Details des Hauses della Pena ä.H.
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Familiengeschichte und Herkunft
Nachdem Leomar Cartuso im Unabhängigkeitskrieg der Gräfin Tharinda v. Marvinko als treuer Gefolgsmann in einigen Schlachten gedient hat, werden er und seine Frau, die Rondrianerin Lacrimosa Fontana, von der Marvinkerin in den niederen Adelsstand erhoben. Auch nach dem Tode Tharindas (2241 Horas/ 749 BF) unterstützen Leomar und Lacrimosa della Pena weiterhin die Grafenfamilie Marvinko.
In den folgenden Jahrzehnten machten sich die della Pena in zahlreichen bewaffneten Konflikten der Marvinkos als militärische Befehlshaber auf dem Schlachtfeld unentbehrlich und schon bald erhielt die Familie neben der Stammsignorie Tokram und dem rasch hinzugekommenen Gerrich, noch einige kleinere Güter als Belohnung für die Großtaten im Kampf.
Nachdem ein Rahja-Wunder im Jahre 2323 Horas/ 831 BF eine blutige Auseinandersetzung zwischen zwei Zweigen der Familie della Pena verhindern konnte, wurde Rahja neben Rondra zur zweiten bevorzugten Familiengottheit. Seit dieser Zeit ist die Familie auch verstärkt in Weinanbau und –produktion aktiv.
Das Geschlecht der della Pena bildete in seiner 300-jährigen Geschichte immer wieder einige Nebenlinien aus, die jedoch meist nach zwei bis drei Generationen wieder verschwanden. Die große Ausnahme stellt dabei der grangorische Familienzweig dar, der der Hauptlinie mittlerweile auf Augenhöhe begegnen kann.
Die Gerricher Erbenlinie, die seit zwei Jahrhunderten einen Gegenpol zur Tokramer Linie bildete, wurde nach den Verfehlungen des Raubritters Perainio della Pena entmachtet und ihre Besitzungen der Hauptlinie einverleibt.
(siehe auch: Chronik des Hauses della Pena)
Domänen
- Signorien und Ländereien am Sikram, namentlich: Signorie Gerrich, Signorie Tokram und seit kurzem die Baronie Sibur
- einige Weingüter mit überregionaler Berühmtheit
- gelten als große Kenner und Förderer im Bereich Musik und Theater
- kompetente und erfahrene Heerführer und Duellisten
Charakter und Besonderheiten
Die Familie wirkt seit ihrem Bestehen immer wieder als Schwertarm der Grafen vom Sikram und gehört zu den treuesten Anhängern der Marvinko. Dabei haben sich die della Pena über die Jahre in zahlreichen Schlachten einen Ruf als berühmte und erfolgreiche Heerführer erworben, sind aber auch als Einzelkämpfer respektiert und als Duellgegner gefürchtet.
Traditionell werden Streitigkeiten und Konflikte direkt in einer offenen Konfrontation geklärt. Mit politischen Winkelzügen weiß man eher wenig anzufangen. So ist auch die verbreitete Praxis der politischen Heiraten in der Familie della Pena verpönt. Diese Ablehnung, mit der man ziemlich singulär im horasischen Adel dasteht, ist dabei auch eine Referenz an die Rahjaverbundenheit der Familie – kein Traviabündnis soll ohne den Segen Rahjas über dem Paar geschlossen werden, so dass reine Zweckehen so gut wie nicht vorkommen.
Während das bescheidene Standbein der Weinproduktion eher nebenbei läuft und mehr Spielerei und Luxus als echte Machtquelle ist, entwickelt sich das seit einigen Jahren üblich gewordene großzügige Mäzenatentum der Familie della Pena zu einem wichtigen Faktor im öffentlichen Bild des Geschlechtes. Die von Leomar Romualdos Mutter Elissa della Pena begonnene gezielte Förderung von aufstrebenden Musikern und Literaten und die gut besuchten musikalisch-literarischen Salons im Hause della Pena stellen mittlerweile eine wichtige Komponente im Kulturleben am Sikram dar, die nun vor allem von Odina della Pena weitergeführt wird. Wie sich dies jetzt nach dem Umzug nach Urbasi weiterentwickelt ist noch nicht abzusehen.
Auch die grundsätzliche Ablehnung von Intrigen, Geheimabsprachen, juristischen Winkelzügen, etc. pp., die der Familie in der Vergangenheit oft zum Nachteil gereicht, bröckelt langsam aber sicher. Diese Entwicklung ist besonders dem Einfluss von Leomars verschlagener Tochter Lutisana zu verdanken, die nach ihrem Studium an der Universalschule in Methumis nun zum wichtigsten Berater ihres Vaters avanciert ist. Dass ihr frischvermählter Ehegatte Drakon di Gorfar als erfahrener Militär doch eher die klassischen Tugenden des Hauses hochhält, zeigt jedoch, dass sich der Charakter des Hauses nicht grundsätzlich umkehrt.
Residenzen
- Palazzo Lacrimosa: ist die prächtige Residenz der della Pena in Urbasi. Der Hauptsitz der Familie vermittelt trotz aller Zierart einen (durchaus gewollten) wehrhaften Eindruck
- Castello Tokram: die weithin sichtbare Burg vor den Toren von Tokram ist eine eher kleine, aber nichtsdestotrotz wehrhafte Anlage, die vor allem wegen ihrer symbolischen Bedeutung als Stammburg des Geschlechts in tadellosem Zustand gehalten wird
- Burg Gerrich: ein imposanter trutziger Bau, der schon seit Jahrhunderten den militärischen Schwerpunkt des Hauses darstellt, von Burg Gerrich ist eine perfekte Kontrolle des Umlands möglich, was in dieser Gegend auch bitter nötig ist
- Palazzo Cartuso e Fontana die ehemalige Stadtresidenz der della Pena in Silas wird nach dem Umzug vor allem wegen des üppig ausgestatteten Salons, der nach einem Umbau nun einen veritablen Konzertsaal darstellt noch regelmäßig zu Repräsentationszwecken genutzt, auch wenn der baulich getrennte Rest mittlerweile andere Bewohner beherbergt
- Villa Rahjanti: ein malerisch in den Weinbergen der Urbasiglia gelegenes Landgut, auf das sich die Familie traditionell zwei Wochen im Herbst zurückzieht
Beziehungen
Die della Pena sind natürlich politisch im Lager der Marvinko zu verorten, und so lehnen sich auch alle Parteinahmen und Feindschaften an die Beziehungsgeflechte des Grafen Croenar von Marvinko an. Das äußert sich natürlich am deutlichsten in einer klaren Opposition zu den Firdayon und deren Parteigängern.
Beziehungen zu einzelnen Familien können sich immer mal wieder ändern; man ist hier nicht nachtragend und nach einem beigelegten Konflikt kann man sich durchaus verbünden.
Die einzelnen Familienmitglieder
Das unangefochtene Familienoberhaupt ist sicherlich Leomar Romualdo della Pena (*2466 Horas/ 974 BF). Der Signor von Tokram, der früh das Erbe seines Vaters Rukus antreten musste, war in seiner Jugend ein echter Heißsporn und Abenteurer, der mit seinem besten Freund, Hlûthar di Valdracanti, die Lande unsicher machte. Nachdem dieser ihm in einer brenzligen Situation das Leben gerettet hatte, machte Leomar Romualdo Hlûthar zum Cavalliere und übertrug ihm die Verwaltung des Stammlehens der della Pena. Auf den nachfolgenden Feierlichkeiten lernte Leomar Romualdo Odina di Valdracanti, die Schwester Hlûthars kennen, mit der er wenig später den Traviabund schloss.
Mittlerweile ist Leomar Romualdo ein wenig ruhiger geworden. Er steht bei bewaffneten Konflikten nicht mehr an vorderster Front, wiewohl er mit dem Degen immer noch trefflich umzugehen weiß. Das überlässt er lieber seiner Tochter oder seinem Schwiegersohn. Leomar sucht jedoch meist immer noch die direkte Konfrontation mit politischen Gegnern, nun jedoch in Salons oder auf dem glatten Parkett des Theaters zu Arivor, manchmal widmet er sich jedoch auch einfach nur der Bestellung seiner Weingüter oder der Ausrichtung von Feierlichkeiten.
Leomar Romualdo ist in der Ende der Fünfziger immer noch ein stattlicher Mann. Das gute Leben hat zwar in einigen zusätzlichen Stein Körpergewicht seine Spuren hinterlassen, jedoch ist er eher kräftig, als übergewichtig und die Pracht seiner dunklen Locken umweht wie eh und je sein majestätisches Haupt.
Seine Gattin Odina della Pena (*2474 Horas/ 982 BF) ist eine ebenso stattliche Frau, die eine beeindruckende Präsenz ausstrahlt und der man die vierfache Mutterschaft auch beinahe nicht ansieht. Odina ist eine große Kunstliebhaberin und führt die Tradition der musikalisch-literarischen Salons ihrer Schwiegermutter fort. Sie ist selbst eine versierte Spinett-Spielerin und hat den jungen talentierten nordmärkischen Musikus Ricardo Stellmacher als Haus-Kapellmeister und für ihren Unterricht engagiert. Beeindruckend ist es auch, wenn Odina mit ihrem Gatten ein Gesangsduett zu Gehör bringt. Die Harmonie ihres strahlenden Soprans mit dem sonoren Bariton Leomar Romualdos ist mehr als nur ein Symbol für das gelungene Familienleben im Hause della Pena, woran Odina nicht unwesentlichen Anteil hat.
Tsa hat das Paar mit vier Kindern gesegnet: Die älteste ist Thalionmel della Pena (*2493 Horas/ 1001 BF), die einmal die Signorswürde erben wird. Dementsprechend wurde sie auch erzogen. Von Leomar Romualdo nie verhätschelt, sondern immer ins kalte Wasser geworfen und mit den Härten des Lebens vertraut gemacht, bekam sie bald nach ihrer Ausbildung an der Kriegerakademie Arivor die Verwaltung der Signorie Gerrich übertragen (siehe BB28). All die Herausforderungen haben schon einige harte Züge um den Mund der drahtigen jungen Frau hinterlassen und ihre Mutter wartet schon länger darauf, dass sie einen Mann kennenlernt, der sie die heiteren, unbeschwerten Seiten des Lebens lehrt. Doch Thalionmel ist davon besessen, sich ihrem Vater zu beweisen, egal was er ihr aufträgt.
Ihre jüngere Schwester Lutisana della Pena (*2496 Horas/ 1004 BF) unterscheidet sich stark von ihr. Von eher hesindianischer Neigung studierte sie in Methumis und entwickelte sich zu einer sinnlichen Lebefrau und verschlagenen Intrigantin. In Methumis lernte sie auch Capitan Drakon di Gorfar kennen. Als Lieblingskind des Vaters machte sie ihren Einfluss geltend, so dass dieser bald Kommandant der Haustruppen und kurz darauf ihr Ehemann wurde. Lutisana ist mittlerweile die wichtigste Beraterin ihres Vaters. Ihr Ehemann Drakon di Gorfar (*2490 Horas/ 998 BF) dagegen ist der momentane ausführende Schwertarm der Familie. Ausgebildet an der Halle des vollendeten Kampfes zu Bethana durchlief er schnell eine Offizierskarriere bis zum Capitan in der Horaskaiserlichen Armee. Als er sich in Methumis in nandusgefälliger Militärstrategie weiterbilden ließ, verliebte er sich in Lutisana und stellte fortan sein militärisches Geschick in den Dienst der Familie della Pena. Drakon ist kein typischer Bethaner Kampfmagier, sondern sieht sich selbst eher als ein Offizier und Kämpfer mit zusätzlichen Qualifikationen, die zufällig im Bereich Magie liegen. Es brauchte jedoch einige Zeit – und einige Runden auf dem Fechtboden – bis er seinen Schwiegervater auch von seinen Qualitäten als Einzelkämpfer überzeugen konnte. Diese Anerkennung muss er sich jedoch immer wieder neu erringen – zumal wenn er mit so unrondrianischen Dingen wie Balestrinas und Schlachtfeldzauberei daherkommt.
Der musisch begabte Spross Tsaiano della Pena (*2501 Horas/1009 BF) ist auf dem besten Weg eine glanzvolle Opernkarriere zu starten und hält sich immer seltener im Elternhaus auf, während beim Nesthäkchen, der kleinen Tharinda della Pena (*2513 Horas/ 1021 BF), erst kürzlich Madas Gabe entdeckt wurde. Man überlegt nun fieberhaft, wo sie zur Magierin ausgebildet werden soll.
Leomar Romualdo hat selbst zwei Geschwister. Zum einen Prajane della Pena (*2471 Horas/ 979 BF) die Schöffin am Domänengericht von Urbet ist und ebenso wie ihre Nichte in Methumis Rechtswissenschaften studierte. Zum anderen den Rondra-Geweihten Shafirio della Pena (*2480 Horas/ 988 BF), der einem Tempel in Chababien vorsteht.
Der Gerricher Zweig der Familie della Pena ist seit den Umtrieben des Raubritters Perainio della Pena (*2461) – ein Vetter Leomar Romualdos – im Niedergang begriffen. Nach der Verwicklung in die Verschwörung des Markgrafen Phrenos verschwand Perainio spurlos und wurde 2518 Horas/1026 BF für tot erklärt. Cividya della Pena (*2468 Horas/ 976 BF), die Schwester Perainios und letzte der Gerricher Erbenlinie, stellte sich vor kurzem gegen Leomar und beanspruchte Gerrich unrechtmäßig für sich. Seit der Niederschlagung des Aufstands fehlt von ihr jede Spur.
Siehe auch:


