Gishtan re Kust

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Gishtan re Kust
Wappen Ramaúds

Titel Signor ya Ramaúd, Erster Rat der Stadt Shenilo, Vogt zu Zweiflingen , Vierter Hoher Schöffe des Ucuri-Hofs a.D., Erster Rat der Domäne Pertakis a.D.

Wappen/-beschreibung goldener Dreimaster vor purpurnem Grund
Hauptgottheit Horas, Phex
Geburtsjahr 983 BF
Familienstand ledig, keine bekannte Mätresse, eine heimliche Verehrerin
Hauszugehörigkeit/wichtige lebende Verwandte re Kust (nicht anerkannter Zweig der Trabbaccantes)/keine
herausragende Ahnen keine

Lehen Baronie Ramaúd (beansprucht)
Kurzbeschreibung des Gutes ruhige Hafenstadt in den Sümpfen westlich Kusliks
Wohnsitz Stadthaus in Bosparan; Gut Zweiflingen

Beschreibung Gishtan re Kust ist ein drahtiger Mann Anfang 50; er misst exakt 1 Schritt, 3 Spann und 7 Finger Größe. Sein Alter erkennt man jedoch höchstens an den Krähenfüßen in den Augenwinkeln und den Denkerfalten auf der Stirne: Das dunkelblonde, leicht gelockte Haar ist fast ohne graue Strähnen, sein Körperbau noch immer gesund und kräftig wie der eines jungen Mannes. Tägliche Leibesübungen, regelmäßige Fechtstunden, Ausritte und Schwimmen erhalten dies, den gesundheitsschädlichen Immansport hat der Signor nach seiner Wahl zum Ersten Rat indes bereits vor etlichen Jahren aufgegeben.
Um zu den Augen zurückzukehren: Graugrün sind diese, und sie verweilen selten lange an einem Ort. Nicht, dass der Signor von Ramaúd einen unsteten Blick hätte, nein, er ist vielmehr sehr wachsam. Die Angewohnheit des ständigen Suchens nach potentiellen Gefahren stammt von seinen langen Reisen in Diensten des Alten Reiches, auch im relativ sicheren Pertakis hat er sie nie abgelegt. Zum Lesen von Dokumenten muss er inzwischen ein neumodisches Sehglas zu Hilfe nehmen.
"Elegant", diese Eigenschaft billigen auch Neider und Nicht-Horasier dem rechtmäßigen Signor von Ramaúd zu. Er bemüht sich stets, den schwierigen Spagat zwischen repräsentativem, dezentem und praktischem Auftreten zu meistern. Den Nicht-Horasier überrascht er so damit, nicht dem Klischee vom Stutzer zu entsprechen, den kundigen Adligen des Lieblichen Feldes hingegen mit geschmack- & wertvollen Applikationen und Accessoires. Seine Maxime ist dabei jedoch, weder im einen noch im anderen Extrem aufzufallen.
Seine Kleidung variiert verständlicherweise dem Anlass entsprechend, selten aber sieht man ihn ohne einen Gehstock aus Mohagoni mit Silberknauf: Bei ungünstiger Witterung schmerzt seine alte Beinwunde, ein Relikt aus einem Kampf gegen novadische Räuber. Auch hat er eine gewisse Vorliebe für elegante Hüte (ohne Federn) sowie Stiefel aus Schlangenleder.
Das Haar trägt er üblicherweise kinnlang geschnitten, die Naturlocken mit der Brennschere verstärkt, und dann im Nacken zu einem kleinen Zopf geknotet. Die mittlerweile wieder abebbende Mode, eine gepuderte Perücke zu tragen, hat er nie für sich angenommen, ohne dazu gegenüber anderen horasischen Adligen große Worte zu verlieren.

Zugehörigkeit zu politischen Gruppen Seit einigen Jahren ist er Mitglied bei den Harbaliom Bosparani und hat über diese Gruppe Zugang zu den höchsten Adelskreisen erlangt.
Freunde & Verbündete politisch scheinen ihn mehrere einflussreiche Familien des Horasreiches und insbesondere Shenilos zu unterstützen; aufgrund eines gemeinsam bestandenen Abenteuers in der Fremde empfindet Gishtan eine freundschaftlichen Verpflichtung gegenüber Batiste von Calven-Imirandi und Geronya Madalina Menaris; Ogdan Zahin (blinder Rebec-Spieler); seit etlichen Götterläufen besteht eine enge Freundschaft zu der almadanischen Edlen Richeza Aldonaza von Kornhammer-Scheffelstein und da Vanya
Feinde & Konkurrenten ehemals in Fehde mit dem erloschenen Haus Trabbacantes, das ihm den Anspruch auf Ramaúd seit vielen Jahren streitig machte; in Kalman von Schelfing ist indes ein weiterer Anwärter auf die Krone des Herrn von Ramaúd nachgerückt
aventurische Informationen In erster Hinsicht ist re Kust ein treuer Vasall des Lieblichen Feldes und ein loyaler Gefolgsmann des Kaiserhauses in Vinsalt. So verfolgt er natürlich die Interessen des Horasreichs, umso mehr, wenn sie sich mit den seinen decken. Außenpolitisch äußert er selten seine eignen Positionen, bei diesen seltenen Gelegenheiten vertritt er jedoch einen Kurs des friedlichen Ausgleichs mit allen potentiellen Gegnern. Ausnahmen sind das nominell mit dem Lieblichen Feld verbündete Dschungelkönigreich Trahelien, dessen Annexion Gishtan für nicht nur sinnvoll, sondern zwingend erforderlich hält, sowie die Novadisippen der Goldfelsen und Chababiens.
Gegenüber seinen Mitmenschen verhält er sich freundlich, aber immer ein wenig distanziert. Engere Bekanntschaften geht Gishtan nur selten ein. Im Allgemeinen quittiert er Dinge, in denen er anderer Meinung ist, mit einem süffisanten Lächeln, zu offenem Streit lässt er sich nur provozieren, wenn er aus diesem Zusammenstoß einen Vorteil erwarten kann.
Als leidenschaftlicher Glücksspieler kann er es nicht lassen, im Vertrauen auf seinen starken Glauben wieder und wieder Phexens Gnade zu strapazieren. Er hegt eine Abneigung gegen Armut und Elend, Bettler und Tagelöhner. Auch ist er recht knauserig, außer wenn es seinem persönlichen Genuss oder Nutzen dient. Ein Beispiel für persönlichen Genuss ist seine Vorliebe für Cigarillen südländischer Fertigung. Weiterer Zeitvertreib ist ihm das Immanspiel, das er früher selbst aktiv betrieb. Heutzutage sucht er noch immer gerne die Stadien in Shenilo, Pertakis, Kuslik und Vinsalt auf - nicht zuletzt auch, um auf den Ausgang der Spiele zu wetten.

Meisterinformationen Gishtan re Kust ist ein unehelicher Sohn des ehemaligen Signors Kusmaro ya Ramaúd; er fand in jungen Jahren durch reiche Gönner den Zugang zur Akademie der Kriegs- und Lebenskunst zu Vinsalt. Manche meinen, dass der Signor seinen Aufstieg einflussreichen Förderern verdankt, andere, dass er das Lavieren in wechselnden Interessengruppen zur Meisterschaft entwickelt hat.
Mit verschiedenen Begleitern durchreiste er Südaventurien von Drôl bis zu den Waldinseln, von Brabak bis Khunchom. Dabei verfolgte er stets die Interessen des Alten Reiches (neben seinen eigenen, versteht sich), und da er fleißig Berichte über seine Taten an ihm gewogene Adlige schickte, errang er nach und nach einen gewissen Bekanntheitsgrad in diesen Kreisen. Kleineren, diplomatischen Aufträgen folgten größere Gesandtschaften, und schließlich sogar Aufträge der Geheimdiplomatie. Für vielerlei Verdienste wurde er 1013 BF zum Signor ya Ramaúd und damit in den Adelsstand erhoben.
Allein, es folgten die verwickelten Monate und Jahre, die im Blutkonvent von Arivor kulminierten. In dieser Zeit hielt sich der frisch ernannte Signor in Trahelien auf. Bei seiner Rückkehr musste er feststellen, dass es in Ramaúd einen neuen Signor gab: Ein gewisser Malvolio Trabbacantes, ein Galahanist, war irrtümlich in das Amt eingesetzt worden. Als Gishtan in Ramaúd erschien, um sein rechtmäßiges Lehen zurückzufordern, jagten ihn die Gardisten Trabbaccantes' davon. In der Domäne Pertakis fand er eine - wie er dachte - vorübergehende Bleibe.
Doch während der Horas-Hof den strittigen Fall behandelte, gingen die Jahre ins Land. Um seinen Lebensstandard zu halten, war der Signor gezwungen, sich als regelmäßiger Schreiber für das Sheniloer Hesindeblatt zu verpflichten. Diese Tätigkeit machte ihn indes so bekannt in der Domäne Pertakis, dass er schon bald in den Stadtrat von Shenilo gewählt wurde und schließlich das Amt des Ersten Rats der Domäne bekleidete.
Zwischenzeitlich hatte der Ucurihof ein Urteil gefällt: Malvolio Trabbacantes behielt das Lehen, Gishtan re Kust seinen Titel. Doch das ist dem ehrgeizigen Signor nicht genug: Nachdem Trabbacantes während des Thronfolgekriegs als Galahanist aus dem Amt getrieben wurde (und letztlich ums Leben kam), hat Gishtan begonnen, Kontakte im horasischen Adel zu knüpfen, um Unterstützer für eine Wiederaufnahme der "Sache Ramaúd" zu gewinnen. Mit ihren Mitteln unterstützen ihn bereits mehrere Patrizierfamilien, doch geht das Gerücht, dass man auch an einflussreicherer Stelle dem Signor wohlgesonnen sei.

Stärken erfahrener Diplomat und Menschenkenner, geübter Fechter in Wort und Stahl, weitreichende Kontakte
Schwächen Sparsamkeit, Tabak, fehlende Hausmacht
Besonderheiten Seine Wohlgeboren ist der typische Phex-Gläubige: In letzter Konsequenz stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht, jedoch hütet er sich davor, seine Karten offen zu legen. Üblicherweise sagt er niemandem offen seine eigene Meinung, schon gar nicht Personen mit mehr Macht, da er sich keine Feinde machen will. Eventuelle Widersacher kann man gegebenenfalls auch durch eine Intrige kaltstellen.

Kurzcharakteristik kluger Kenner der politischen Strukturen des Horasreichs, meisterlicher Redner und Schreiber, kompetenter Spieler
herausragende Eigenschaften KL 15, CH 15
herausragende Talente Drucker, Etikette, Fechtwaffen, Menschenkenntnis, Schauspielerei, Schriftlicher Ausdruck, Staatskunst, Überzeugen

Beziehungen ansehnlich im horasischen Adel (in jüngster Zeit soll er als Geheimdiplomat im Auftrage eines hochrangigen, horasischen Fürsten auf Reisen gewesen sein)
Finanzkraft gering (Aufwandsentschädigung für Ratstätigkeit sowie Einkünfte aus einem Gutshof)

Persönliche Werkzeuge