Cardolfo della Carenio
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| Condottiere Cardolfo della Carenio |
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Familie: Familie della Carenio (abtrünnig) |
Inhaltsverzeichnis |
Werdegang - Unter Lilienbannern
Cardolfo della Carenio (auch einfach als Condottiere Cardolfo bekannt) wurde 980 BF in Veliris geboren. Als Mitglied des Rittergeschlechts della Carenio war ihm eigentlich eine Ministerialenlaufbahn in den Heeren der Barone von Veliris beschieden, weshalb er folgerichtig auch in Oberfels auf der „Akademie zur Ertüchtigung junger Kadetten zu Offizieren der kaiserlich-königlichen Truppen“ zum Infanterie-Fähnrich ausgebildet wurde. Schon bald waren jedoch die Offizierspflichten dem sich ungern unterordnenden Mann nicht mehr von Gefallen, obwohl er es in wenigen Jahren zum Capitan brachte.
In der Veliriser Blutfehde (1015-1017) stand er mit seinem Trupp auf Seiten des Hauses Veliris-Carinto, konnte diesem aber nicht zur Baronswürde über Veliris verhelfen. Dafür gelang es ihm mit seinem Sold die letzten Reste seiner Akademieschulden zu tilgen und so war er fortan ein freier Mann. Aus Getreuen aus Offizierstagen und der Blutfehde baute sich Cardolfo eine eigenes Söldnerbanner auf, das er nach seinem Emblem die Goldene Distel taufte. Die Schlachtenbühne betrat der Söldnerführer, der von seiner Ritterfamilie nunmehr ungern gelitten war und deshalb nur noch als Condottiere Cardolfo bekannt war, in der Shumir-Krise auf Seiten Signora Darias von Sewaklauf-Shumir. Er ließ sich jedoch gut dafür bezahlen, um im entscheidenden Moment vor der Schlacht auf den Linnrather Wiesen mit seinen Truppen von dannen zu ziehen und so den Velirisern einen Vorteil zu verschaffen.
Danach trat er offen in die Dienste Baron Arianos von Veliris von dem er während des Thronfolgekrieges damit betraut wurde, gemeinsam mit Rimaldo di Scapanunzio Burg Naumstein einzunehmen. Dabei gerieten er und ein Teil seiner Männer in die Gefangenschaft des Adlerordens. Als sie freikamen waren Rimaldo und Ariano längst tot, Horasio della Pena als einzige andere Ansprechperson in Grangor im Kerker. Außerdem hatte sich die Familie della Carenio auf Seiten Sewamunds geschlagen und war auch in Augen Cardolfos nun zum Verräter geworden. Der Condottiere und seine Leute schlossen sich daher den verschiedensten Parteien an, kämpften außer für die Almadaner für alle Seiten – und standen nach dem Ende des Krieges vor dem Nichts.
Keines Herren Knecht
Daher nahm die Goldene Distel den ertragreichen Auftrag an, zwei unbekannte Patrizier auf dem Weg zu einer Festlichkeit in Unterfels abzufangen und zu Boron zu befördern. Bedauerlicherweise stellten sich die Patrizier als magisch begabt heraus und ihnen gelang die Flucht. Fortan waren Cardolfo und seine Leute in Unterfels nicht mehr geduldet, denn die Patrizierfamilie Menaris, deren Oberhaupt sie zu ermorden versucht hatten, hatte den almadanischen Condottiere Hernán von Aranjuez gegen sie gewonnen, den Cardolfo noch von der Schlacht von Morte Folnor kannte, bei der man auf unterschiedlichen Seiten gestanden hatte.
Im Winter 1031 drang Cardolfo unter falscher Identität mit einigen seiner Leute in das Draconiter-Institut Shenilo ein und entführte dort mehrere Adelssprösslinge, offenkundig um sich dafür am Schirmherren des Institutes, Tankred Menaris, zu rächen. Nach seiner Flucht in den Arinkelwald und dem Tod oder der Haft mehrerer Distel-Söldner blieb Cardolfo einige Zeit verschollen.
Zurück zu den Wurzeln
Im Praios 1032 BF tauchte das Emblem der Goldenen Distel wieder im Yaquirbruch auf, wo Cardolfo Ersatz für seine Verluste im vergangenen Jahr rekrutierte. Dort traf er auch zum ersten Mal wieder auf seine Tochter Marbis, die er seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Sie verschaffte ihm günstige Konditionen zur Wiederbewaffnung der Einheit. Im kommenden Frühling trat die Goldene Distel in Inostal auf, um in Condotta des Grafen von Bomed, Horasio della Pena, die dortige Garnison zu verstärken. Angeblich soll Cardolfo dort erneut eine heikle Aufgabe übernehmen, über deren Natur aber noch nichts bekannt geworden ist. Beobachter vermuten, dass nicht nur die gemeinsame Vergangenheit als Gefolgsleute Arianos von Veliris in Shumir-Krise und Thronfolgekrieg die beiden Männer zusammenbrachte, sondern Cardolfo auch verhältnismäßig rasch bereit war, einen neuen, wenn vielleicht auch nicht überaus lukrativen Auftrag zu übernehmen, um die Niederlagen der Vergangenheit schnell zu kompensieren.

