Carion von Calven-Imirandi
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Ohne ein nennenswertes Erbe in Aussicht zu haben, wurde Carion als Kind an den Hof Hakaans von Firdayon-Bethana gesandt, wo er zunächst als Page diente, und später, als er sich begabt zeigte, der Obhut des Oberhoffalkners überstellt. Dieser bildete ihn tüchtig aus, so dass Carion heute ein guter Jäger ist, der auch flink mit dem Jagdrapier zu fechten weiß. Ein niederes, erzherzögliches Hofamt in Horasia zerschlug sich für ihn endgültig nach der Auflösung des Erzherzogtums im Jahre 1030 BF.
Bald darauf berief ihn sein Vetter zu seinem Nachfolger als Stadtvogt von Calven. Seinem Amt, dass dem Jüngling viel Muße belässt, kommt er durchaus gewissenhaft nach. Der "junge Herr" ist auch und vor allem bei den Mädchen und Damen des Städtchens Calven und des Umlands sehr beliebt. Seine Hochzeit mit Gilia von Veliris-Balthar, die sein Vater und sein Cousin für ihn ausgesucht haben, hat daran nicht viel geändert. Das junge Paar, dem jüngst ein nach seinem verstorbenen Verwandten Ariano von Veliris benannter Sohn geboren wurde, scheint sehr glücklich auf der alten Stammburg des Geschlechtes.
Als Hochzeitsgeschenk kam Carion auch ein prächtiger und stolzer Blaufalke zu, den sein Besitzer auf den Namen "Fulgur" (bosp. Blitz) getauft hat. Mit jenem reitet er des öfteren in die lichten Bruchwälder der Ruthorer Seenplatte zur Beizjagd auf Enten und Schnepfen. Bisweilen jagt Carion auch mit seiner Tante Karnickel, Riesenlöffler und Rotpüschel im nördlichen Arinkelwald, wenn er bei ihr in der Villa Celynion zu Gast ist. Als Jagdknecht dient ihm der Falkner und Jagdmeister der Signorie, Fido Silvani.

