Côntris
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Côntris ist eine Kleinstadt am nördlichen Yaquirufer direkt gegenüber von Gilforn und vor allem für das hiesige Spiegelschloss bekannt. Neuerdings (seit 1031 BF) befindet sich in Côntris ein Pilgerhafen mit einem neugestifteten, kleinen Efferd-Tempel für fromme Reisende nach Shenilo im Bau. Nur nebenbei werden hier auch einige Waren gehandelt. Mit der nördlichen Nachbarstadt ist Côntris über den Sheniloer Geronsweg verbunden.
Inhaltsverzeichnis |
Aventurische Quelle
»Gelegen dort, wo die Seneb-Horas-Straße von Bethana und die Yaquirstraße von Kuslik her zusammenlaufen und gemeinsam weiter nach Pertakis führen, wo sie sich wieder teilen, könnte das Städtchen, das keine Mauer hat, eigentlich wohlhabend sein. Doch Côntris liegt im Schatten der nahen Domänenhauptstadt und macht einen rückständigen, fast trübselig wirkenden Eindruck. Sogar einen Fährverkehr über den nahen Yaquir gibt es nicht und den wenigen Fischern ist es untersagt, Reisende überzusetzen, auf dass die Brücke von Pertakis überquert werden muss. Lediglich die zahlreichen Gasthäuser zeugen davon, dass hier viele Durchreisende übernachten. Am südwestlichen Stadtrand auf einer Anhöhe gelegen steht ein Semaphorturm, gleich daneben die hiesige Station des Postendienst Pertakis nebst Gaststätte Posthof. Der Spiegelpalast des Signors und der vielfarbige Tempel der Tsa mit seinen meist zwei bis vier Geweihten sind die auffallendsten Gebäude, auf einer freien Fläche östlich der Stadtmitte überwuchert Unkraut die gemiedenen Ruinen eines Praios-Tempels aus der Priesterkaiserzeit.«
»Von der Grothe bis zum Chabab - Die Städte des Lieblichen Feldes unter dem Schein der Praiossonne«, Praios-Tempel zu Vinsalt, 1024 BF
Von Drachen und Kronen
Wichtig für das Verständnis der neuen Position der Stadt ist der Zwist zwischen Shenilo (mit zwei Drachen im Wappen), in dessen Einflussbereich das kleinere Côntris nun liegt, und der Landstadt Pertakis (mit der Krone im Wappen). Der (Aus-)Bau des Hafens ist nämlich nicht lediglich als Unterstützung des Pilgerstroms zu sehen, sondern auch als direkter wirtschaftlicher Angriff auf Pertakis selbst, denn Schiffe, die yaquiraufwärts vom Meer der Sieben Winde fahren, passieren zunächst Côntris. Diese Tatsache beispielsweise nutzt die Familie Wankara schamlos aus und vertreibt zu einem niedrigen Preis Obst und Pökelfleisch an die Schiffer, damit sie dies nicht in Pertakis erstehen. Die Familie Brahl hingegen versucht zwar ebenfalls seinen Seehandel über Côntris abzuwickeln (und so die Steuern an Pertakis zu umgehen), liegt jedoch noch im Streit mit der Pertakis'schen Südmeer-Handelscompagnie.
In einem ähnlichen Licht müssen auch die geflüsterten Gerüchte verstanden werden, irgendwo in Côntris gebe es einen geheimen Ort, an dem man eine verbotene Überfahrt über den Yaquir nach Gilforn organisieren könne ...
Gebäude und Örtlichkeiten
- Spiegelschloss
- wichtiger Semaphorenturm, der Shenilo an die Nachrichtenlinie Vinsalt-Kuslik anknüpft
- großzügig angelegter Kontor der Familie Brahl (im Bau)
- Garnison der Darpatengarde (im ausgebauten vormaligen Feldlager Timor Firdayons)
- Villa Delgravo, einstiges Herrenhaus, seit 1033 BF Niederlassung des Handelshauses Changbari
Gasthäuser
- Gasthof Zur Schwarzen Sonne (Q7/P8/S12)
- Schenke Braustube (Q6/P5)
- Gasthaus Posthof (Q5/P5/S16)
- Taverne Weinschenke (Q4/P4)
- Herberge Yaquiria (Q4/P5/S10)
Patrizierfamilien
- Familie Korbmacher (stellen Maestra und den Ersten Stadtrichter)
- Familie Wankara (vertreten durch Dozmano Kaltrek)
Nachbarn
Siehe auch
Quellen
- Der Preis der Macht, Seite 29
- Masken der Macht, Seite 91f., 97f.
- Reich des Horas, Seite 209

