Disteln von Thegûn 3-1 39-27 (+12)
3. Drôlvipern 1-3 53-55 (-2)
4. Hylaïler Hammerhaie 1-3 19-41 (-22)
5. Raben Gebein 1-3 22-54 (-32)





Hoffnungsrunde

Halbfinals:

Dreizack Ruthor vs. Methumiser Nattern 27-29
Siegreich Silas vs. Drôlvipern 8-5


Finale:

Methumiser Nattern vs. Siegreich Silas 19-22
Mit einem wahren Spektakel startete die Meisterschafts-Endrunde 1043 BF, als im ersten Spiel der Hoffnungsrunde die Auswahlen aus Ruthor und Methumis aufeinandertrafen. Beide suchten ihr Heil in bedingungslosem Angriffs-Imman und bescherten den Zuschauern beste Unterhaltung mit vielen Toren, wobei sich am Ende mit Methumis nicht die unbedingt bessere, aber glücklichere Mannschaft durchsetzte.

Einen gänzlich anders geprägtes Spiel sehen die Kusliker Zuschauer dagegen am Nachmittag: Taktik, Abwarten und Abwägen bis zum Gehtnichtmehr. Sowohl Silas als auch Drôl hatten aus den Fehlern ihrer Qualiturniere gelernt und gingen entsprechend vorsichtig zu Werke. Was dabei jedoch herauskam war ein langweiliges Ballgeschiebe, das vor allem von der Spannung lebte. Siegreich wagte in diesem Duell zweier vorsichtig-offensiver Spielweise etwas mehr und blieb damit am Ende verdientermassen siegreich.

Dass man in Silas auch anders kann zeigte das Endspiel der Hoffnungsrunde. Gut gestaffelt wurden die ungestümen Angriffe der Nattern aufgefangen und die Gelben ein ums andere Mal ausgekontert. Bei einer deutliche 14:2-Führung für die Auswahl aus der Syndokratiestadt wurden nach einer Stunde die Seiten gewechselt, das Spiel schien entschieden. Schien, denn einmal mehr den Erfolg vor Augen begann in den Reihen der Roten das Nervenflattern. Punkt um Punkt holte Methumis auf, währen die Konter Silas' oft fahrlässig vergeben wurden. Mit Hängen und Würgen und einem umstrittenen Strafschlag kurz vor Schluss brachte Siegreich den Sieg aber über die Zeit und stand in der Endrunde.





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