Details des Hauses della Trezzi
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Allgemeine Informationen
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Ländereien der Familie
Zum ältesten Besitz der Familie della Trezzi gehören Ländereien im Umfang von etwa 60 Hufen entlang des Yaquirtals zwischen Unterfels und Baliiri. Über verschiedene Signorien verstreut gelegen, umfassen sie Acker- und Weideländer, Weinberge und vereinzelte Fischteiche. Der überwiegende Teil dieser Flächen wurde an verschiedene Bauern und Winzer verpachtet, deren einziger und seltener Kontakt mit dem Haus della Trezzi oftmals über den Pachteintreiber erfolgt. In der übrigen Zeit gehen beide Seiten ungehindert ihren Geschäften nach, ein Vorgehen, welches sich für beide Seiten bewährt hat. Zu den größeren dieser Streugüter gehören einige Hufen nahe Trinidâl, auf dem sich auch der alte Familiensitz Schloss Bassanio befindet.
Eher für einen Titel als für klingende Münze ist die Signorie Tikalquell gut, einst nach dem Verlöschen der Blutlinie des bisherigen Lehensnehmers den della Trezzi vom Königshaus für treue Dienste verliehen. Außer dem Anblick der grandiosen Goldfelsen und den harten, aber ehrlichen Menschen erwartet einen hier in den Bergen jedoch nur wenig interessantes. Und doch sollte sich im Thronfolgekrieg der Besitz der oftmals bespöttelten Signorie als Glücksfall erweisen, überdauerten hier doch Besitztümer und Familienangehörige unbeschadet die Wirren des Krieges.
Viel bedeutender hingegen war jahrelang die gräfliche Signorie Vistellano, welche die della Trezzi seit Jahrhunderten für die Grafen von Bomed verwalten. Die ehedem reiche Signorie erblüht nun, da die Verwüstungen des Krieges Stück für Stück getilgt werden, unter dem Erbdroste langsam wieder im alten Glanze. Mit dem Wechsel des Drostenamtes an das Haus Berîsac 1034 BF ging die Signorie offiziell an den neuen Amtsinhaber über, jedoch verblieben Castello Bregelsaum samt Turnieranlage und Wirtschaftsgütern nunmehr im Privatbesitz des Hauses della Trezzi.
Die bedeutendste Landerwerbung des Hauses in den vergangenen Götterläufen ist die Signorie Carindôr. Nur wenige Tage nach der Schlacht von Morte Folnor besetzte Tilfur Sâl della Trezzi im Handstreich die Signorie und vertrieb deren bisherige Herren, das Haus ya Cantarra. Dies geschah einerseits, um die Verwüstung des Schlosses Bassanio durch besagtes Haus zu vergelten, andererseits aber auch, um den (u. a. durch Söldner, aber auch durch Neubauprojekte in Unterfels) rasant gestiegenen Geldbedarf der Familie decken zu können. Welche Folgen dies in der Zukunft noch haben mag ist nicht abzusehen, führte es doch zu einem erbitterten Wiederaufflammen der Fehde mit den ya Cantarra.
Residenzen
Im Familienbesitz befinden sich verschiedene Residenzen, die im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen.
Schloss Bassanio ist der älteste Sitz des Hauses della Trezzi. Der ehedem befestigte Wehrturm eines Landrittergeschlechtes wandelte sich durch unzählige An- und Umbauten im Laufe der Jahrhunderte zu einem kleinen Schloss, das weniger der Verteidigung als der standesgemäßen Repräsentanz dient. Bis vor wenigen Jahren lag hier auch der Stammsitz der Familie, doch Zerstörungen im Krieg der Drachen und die Machtverschiebung hin zu den Städten bewirkten, dass die Familie sich mit dem Palazzo Trezzi in Unterfels einen neuen Familiensitz errichtete.
Dieser Palazzo, ein dreiflügeliger Bau, mitten im Herzen der Stadt Unterfels gelegen, ist ganz im neuen Stil der Renascentia gehalten. In seinen Ausmaßen und seiner Ausstattung gerade noch so dimensioniert, um den Vorwürfen unpassender Großmannssucht zu entgehen, demonstriert der Bau eindrucksvoll die Stellung, welche die della Trezzi sowohl in der Stadt als auch im Yaquirbruch beanspruchen. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wurden die Arbeiten 1032 BF abgeschlossen.
Eher militärischen Charakter besitzt das Castello Bregelsaum, welches bei Bomed gelegen ist. Obwohl auch dieses inzwischen weitgehend zu einer Wohnanlage umgebaut wurde, besitzt es dennoch bis heute einen gut bestückten Wehrturm, den sogenannten Drostenturm, von dem aus sich die Horasstraße bestreichen lässt. Zu den Einrichtungen der Burg gehört neben dem Marstall auch die Turnierbahn, auf der jedes Jahr am 3. und 4. Rondra die Goldene Lanze von Bomed ausgefochten wird. Ebenso wie die Stadt Bomed erlitt auch das Castello einige Schäden und brannte zum zweiten Mal in seiner Geschichte aus, doch inzwischen wurden die Bauarbeiten abgeschlossen und die Anlage erstrahlt pünktlich zum Turnier um die Goldene Lanze des Jahres 1033 BF wieder in vollem Glanz.
Abgerundet werden die Besitzungen durch zwei große, befestigte Gutshöfe in den Signorien Carindôr und Tikalquell. Sie dienen eher landwirtschaftlichen Zwecken als der standesgemäßen Unterbringung, obwohl die Herrenräume immer für überraschende Besuche bereitgehalten werden. Besonders Comto Tilfur genießt Ausritte zu seinen neuen Besitzungen in Carindôr, um dort etwas Ruhe vor dem Trubel in Unterfels, Bomed oder Vinsalt zu finden.
Waffe und Wehr
Die Familie della Trezzi hielt über lange Jahre nur zehn bis zwanzig Waffenknechte (im Volksmund die "Drostenknechte" genannt) in ihren Diensten, um mit ihnen wenn nötig die verschiedenen Besitztümer und Familienmitglieder zu schützen. Dabei handelte es sich weder um eine durchgedrillte Einheit, noch um eine Söldnertruppe im üblichen Sinne. Vielmehr finden hier vor allem zweit- und drittgeborene Kinder der trezzi’schen Pächter, denen der Sinn nach mehr Aufregung und Aufstiegsmöglichkeiten stand als ein Leben als Knecht oder Magd zu bieten vermochte, in Lohn und Brot des Hauses. Für ein gewisses Ausbildungsniveau sorgen eine Handvoll altgedienter Soldaten, die auf die eine oder andere Art ihren Weg in die Dienste des Hauses fanden.
Anlässlich des Erwerbs des Erb-Kämmereramtes der Landgrafschaft Bomed investierte das Familienoberhaupt einige Dukaten in Ausbildung und Ausrüstung seiner Waffenknechte, so dass sie den Anforderungen des neuen Amtes besser gerecht werden. Mit kräftigen, gut bezahlten Rekruten aus der Signorie Carindôr wurde die Einheit auf etwas weniger als zwei Dutzend aufgestockt. In Anlehnung an die bisherige Bezeichnung der Bewaffneten des Hauses trug die Einheit bald den Namen "Thalerknechte", unter dem sie seitdem bekannt ist.
Weitere professionellere Truppen zu unterhalten ist ob der besonderen Lage in Unterfels müßig und unrentabel, gibt es doch vor den Toren mehr als genügend Auswahl an erfahrenen Söldnereinheiten. Dieses Angebot ermöglicht es, bei Bedarf schnell die benötigte militärische Stärke zu requirieren. Ein Beispiel dafür war das Anheuern der Schwarzen Adler während des Kriegs der Drachen, die beinahe zwei Götterläufe lang zu verschiedenen Aufgaben herangezogen wurden und so beispielsweise an der Schlacht von Morte Folnor oder der Eroberung der Signorie Carindôr teilnahmen.
Wichtigste Ämter in der Familie
Gemäß ihrer Tradition als alte Ministerialenfamilie sind die della Trezzi vorwiegend als königliche oder gräfliche Dienstleute vorzufinden.
Jahrhundertelang war hier zuerst der Titel des Erbdrosten von Bomed zu nennen, der seit dem Ende des Unabhängigkeitskrieges durchwegs in Händen der della Trezzi lag. Die wichtigsten damit verbundene Aufgaben waren die direkte Verwaltung des gräflichen Allodbesitzes in der Signorie Vistellano, um die Stadt Bomed herum gelegen, sowie der Vorsitz der Kammer der Gräflichen Güter, in der alle direkten Lehensnehmer der Grafen ihren Sitz haben. Obwohl alle Gewinne nominell in die Kassen des Grafenhauses fließen, munkelt man wohl nicht zu unrecht, dass auch die della Trezzi dabei nicht leer ausgehen. Heute allerdings dienen diese Erträge vor allem dem Wiederaufbau von Signorie und Stadt, um die Zerstörungen des Krieges möglichst schnell zu tilgen. Auf diese Weise geht man auch Streitigkeiten darüber aus dem Weg, welchem der drei potentiellen Grafen nun die langsam wieder steigenden Erträge zustehen. Traditionell war das Familienoberhaupt Träger dieses Titels.
Mit der Neuordnung der Ämter der Landgrafschaft Bomed durch den jungen Grafen Rimon Sâlingor 1034 BF rückte das Haus della Trezzi in das vakant gefallene Amt des Erb-Kämmerers der Landgrafschaft auf, während das Vascal ya Berîsac für jahrelange treue Dienste mit dem Amt des Erb-Drosten bestallt wurde. Als Erb-Kämmerer steht Tilfur della Trezzi der Verwaltung der Grafschaft vor und lenkt in Abwesenheit des Grafen die Geschicke der Grafschaft. Offizieller Amtsitz der Erb-Kämmerer ist das verspielte Schloß Fiëliënna im Viertel Monte Comitale der Stadt Bomed, doch solange auch Graf Rimon nicht in Bomed weilt, hat der neue Amtsinhaber die meisten Aufgaben nach Unterfels oder seine Räumlichkeiten im Castello Bregelsaum verlegt.
Eine bereits etwas länger zurückliegende Erwerbung ist der Titel des Proctors Yaquirias, einem Königlichen Hofamt, das dem Comto Iustitiar untergeordnet ist. Zu den direkten Pflichten und Aufgaben des Comto Proctors gehören die juristische Bewertung königlicher Eheverbindungen und deren Auflösung sowie die Klärung von strittigen Erbfragen (zuletzt bei Prinzessin Salkya). Auch dieses Amt liegt in Händen von Tilfur Sâl della Trezzi.
Zwölfgöttliche Kirchenmänner und -frauen finden sich nur selten in der Familie, Ausnahmen sind Felian della Trezzi, der als Adlerkomtur die Dalidaburg des Stab-und-Schwert-Ordens kommandiert und Aurelia della Trezzi, Mitglied im Aldigonenserorden.
Zu den jüngsten politischen Errungenschaften gehört die Vertretung in den verschiedenen Gremien der Stadt Unterfels. Auf Grund ihrer adeligen Abstammung gehören sie zu den Patrizi Nobile der Stadt, und in der letzten Wahl gelang es gar das Amt des Centenario zu erringen.
Familienmitglieder
Siehe auch: Stammbaum des Hauses della Trezzi
Lebende Familienmitglieder
- Comto Tilfur Sâl della Trezzi (Familienoberhaupt)
- Selinya di Piastinza (Gattin des Oberhauptes)
- Savinya della Trezzi (Schwester des Oberhauptes, verheiratet mit Tomasiello Priscanti di Punta)
- Felian della Trezzi (Bruder des Oberhauptes, Adlerkomtur im Stab-und-Schwert-Orden)
- Hesindiano della Trezzi (Sohn des Oberhauptes)
- Phelicitas della Trezzi (Tochter des Oberhauptes)
- Flaviano della Trezzi (Sohn des Oberhauptes)
- Rubiano della Trezzi (Sohn des verstorbenen Erbdrosten)
- Valeria della Trezzi (Witwe des verstorbenen Erbdrosten)
- Rondraja della Trezzi (Präfectin in der Commandantur Theniran/Drôl, verheiratet mit Calvino ya Mornicala)
- Darion della Trezzi (Recalculator a.D.)
- Daria della Trezzi (Kastellanya a.D. der Burg Yaquirello)
- Avessandro della Trezzi (Navigationsoffizier und Kartograph in der Horaskaiserlichen Flotte)
Ahnen und verstorbene Familienmitglieder
- "Esquirio Bassanio de Treccia" (ältester urkundlich belegter Vorfahre)
- Salarino della Trezzi (erster Erbdroste von Bomed)
- Aemiliano della Trezzi (1028 BF verstorbener bisheriger Erbdroste von Bomed)
(Stand 16.10.2011)


