Erzherrschaft Arivor
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| Die Erzherrschaft Arivor für den eiligen Leser | ||||||||||||||||||||||
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Die Erzherrschaft Arivor entstand nach dem Unabhängigkeitskrieg im Jahre 752 BF. Aus der Ordensmark Arivor, der Firdayon-Baronie Aldyra, der Baronie Terubis und den Domänen Urbet und Pertakis - später getauscht gegen Clameth - wurde die Ordendomäne Arivor in den Rang einer Erzherrschaft erhoben, die faktisch unabhängig war, auch wenn sie unter dem nur auf dem Papier existierenden Großfürstentum Vinsalt stand. Diese Unterordnung wurde im Jahre 1022 BF aufgehoben und nun ist die Erzherrschaft faktisch eine eigenständige Provinz. Einer Grafschaft gleichgestellt, doch traditionell unter der weltlichen Hoheit der Rondra-Kirche, ist das Land, das sich rund um die Stadt Arivor zwischen Yaquir, Sikram und dem Meer der sieben Winde erstreckt. Die Erzherrschaft regiert der Erzherrscher von Arivor.
Niemand lebt stärker nach den Ritualen und Gebräuchen der Ahnen als die Arivorer, und die alten Familienburgen, Landsitze und Güter legen Zeugnis ab von diesem Traditionsbewusstsein. Hier ist das Leben adelsstolz und prunkvoll und die alte rondrianische Tradition des militärisch-schlichten mag im fernen, armen Weiden ihren Platz haben - hier zeigt man, was Wehrhaftigkeit und Macht bedeuten: "Wenn der Adel baut, wird immer gleich eine Zitadelle d'raus", wie ein Sprichwort behauptet. Dabei ist das Auftreten der Arivorer eher freundlich und verbindlich zu nennen. Dem Fremden, sofern er auf ihrem gesellschaftlichen Niveau steht, begegnen sie jedoch mit leichter Herablassung, ohne dabei arrogant zu wirken. Jedenfalls nicht viel arroganter als alle Liebfelder von Stand.
Die Landschaft ist ein kontrastreiches, aber malerisches Durcheinander von kargen Heideflächen und trockenen Hügelzügen inmitten von weiten Feldern, fruchtbaren Weinbergen und blühenden Ölbaumhainen. Doch das Los der einfachen Bauern ist nur bedauernswert zu nennen. Wie im fernen Bornland haben sich hier adlige Ritterorden und Priesterkaisertum überlagert und vermischt und so eine Weltsicht geschaffen in der der nichtadlige Landmann nicht viel mehr gilt als das Vieh in seinem Stall. Der Stand eines Menschen bedeutet in Arivor viel, fast alles, und die Landleute auf den großen Fronhöfen, eigentliche Dörfer gibt es hier kaum, sind zum größten Teil grundhörig und zu hohem Zins verpflichtet, der ihnen nur wenig zum Leben lässt.
Gelegentlich fühlen sich die Bauern eines Gutes von den Worten eines wandernden Tsa-Geweihten, denn die Junge Göttin gilt ihnen sehr viel, zum Umsturz herausgefordert, dem Amtmänner, Vögte oder gar Ritter und Geweihte zum Opfer fallen und der dann für einige Tage, Wochen oder gar Monde die betroffene Domäne in Unruhe versetzt, bis unter den Reitstiefeln der Ordenskrieger wieder Ruhe einkehrt - trügerische Ruhe.
Kaum ein Arivorer Stadtbürger oder Adliger geht ohne Waffen aus dem Haus und so mancher streitlustige Fremde hat den bitteren Fehler gemacht, die kostbar mit Edelsteinen besetzten, schmalen Klingen der Arivorer Dolche und Rapiere als "Spielzeug" und "Geckenwaffen" abzutun. Die Arivorer stellen seit eh und je etliche der besten Soldaten und vor allem Offiziere des Reiches.
Siehe auch
- Mythrael (Schiff) (schwimmendes Gefängnis)
Quellen
- Das Reich des Horas
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