Efferdische Handelscompagnie
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Die Efferdische Handelscompagnie (EH) ist der Zusammenschluss der reichen, mächtigen und einflussreichen Händler der Belhankanischen Republik Efferdas. Namentlich die Familien Changbari, Gerber, Kanbassa, di Punta, Raloff und Vinarii. Der Zusammenschluss betrifft die Betätigungsfelder der Handelshäuser, die nicht Kerngeschäft sind. Damit werden vor allem die Teilhaberschaften an methumischen Tabakplantagen gebündelt, gemeinschaftlich verwaltet und veräußert. Mit der EH wurde eine wirtschaftliche Größe geschaffen, die im weiten Umfeld Ihresgleichen sucht.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Efferdas im vornehmen Händlerviertel Quarto Novo. Dort steht sowohl das Verwaltungsgebäude der Efferdischen Handelscompagnie, als auch ihr Kontorgebäude. Sie zählt zu den einflussreichsten Mächtegruppen der Stadt.
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Historie
Bereits vor vielen Jahrzehnten wurden Stimmen unter den efferdischen Händlern laut, die in verschiedenen Geschäftsbereichen eine zu große Konkurrenz beklagten. Vor allem in der Veräußerung von methumischen Tabak kam es immer wieder zum Unterbieten des Kontrahenten, was die Plantagenbesitzer schmerzlich an sinkenden Absatzpreisen zu spüren bekamen. Somit mussten viele Plantagen aufgegeben werden oder gingen zum Teil sogar in den Besitz einzelner Kaufherren über. Einen Höhepunkt der Auseinandersetzungen zeigte sich im Jahre 1012 BF, als es unter der Arbeiterschaft zu Handgreiflichkeiten kam und einige Plantagen in Flammen aufgingen. Hiernach reagierte die Phex-Kirche und holte durch geschicktes Taktieren alle Konkurrenten an einen Verhandlungstisch.
In den folgenden Monden konnten wichtige Teilziele erreicht werden, obgleich Eingeständnisse gemacht werden mussten. Auch wenn seitdem Ruhe eingekehrt ist, konnte die Allianz zunächst nicht festgeschrieben werden. Erst im Jahre 1019 BF fand ein finales Treffen der Plantagenbesitzer, Pächter und Handelsherren statt. In einer langen Nacht am 3. Phex konnte eine Vereinbarung verabschiedet werden, mit der sich alle Beteiligten einverstanden erklärten und aus der schließlich die Efferdische Handelscompagnie hervorgegangen ist. Weitere sechs Monde dauerte es, bis das Konzept zur EH vertragtauglich war.
Am 12. Efferd 1020 BF wurde mit historischen Feierlichkeiten die „Große Efferdische Handelsurkunde“ von den Beteiligten und der Baronin von Efferdas unterzeichnet. An diesem Tage wurde die „Efferdische Handelscompagnie und Tabak Consortium“ gegründet. Von nun an waren klare Richtlinien für den Anbau, das Ernten und den Vertrieb des methumischen Tabaks aufgestellt worden. Die einzelnen Bemühungen wurden unter dem Dach der EH gebündelt.
Damit ist ein wahres „Schwergewicht“ im Tabakhandel entstanden, welches Preise stark beeinflussen kann und die Kontrolle über einen sehr großen Teil der Tabakproduktion hat. Selbstverständlich existieren neben der EH viele weitere Händler, Plantagenbesitzer und Landesherren, die mit Tabak Handel treiben. Diese jedoch müssen sich mit der EH als Großhändler arrangieren, was teilweise zu Neid bis hin zu blankem Hass führt.
Weitere Entwicklung
Der Name der Compagnie verwusch sich zunehmend, bis im Jahre 1025 zum fünften Jahrestag der Zusatz „und Tabak Consortium“ offiziell gestrichen wurde. Aber nicht nur die Faulheit beim Aussprechen des Namens führte zum Wegfall des Zusatzes. Vielmehr entwickelte sich die EH weiter.
Neben der Bündelung des Tabakgeschäftes verständigten sich die Mitglieder auf die Hinzunahme von Teilgeschäften ihrer Handelshäuser. Nebengeschäfte, wie Transport oder Holzhandel um nur einige zu nennen, wurden in die EH überführt. Somit konnten Kosten gespart und die Preise besser konzipiert werden. Infrastrukturen wie Lagerhäuser, Fuhrwerke, Schiffe und Arbeiter konnten demnach gemeinsam genutzt werden.
Anteile und Interna
Nicht jeder Miteigner der EH hat einen gleich großen Anteil. Jeder hat zu Beginn eine Einlage getätigt, die aus Barmitteln (Dukaten, Anteilen), aus Immobilien (Plantagen, Häuser) aber auch aus Rechten und Verbindungen (bestehende Geschäftskontakte) bestehen kann. Entsprechend der einmaligen und laufenden Einlagen berechnet sich der Anteil des Einzelnen, der sich auch in der Ausschüttung der Gewinne widerspiegelt.
Die führenden Aufgaben und die entsprechenden Ämter in der EH werden im Rahmen einer Wahl verteilt. Dies gewährleistet, dass an den entsprechenden Positionen das geeignetste Mitglied steht. Vetternwirtschaft oder eigensüchtige Motive sind in der EH fremd. Denn nur wenn die Geschäfte gut laufen, steigt auch der Gewinn. Fehlbesetzungen in Amt und Würde bleiben daher die unwahrscheinliche Ausnahme.
Sitz der EH
Die Geschicke der Handelscompagnie werden in dem zentralem Prachtbau im Stil eines renascentialen Palazzos im Zentrum des Quarto Novo gelenkt. Das dreistöckige und in drei Teile untergliederte Gebäude beherbergt das riesige Kontor, die Verwaltung der EH und die große Börse, in der Geldgeschäfte und Warenhandel stattfinden. Im Herzen des Quarto Novo, in der EH, finden jeden Tag Geschäfte statt und Vertreter aus der nahen und weiten Umgebung werden empfangen. Auch hohe Vertreter von Adelshöfen und Gesandte geben sich hier ein Stelldichein.
„Die EH schläft nie“, bestätigen die Anwohner. Besonders viel Gedränge herrscht in den Fluren, Hallen und Sälen der EH, wenn Markt auf dem Quarto Novo ist. Dann arbeiten die fleißigen Kontoristen und Schreiber bis spät in die Nacht.
Volkes Stimme
„Ja, die kenn ich. Ist doch am Quarto Novo. Ich glaub die handeln mit ganz Aventurien.“ – Haldena, Bäckerin aus St. Parvenus
„Gesegnet seien die Schiffe der Efferdischen Handelscompagnie. Auf dass sie ferne Gefilde erreichen und all die guten Erzeugnisse unserer Heimat darbieten.“ – Bruder Cassiano, Efferdgeweihter
„Diese Diebe haben mir meinen Lebensunterhalt genommen. Auf einer Plantage im Osten war ich. Habe hart gearbeitet. Und dann musste ich gehen. Werde nicht mehr gebraucht haben sie gesagt. Pah. Jetzt bin ich Lastenträger. Ist auch nicht besser aber die Bezahlung stimmt.“ – Torban, Lastenträger aus dem Hafen

