Geschichte Urbasis: Die Urbasische Fehde

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Auf die Herrschaft Marschall Piros folgten in Urbasi zwei Signori, deren Geschick wesentlich von der sogenannten Urbasischen Fehde geprägt wurde. Der erste fiel ihr zum Opfer, die zweite leitete aus dieser Erfahrung eine neue Politik der Konsolidierung für Haus ab.

Zeitleiste 968-1028 BF

Die Urbasische Fehde (851-933 BF)

Die Macht des Hauses Auspizzi unter dem Marschall Piro erlosch nach seinem Tod schnell: Sein Nachfolger konnte sich seines Erbes nie als würdig erweisen und wurde als Opfer der Urbasischen Fehde weitaus berühmter als durch irgendwelche eigenen Leistungen.

Die Urbasische Fehde entbrannte 866 BF zwischen der mächtigen Gransignora Rahjada von Urbet und dem an seiner Tochter Amene statt das Königreich regierenden Prinzgemahl Salman von Radoleth. Die Stadt Urbasi wurde zwischen den Stammländereien beider Widersacher, der Domäne Urbet und der Baronie Sibur, mehrfach zum Schauplatz blutiger Intrigen, erbitterter Eroberungsfeldzüge und Plünderungen. 876 fiel dem Machtkampf eher zufällig auch der schwache Signore Roban zum Opfer. Nach der Eroberung Siburs 877 wurde dies der Gransignora Rahjada zum Verhängnis, als sie von königlichen Agenten entführt, des Adligenmords bezichtigt, verurteilt und schließlich hingerichtet wurde.

Das Schicksal Urbasis schien sich dadurch indes nur vorübergehend gebessert zu haben, denn die neue Signora Caldia folgte ihrem ermordeten Vater noch jünger nach, als er selbst es beim Antritt seiner Herrschaft gewesen war. Diese Einschätzung sollte sich aber nicht bewahrheiten. Tatsächlich herrschte sie 57 Jahre lang sehr geschickt und war stets um einen Ausgleich mit ihren Nachbarn bedacht. Ihre Erfahrung gereichte ihr dabei im Verlauf ihrer Herrschaft immer mehr zum Vorteil.

Roban d'Auspizzi (851-876 BF)

Nach dem Tod des Marschalls Piro folgte ihm sein erst 18-jähriger Sohn Roban nach, dessen Herrschaft jedoch von Anfang an unter einem unglücklichen Stern gestanden zu haben schien. Weitgehend auf sich allein gestellt (die Ratschläge seiner verrückten Mutter waren alles Andere als hilfreich), vermochte er es nie, der Stärke seines Vaters gerecht zu werden und wurde so vor allem aufgrund seiner Rolle in der Urbasischen Fehde berühmt.

Caldia d'Auspizzi (876-933 BF)

Als die gerade einmal 17-jährige Caldia ihrem in der Urbasischen Fehde zu Tode gekommenen Vater nachfolgte, fürchteten die Urbasier bereits, unter der jungen Signora möge sich die Geschichte des Vorgängers wiederholen. Trotz auch in den Folgejahren mehrfach an- und abschwellenden Adelsfehden im Umland, vermochte sie ihre Position jedoch zu behaupten und mit wachsender Erfahrung schließlich sogar wieder auszubauen.

Dennoch wird ihr bis heute vorgeworfen, sich nicht genug um die Stadt selbst gesorgt zu haben. Caldia war eine getreue Gefolgsfrau der Firdayon und begnügte sich damit, Urbasi als Grenzbastion zu halten, während sie ihre Kinder und Enkel in der Mark Aldyra verheiratete und in Vinsalt Residenz nahm. Auch das Silber der Minen im Argennatal wurde unter ihr zumeist diensteifrig nach Arivor und Methumis weitergegeben oder in die Königsstadt geholt.

Da sie ihre eigenen Kinder überlebte, folgte Caldia ihr Enkel Sumudan nach.


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