Fürst
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Ein Fürst ist im Horasreich ein hochrangiger Provinzherrscher, der im Ansehen nur noch unter dem Monarchen selbst steht. Anders als im Mittelreich ist er sogar eher über dem Herzog, zumindest aber auf gleicher Stufe mit diesem anzusiedeln. Fürsten aus königlichem Hause werden bisweilen auch als Großfürsten bezeichnet. Die Provinz eines Fürsten ist das Fürstentum (bzw. das Großfürstentum).
Die Fürsten von Kuslik und Vinsalt
»Eine Sonderstellung unter den Provinzherren nahmen stets die Fürsten zu Kuslik ein, deren Krone vier übergroße Goldkugeln schmücken, die auf einem Hermelinhut ruhen, der selbst wiederum von einem roten Filzhut geziert wird. Der Hermelinhut soll die alte königliche Abstammung des Hauses Galahan symbolisieren, während die großen Goldkugeln den weit über das Fürstentum hinausgehenden Landbesitz des alten Hauses darstellen, auf dem die Kusliker Fürsten ihre Macht begründeten. Auffällig ist, dass die Krone keine Perlenhäufchen aufweist. Die Verwaltungshoheit hatten sich die Kaiser in Gareth stets vorbehalten und auch im Kusliker Frieden zwischen Graf Khadan und Kaiser Eslam IV. wurden dieses nicht abgeändert.
Die Fürsten beanspruchten die Anrede Königliche Durchlaucht, um ihren alten Herrschaftsanspruch auch nach Außen zu dokumentieren. Dies führte zwar immer zu Unstimmigkeiten mit dem Hause Firdayon, hatte sich aber doch im Laufe von Jahrhunderten eingebürgert. Ob die Krone in der Obhut Prinz Romins, oder zusammen mit Fürstin Kusmina auf Burg Naumstein im Tikalschen liegt, ist unbekannt.«
Erläuterungen des Gerilian von Torrem zum Bomed, der Adelsrolle des Lieblichen Feldes, abgedruckt im Bosparanischen Blatt, Ausgabe 18.
Der Fürstentitel wurde nach der Unabhängigkeit des Lieblichen Feldes eingeführt, um die unliebsamen Galahans in Kuslik von den neuen Herzögen Grangors und Methumis' abzusetzen. Was zunächst wie eine Herabstufung anmutete, entwickelte sich - vor allem durch das Betreiben der Fürsten selbst - bald zu einer Auszeichnung, denn an tatsächlicher Macht kam niemand außer den Königen ihnen gleich. Dass diese in Personalunion auch Großfürsten von Vinsalt waren (einer nur auf dem Papier bedeutenden Provinz), trug dazu sogar noch bei.
Als sich Kusmara Galahan 813 BF im Kampf um die Königswürde durchsetzte und Alborn Firdayon zur Abdankung zwang, nahm dieser als Fürst von Vinsalt dieselbe Rolle des Oppositionsführers im Reich ein, die zuvor die Kusliker Fürsten innehatten. Nach dem Tod Kusmaras und der Rückkehr Alborns auf den Thron kehrten sich diese Verhältnisse wieder um.
Das Großfürstentum Vinsalt wurde als formelle Provinz erst von Königin Amene III. abgeschafft. Bereits nach ihrem Tod und dem anschließenden Thronfolgekrieg entstand es unter dem heutigen Fürsten Ralman von Firdayon-Bethana jedoch wieder neu. Das Fürstentum Kuslik wurde infolge des Blutkonvents aufgelöst, auch wenn Prinz Romin Galahan nach wie vor Anspruch darauf erhebt.
Weitere Fürsten
Gerade der jüngste Thronfolgekrieg hat eine Schwemme neuer Machthaber, Territorien und Ansprüche hervorgebracht. Das Fürstentum Urbasi umfasste 1029 BF große Ländereien am Sikram und wurde von den Königinnen Aldare und Salkya anerkannt - überlebte den Erbkonflikt aber nicht. Die Fürstliche Gemeinde Urbasi sieht sich jedoch als Nachfolgerin desselben. Timor Firdayon ernannte seine Condottiera Alrigia ya Costermana im Tsa 1029 BF zur Fürstin von Drôl und löste damit faktisch das vorherige Königreich Drôl auf.
Im übertragenen Sinne werden zudem alle höheren Adligen des Reiches als "Fürsten" bezeichnet - und haben demgemäß das Recht, auf der Fürstenbank des Kronkonvents zu sitzen.

