Erzherzogtum Horasia
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Das Erzherzogtum Horasia war eine infolge des Blutkonvents 1019 BF gegründete Provinz des Königreiches Yaquiria, die von Amene-Horas aus dem alten Fürstentum Kuslik, der Grafschaft Yaquiria und der königlichen Baronie Vinsalt geschaffen wurde. Sie belehnte damit ihren Vetter Hakaan von Firdayon-Bethana, wodurch die Provinz zu einem Erzherzogtum wurde.
1030 BF ging das Erzherzogtum im Zuge der Neuordnung des Reiches nach dem Thronfolgekrieg im Fürstentum Vinsalt auf. Ralman von Firdayon-Bethana wurde zum Fürst dieser Provinz erhoben. Die früheren galahanistischen Ländereien um Kuslik wurden zum Großfürstentum Kuslik, unter der Herrschaft des Horas' zusammengefasst. Die ehemalige Grafschaft Yaquirien wurde als Grafschaft Bethana unter Hesindiane Aralzin zum eigenständigen Territorium.
Seit urdenklichen Zeiten ist das Land zwischen dem Yaquir und dem Meer besiedelt - und seine drei Städte Bethana, Bosparan, heute Vinsalt und Kuslik wurden der Überlieferung nach vom Heiligen Horas persönlich gegründet. Und so kann man das Erzherzogtum auch ohne Hochmut als das Kernland des Alten wie auch des Horasreichs bezeichnen.
Praktisch seit Jahrtausenden leisten sich hier die höfischen Würdenträger ihre Landsitze - ganz gleich, ob es der Kaisersitz in Bosparan, der Herzogshof in Kuslik oder der Königspalast in Vinsalt ist, dessen Nähe sie suchen.
Die meisten Yaquirier leben daher auch auf großen Gütern im Besitz der Hofadligen und finanzieren deren Intrigen und Amouren mit ihrer Arbeit auf den Weinbergen, Äckern und Fischgründen. Frondörfer und Zinsbauernhöfe liegen dicht beieinander und, im großen und ganzen gesehen, haben die Landleute trotz der hohen Abgaben mehr als nur ein erträgliches Auskommen, sind doch mehrere Ernten im Jahr keine Seltenheit. Da mag es kaum verwundern, dass sie einen beträchtlichen Stolz auf ihre Heimat besitzen, der vielleicht nur noch bei den Bauern der Garether Kaisermark zu finden ist.
Der Horaskult ist hier besonders fest verwurzelt, liegt doch mit der Stadt Horasia das kulturelle Zentrum des Glaubens im Erzherzogtum, und ebenso kann man hier Bauern treffen, die zur Göttin Hesinde beten. Wenn die Einheimischen eines vom Efferd-Kult in Bethana gelernt haben, dann ist es dies: Keine Laune zu unterdrücken und jedes Gefühl zu zeigen, so wie auch Sturm und ruhige See sich unvorhersehbar abwechseln - auch erleben sie fast täglich wie sehr ihre Lebensweise von den Launen der Höhergestellten abhängig ist.
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