Burg Fuldigorsfeste

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Einer der beiden noch stehenden Türme der Feste - Der Grabesturm der Halthera
Die Burg in Kürze
Eigentümer: Haus ya Papilio
Funktion: Residenzsitz, Garnison der Sheniloer Drachenreiter
Hauptnutzer: Vogt Dozmano Kaltrek
Größe der Anlage: klein
Entstehung/Baustil: angeblich in der Horaszeit/heutiges Gebäude deutlich jünger
Bewohner: < 20
Wehrfähigkeit: gut zu verteidigen, strategisch günstig gelegen

Die Fuldigorsfeste stand schon am Rande des Arinkelwaldes und wachte über den Arinkelstieg, als das Haus Halthera noch nicht Herr über das nahegelegene Wanka war. Zumindest der Burgfried, so berichten alte Chroniken, muss schon zu Zeiten des Erzherzogtums Kuslik gestanden haben. Verschiedene Legenden ranken sich um den Namen, der sich am Alten Drachen Fuldigor orientiert, die mit der Errichtung einer Burg- oder Turmanlage in Verbindung gebracht werden. Keine erklärt jedoch warum ein neuer Kastellan der Burg, in den letzten Jahrhunderten stets ein Mitglied des Hauses Halthera, ausgerechnet von einem Efferd-Geweihten gesegnet wird.

Legenden

Einst lag hier ein Hort des uralten Drachen Fuldigor, umgeben vom bosparanischen Forst, bevor der Horas kam, und die Schrate des Waldes waren sein Gefolge. Der Horas befahl Geron, dem mächtigsten unter seinen Kriegern, den Forst zu roden und stellte sich schließlich selbst zum Kampf mit dem Lindwurm. Die Macht des Gottes war aber zu groß und so wich der Wurm und ließ seinen Hort zurück. Der Horas befahl Schreinern und Holzfällern aus seinem Gefolge, an dessen Stelle eine Feste zu errichten, die den Hort bewachen sollte, auf dass Fuldigor niemals zurückkehre, um seinen Hort einzufordern. Da schloss der Schreiner Olweren einen Pakt mit den Schraten des Waldes, die ohne ihren Herren waren und brachte Frieden. Doch Fuldigors Erbe ist nicht vergessen: Noch immer haust sein Spross Derkomador im Großen Wald und aus dem Brunnenschacht der Feste steigt in kalten klaren Firunsnächten noch manches Mal geisterhafter Rauch aus, wenn die Wut und der Brand Fuldigors über seine Niederlage aus seinem Hort dringt.
- Dozmana Kaltrek: „Sagen vom heiligen Olweren“, um 800 BF

Euer Steinhaus war aber nicht der einzige Stein auf dem Grab der Asseln! Dozman der Blendende hieß die Kämpfer der Kriegsgötter in seinem Reich, Türme und Wälle zu errichten, das Übel im Walde einzusperren. Über Dekaden wachten Eure Vorgänger am Rande des Waldes und hinderten das Übel daran zu entrinnen. Doch dann krabbelte das Böse aus den Wäldern, zwickte die Wächter in die Ohren und ließ sie den Verstand verlieren. Manche der Festungen fielen, als die Wächter einander erschlugen. 'Wanica' nannte man einen dieser Orte, wo der Wahn aus den Wäldern noch heute in jedem Jahrhundert einen brennenden Prediger oder einen mordenden Schlächter hervorbringt! Eines Tages wurde dem Kaiser das Morden zu viel. Er trieb die Überlebenden aller Festen auf einem Hügel nahe Wanica zusammen und ließ sie ermorden...die Fuldigorsfeste, sagt ihr? Ist der Drache nicht auch ein Beender?
- Der abtrünnige und wahnsinnige Phex-Geweihte Enrisco zur Äbtissin von Rondrisfels, um 1025 BF

Als die Garether die Kaiserin in Bosparan getötet und ihre Stadt geschleift hatten, zogen sie mordend, brennend und plündernd durch die Lande, niemand war vor ihnen sicher. Die Bosparaner aus den Yaquirlanden aber flohen in Richtung des Großen Waldes, sich darin vor den garethischen Mördern zu verbergen. Doch am Rande des Waldes entlang ritten die Barbaren aus dem Norden ihnen entgegen und stellten sie schließlich. In einem verlassenen Kastell der Legion kam es zum letzten Kampf der Ponterraner. Hunderte wurden getötet, tausende als Trossarbeiter, Schatzgräber und Sklaven von den Garethern gefangen genommen. Das Kastell aber nannten die Göttergläubigen fortan „Fuldigorsfeste“, denn wie der Alte Drache all‘ das vernichtet, was über seine Zeit Bestand hat, so haben auch die Garether das große Bosparan niedergeworfen.
- Praiosdan vom Lohenfels, Custos Lumini von Shenilo, zeitgenössisch

Gegenwart

Tatsächlich hat die Feste einen grob quadratischen Grundriss, von den Türmen steht heute nur noch der mächtige Burgfried, ein weiterer liegt in Ruinen, mögliche andere sind längst abgetragen worden, um für Steinhäuser in Wanka, etwa das jüngere Gut der Halthera oder das Badilakaner-Kloster Baumaterial zu liefern.
In der Burg leben heute nur noch wenige Menschen: weder ist das Land der Halthera besonders reich, noch hat Dozmano Kaltrek, seit 1035 BF Verwalter der Festung, viel Gold für Grandezza. Dadurch haben auch die Feuchtwiesen, die die Burg umgeben und aus denen sich der nur durch eine Zugbrücke zu überquerende Burggraben speist, heute wieder die Herrschaft über das Land zwischen den tieferen Baumreihen ergriffen. Nur der Trampelpfad zur örtlichen Verehrungsstätte des Heiligen Olweren von Wanka wird von den Holzfällern des Ortes regelmäßig instandgesetzt.
Die normalerweise hier untergebrachte Halbschwadron der Sheniloer Drachenreiter befindet sich häufig auf routinemäßigen Erkundungsritten, vor allem, wenn die Küstenfüchse auf Diebestour sind oder Gesetzlose die Waldränder unsicher machen.

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