Geschichte Urbasis: Die ersten Signori

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Nach dem Unabhängigkeitskrieg fällt die Stadt Urbasi unter König Khadan Firdayon an das Haus d'Auspizzi, bevor sie sich nach der Tyrannei Nandurio d'Auspizzis als 'Civitas integritas' von dessen Herrschaft lossagt.

Zeitleiste 753-810 BF

Die ersten Signori (753-810 BF)

Nach dem Ende des Unabhängigkeitskriegs war der neue König Khadan am oberen Sikram bemüht, seine Macht gegen die übergangenen Marvinko auszubauen und vertraute die neugegründete Signorie Urbasi ebenso wie die neue Baronie Sibur loyalen Gefolgsleuten an. Gerade Urbasi sollte schnell zu einer mächtigen Grenzfeste seines Einflussbereiches werden, denn jenseits der Argenna lagen die Ländereien des zum heimlichen Wortführer der Marvinko aufgestiegenen Condottiere Casciano von Cindano. Der Gransignore war bis zu seinem Tod der erbittertste Widersacher des Königs und mutmaßlicher Drahtzieher einiger Attentate auf dessen Leben.

Der Ausbau Urbasis zur Bastion gegen die Marvinko wurde auch vom nächsten Gransignore Urbets hintertrieben, denn Rahjadan unterstützte insgeheim Bestrebungen der Urbasier zur Erringung größerer Freiheiten. Zeigten sich die ersten beiden Signori Urbasis, Bosper und Aureliana, jedoch noch geschickt genug, ihre Herrschaft mit Intelligenz und Charisma zu festigen, sollte erst die tyrannische Ägide Nandurios den Bestrebungen der Marvinko einen fruchtbaren Boden bereiten.

Bosper d'Auspizzi

Bedeutung erhielt nach dem Unabhängigkeitskrieg aber auch die Aufteilung des Königreichs in mehrere Provinzen: Lag Urbasi bislang inmitten der marvinkischen Grafenlande, verlief nun im Sikram eine neue Provinzgrenze. So hatte die Stadt durch die neue Ordnung auf der einen Seite ihren Status als einzige Prägestätte der Silbertaler des Lieblichen Feldes verloren, konnte andererseits durch die Etablierung als Prägestätte gleich zweier (gegeneinander ausspielbarer) Provinzen ihre Eigenständigkeit jedoch langsam wieder ausbauen.

Ebenfalls noch in diese Zeit fällt die Einwanderung ganzer Sippen von Brillantzwergen ins Sikramtal, vornehmlich nach Silas, aber auch nach Urbasi und bis in die Goldfelsen. Die Beilunker Zwerge brachten dabei neben den berühmten Beilunker Zwergenponys auch die sogenannten 'Zwergpferde' mit: Esel der Rasse Schwarzer Thaluser, die bis dahin vornehmlich im Tulamidenland und eben bei den Zwergen gezüchtet wurden, nun aber auch die Zuchten in der Urbasiglia bereicherten und diese bald zu den bedeutendsten des Lieblichen Feldes machten.

Bosper d'Auspizzi (753-767 BF)

Der erste war einer der engsten Vertrauten und Waffengefährte Khadans im Unabhängigkeitskrieg sowie bereits zuvor mit dessen Base Yanis Firdayon verheiratet. Dem König, den er als wahres 'Geschenk des Schicksals' betrachtete, diente er auch später als faktischer Statthalter in Urbasi überaus loyal. Mit beeindruckender Selbstverständlichkeit behauptete der Sohn eines schon zu dieser Zeit uralten Hauses dabei das Feld gegen die mächtigen und aufstrebenden ersten zwei Landherren Urbets, Casciano und Rahjadan.

Nandurio d'Auspizzi

Aureliana d'Auspizzi (767-786 BF)

Die Tochter Bospers setzte das Wirken ihres Vaters umbruchslos fort, demonstrierte gegenüber der Stadt Urbasi gerne ihre Großzügigkeit (ohne sich die Zügel dabei aus der Hand nehmen zu lassen) und wird bis heute als Ahnfrau aller wichtigen Auspizzi-Zweige verehrt. Ihrem Widersacher Rahjadan von Urbet soll sie in einer unergründlichen Hassliebe verbunden gewesen sein und sich ansonsten nur gegenüber ihrem Erben Nandurio zu häufig nachgiebig gezeigt haben.

Nandurio d'Auspizzi (786-810 BF)

Den Intrigen Gransignore Rahjadans zeigte sich erst Nandurio als dritter Signore Urbasis nicht gewachsen. Bis zum Tod des mächtigen Nachbarn 793 BF war er dessen Politik stets unterlegen und entwickelte daher ein tiefes grundsätzliches Misstrauen gegen jeden, den er für fähig genug hielt, ihm seine Stellung streitig zu machen. Seinen gerade erst neunzehn Jahre alt gewordenen Sohn Khadan vergiftete er 807 selbst, versuchte dann mit seiner früh ihrer Mutter beraubten Nichte Rahjaela neue Erben zu zeugen und stellte nach deren Selbstmord ihrer jüngeren Schwester Alvinia nach. Als sich die Stadt Urbasi im Vorfeld des liebfeldischen Bürgerkriegs auf die Seite Königin Kusmaras stellte, wurde er seines Lehens dennoch verlustig und fernab Urbasis 813 schließlich von seinem Neffen Piro erschlagen.


Bild:Stadt Urbasi klein.png Die Geschichte Urbasis Bild:Stadt Urbasi klein.png
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