Colmar Luntfeld

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Colmar Luntfeld (SC)
Familie: Familie Luntfeld
Statur: untersetzt
Eltern: Beppo Luntfeld (947-1019), Sharine Gorbesen (959-1003)
Travienstand: ledig (soweit bekannt)
Nachkommen: keine bekannt
Besonderheiten: keine
Zitate: *"Das macht dann zwanzig Horasdor für den ganzen Monat Efferd. Oder aber ihr begnügt euch mit drei Corazzas, dann reicht dieser Betrag bis ..."
  • "Soso, in Brabak wollt ihr Geschäfte machen. Nun, dann kann ich euch folgendes empfehlen: ..."
  • "Mein Herr, ihr scheint etwas vergessen zu haben: Ihr habt uns angeheuert um euer Eigentum zu schützen. Nicht, um dasjenige eurer Feinde anzugreifen."

Viele Familien haben ihr Schwarzes Schaf - in der Familie Luntfeld ist dies Condottiere Colmar Luntfeld. Colmar erblickte das Licht Deres unter unglücklichen Umständen - als Frühgeburt auf den Schock, welchen seine hochschwangere Mutter bei der Nachricht vom Unfalltod ihrer Kinder Romero und Loris erlitt. Wenige Tage später verstarb Sharine Luntfeld im Kindbett, was Beppo Luntfeld seinem Jüngsten unterschwellig ewig vorzuwerfen schien, obwohl er sich zeitlebens nie etwas anmerken liess. Ausserdem hatte Colmar den Dickkopf seines Vaters geerbt, somit war das Verhältnis zwischen Vater und Sohn stets ein berücktes.

Da Colmar sich weit mehr für die rondrianischen als für die phexischen Künste begeistern konnte, erhob Colmar auch keinen Widerspruch als ihm sein Vater 1015 BF den Besuch der Kriegerakademie der Kriegs- und Lebenskunst in Vinsalt mehr be- denn empfahl. Die beiden sollten sich nie wiedersehen. Nach Beppos Tod erbte Colmar im Rahja 1019 genügend Geld, um sich den Besuch der teuren Akademie bis zum Abschluss finanzieren zu können. Mit dem Kriegerbrief in der Tasche trat er 1022 jedoch nicht wie von der Familie erwartet in die Herzöglich Grangorer Phecadigarde ein, sondern verpflichtete sich als Leutnant im Regiment Schwert des Südens bei der Horaslegion. Mit den Schwertern diente er fünf Jahre in den Kolonien des Südmeeres, wo er viel über das Militär- und Söldnerwesen des aventurischen Südens lehrte.
Mittlerweile hatte seine Familie (ohne dass Colmar davon wusst oder es gar gut geheissen hatte) ihre Verbindungen spielen lassen und so wurde er 1027 zurück nach Hause beordert, wo er 1027 in der Kronlegion die Plänklerkompanie des I. Erzherzöglich Horasischen Regiments Murak-Horas übernahm. Sein erster Besuch im Palazzo Luntfeld nach über 10 Jahren verlief frostig, immerhin versöhnte er sich mit seinen Geschwistern.

Den Ausbruch des Thronfolgekriegs erlebte die I. Plänklerkompanie, Murak-Horas in Shumir, als Ende Travia 1028 plötzlich Galahanisten vor den Stadttoren standen, jedoch unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten. In der Schlacht von Shumir erlebte Colmar vier Monate später im Horasreich seine erste Schlacht im Lieblichen Feld. Im Heer von Ralman von Firdayon-Bethana sollten weitere folgen.
Im Zuge der Auflösung der alten Legionsstrukturen kehrte ein geschockter colmar Luntfeld nach Ralmans überraschendem Frontenwechsel im Rondra 1029 der Kronlegion den Rücken und machte sich als Condottiere selbständig. Bereits Ende Firun stand er jedoch mit Colmars Cavallieri erneut unter Ralmans Banner. In der Schlacht von Westfar werden beinahe aufgerieben, doch dem unermüdlichen Organisator Colmar gelingt es in kurzer Zeit aus Resten verschiedener aufgeriebener oder versprengter Einheiten eine neue Truppe zusammen zu schmieden. Nach heldenhaftem Verhalten in der (Strassen-) Schlacht um Urbet wird Colmar von Ralman zum Major befördert und mit dem Gut Paquirella nahe Clameth belohnt. Nach der Zweite Schlacht von Pertakis gelingt es Colmar wiederum, durch Integration anderer Versprengter seine erneut schwer mitgenommene Truppe auf ein unterzähliges Battailon von drei Bandieras zu vergrössern.
Nach Kriegsende liess sich Colmar und seine Cavallieri in Paquirella nieder. Jenes wiederum lag im Einflussbereich des Sheniloer Bundes, dessen Mitglieder teilweise heftige Vorbehalte gegenüber unabhängigen Söldnern in ihren Landen besassen. Es sollte Jahre und unzählige Verhandlungsrunden mit lokalem Adel und Städten dauern, ehe sich die Gemüter einigermassen beruhigten. Ausserdem näherte sich Colmar auch seiner Familie wieder an, was nicht zuletzt der Pendeldiplomatie seines Neffen Khardan lag. Seit einer gründlichen Aussprache mit seinen Geschwistern anlässlich Khardans Hochzeit in Sewamund ist er in Sewamund wieder vollumfänglich willkommen (auch wenn es ihm in seiner Heimatstadt noch der ein oder die andere übelnimmt, in der entscheidenden Schlacht auf der anderen Seite gekämpft zu haben).

Condottiere Colmar Luntfeld besitzt eine gewisse Exzentrik: Ist er nicht gerade mit Teilen seiner Cavallieri unterwegs frönt er gerne dem Immanspiel, um seine Truppe in Form und bei Laune zu halten. Ausserdem brütet er seit Kriegsende - angewidert von einigen Auswüchsen des Thronfolgekriegs - über einer Anpassung des Khunchomer Kodex an die Verhältnisse im Horasreich. Die Soldverträge der Cavallieri versucht er anhand seines "Vinsalter Kodex" auszuhandeln und an Rat und Meinungen anderer Condottieri zu seinen verschiedenen Artikeln und Klauseln ist er immer interessiert.

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