Drugon Menaris

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Drugon Menaris, der Magokrat von Shenilo

Drugon Menaris (784-823 BF) war während der Pertakischen Landherrenhändel als Magokrat von Shenilo bekannt. Drugon, ein Mann von düsterem Charisma, wurde an der Akademie der Herrschaft zu Elenvina zum Magier ausgebildet. Nach mehreren Jahren an verschiedenen Akademien des Reiches, in denen er weitreichende Kontakte knüpfte, kehrte er in seine Heimat zurück und wurde dort Hofmagier des galahanistischen Gransignors von Pertakis, Arsego Dorén. In dessen Namen war er ab 815 BF als Magokrat von Shenilo faktischer Herr Shenilos und dessen Umland. Gemeinsam mit seiner Mutter Gylduria, die Hohe Lehrmeisterin des St. Brigon-Tempel Shenilo war, stellte er eine Tempelgarde auf. Er sammelte etwa ein halbes Dutzend Magier, die er während seiner Ausbildung und Forschungen kenngelernt hatte, um sich und bildete so die Magokratie Shenilo.

Er fand im Magusbad von Terinis 823 BF gemeinsam mit einigen anderen Magiern seiner Herrschaft sein Ende, als die Gegner Arsego Doréns ihrer habhaft wurden.

Inhaltsverzeichnis

Gerüchte und Legenden

Man sagt, Drugon habe sich der Loyalität unterworfener Gegner - vielleicht gar die seiner (magiebegabten) Helfer? - durch Finger- und Fußnägel versichert, mit denen er in die Lage versetzt wurde, seine Magie auch über größere Entfernungen hinweg zu wirken. Diese Komponenten sammelte er angeblich in einem Schmuckstück und trug sie immer bei sich. Ob es das Medaillon des Magokraten allerdings jemals wirklich gegeben hat ist unsicher. Denn in anderen Geschichten wird auch von einer arkanen Maske gesprochen, die der Magier dann wahlweise hergestellt oder zeitlebens gesucht haben soll, weswegen zu vermuten ist, dass verschiedene Legenden ihren Weg in die Geschichte des Magokraten gefunden haben...
Aufgrund seiner Schwäche, stets sein rotes Beherrschungsgewand zu tragen, wurde Drugon auch als "Roter Mann" bezeichnet. Nach seinem Ende wurden ihm so manche üble Fähigkeit attestiert und bald schon manches Gedicht auf ihn verfasst, um Kinder zu erschrecken, bis schließlich niemand mehr ahnte, welche historische Figur sich hinter dem Roten Mann aus den Schreckenserzählungen und Schauergeschichten versteckte.

Rückkehr

Im Jahr 1036 BF trat für (fast) alle Sheniloer völlig überraschend Kvalor Nacladus Menaris vor die Eteria und beteiligte sich an der dortigen Debatte. Wider alle Erwartungen schien er die Schrecknisse der Schattenlande überlebt zu haben. Er schwieg von den dortigen Ereignissen beharrlich, berichtete jedoch davon, wie er sich im Frühsommer 1035 BF der aus dem darpatischen zurückkehrenden Darpatengarde um Ilsandor von Hauerndes angeschlossen hatte. So kehrte er mitten während der Magistratswahlen nach Shenilo zurück, hielt sich aber zunächst bedeckt. Erst im Rondra-Mond kam es zu Gesprächen mit dem Rat der Verdienten und seinem Bruder Tankred, die schließlich zur Mitte des Monats zu umwälzenden Veränderungen in der Familie Menaris führten: Mit Verweis auf das Erbrecht des Horasreiches, die Familientradition und politische Erwägungen wurde Kvalor Patriarch anstelle seines jüngeren Bruders.
Erst über zwei Jahre später wurde jedoch offenbar, dass sich hinter der Maske Kvalors niemand Anderer als Drugon Menaris, der Rote Mann, verborgen hatte, der von jenseits des Todes zurückgekehrt war. Nachdem er Macht über seine Familie errungen hatte, nahm er 1037 BF Rache. Während des Tags der Schande sorgte er für die Ermordung der Nachfahren der Häuser, die er für seinen Tod verantwortlich machte: Lysadion di Côntris und Saggia Chamera di Pertakir fielen seinem Zauber zum Opfer und auch Tankred Menaris hätte den Tod gefunden, hätte sich nicht dessen Schwester Brigona für ihn geopfert.
Erst ein Jahr später, am 10. Peraine 1038 BF, konnte Drugon besiegt werden, abermals war der Magokrat gestürzt.

Kinderreim über den Roten Mann

Sein Auge finster, sein Mantel rot,
dem Leben entrissen, trotzt er dem Tod.

Drunten im kalten Nass, fern vom Licht,
Wacht Tag und Nacht ein fahl Gesicht.

Den Eitlen, der sich das Barthaar richt‘
Die Müß’ge, die sich Zöpfe flicht,

Euch alle find’t sein starrer Blick,
schon windet, würget euch sein Strick!

tropfen rote Tränen jäh hinab
vom Antlitz, das er riss ins Grab

Durchfähret Furcht deine Glieder dann,
So ist er nah, der Rote Mann!

Drum such‘ ein sich’res Versteck geschwind,
sonst raubt er dir die Seel‘, mein Kind.

Der Rote Mann im Briefspiel

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