Briefspiel:Träume von Salkya

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Inhaltsverzeichnis

Briefspielgeschichte aus: Briefspiel in Urbasi
Zyklus: Übersicht · Zeittafel · Nachforschungen · Karten · Aramir bei den dell'Arbiato · Splitter-Séance im Haus der Schlange · Cordovans Vision
Datum (aventurisch / irdisch): ab 18./19. Phex 1034 BF / ab September 2012
Beteiligte (aventurisch / irdisch): siehe unten / Aspoldo, Cirrention, Dellarbiato, Dorén, Gonfaloniere, Ranfaran, Rondrastein, Solivino, Storai, ZarinaWinterkalt
Schauplatz: Urbasi, ausgehend von der Vorstadt Camponuovo


Die Briefspielgeschichte um die Träume von Salkya ist der laufende Hauptplot des Briefspiels in Urbasi. Sie kreist um die seit dem Phexmond 1034 BF in der Stadt Urbasi auftretenden Visionen und Träume von der 1029 BF verstorbenen Heldenkönigin Salkya Firdayon. Deren Hintergründe und Folgen werden die Stadt für Monate oder sogar Jahre in Atem halten. Die Geschichte ist dabei auch als "Briefspiel-Abenteuer" angelegt, das Briefspielern und deren Charakteren eigenständige Nachforschungen (und infolgedessen natürlich Entdeckungen) zu den noch unbekannten Hintergründen erlaubt.

Grobe Zeittafel

18./19. Phex 1034: Jahrestag der Schlacht von Westfar, erste Visionen in Camponuovo
23./28. Phex: Gesandte des Erzherrschers und der Magisterin der Magister treffen in Urbasi ein.
14. Peraine: Der erste Visionär erhängt sich.
15./16. Peraine: Großes Gestech von Urbasi
24. Peraine: Der zweite Visionär stirbt. Der junge Talor hat als erster Visionär eine weitere Vision.
3. Ingerimm: Der Ausgräber Tassilo gräbt den ersten Splitter aus; kurz darauf Aramir den zweiten.
6. Ingerimm: Splitter-Séance im Haus der Schlange
21. Ingerimm: Aramirs Ausgräber finden einen weiteren Splitter.
Ende Ingerimm/Anfang Rahja: Der Erzherrscher bestätigt: Der zweite Splitter stammt vom Schwert Salkyas, der erste tut es nicht. Immer mehr Pilger strömen nach Urbasi.
7. Rahja: Magister Fastrado entschläft offenbar friedlich.
19. Rahja: Der dritte Visionär stirbt.
13. Praios 1035: Der junge Sheniloer Adlige Cordovan wird zum Visionär – und entschließt sich daraufhin, sein Leben Rondra zu weihen.


Siehe auch: Ausführliche Zeittafel

Beteiligte, soweit bislang bekannt

Salkya Firdayon

Wichtige Kirchenvertreter

Urbasische Adlige

Auswärtige

Gemeine

Schauplatz des Geschehens

Urbasis Vorstadt Camponuovo

Die Visionen um die Heldenkönigin treten (zunächst) nur in der urbasischen Vorstadt Camponuovo auf, die auch den Rondra-Tempel der Stadt und bereits einen zu Ehren der Königin benannten öffentlichen Platz beherbergt. Daneben gilt sie jedoch als Heimat armer Zugezogener und weist noch eine Ausgrabungsstätte zur altbosparanischen Vergangenheit Urbasis auf.

Reaktionen auf die Visionen finden darüber hinaus in der gesamten Stadt Urbasi statt. Die Kunde von ihnen erreicht in kürzester Zeit sogar Arivor, Kuslik und über die Erzählungen Reisender bald weite Teile des zentralen Horasreichs. Urbasi, bis dahin allenfalls eine Nebenstation des Geronswegs, zieht mit der Zeit eine wachsende Schar neugieriger Pilger an – oft in der Hoffnung, dass ihnen selbst eine Vision zuteil wird.


Aus den Aufzeichnungen des Rondra-Tempels: Die Visionäre

19. Phex (Jahrestag Westfar)
Efferdo, 33, Hausierer Bild:Z-bor.gif
Sal, 20, Schmiedegeselle Bild:Z-bor.gif
Pamina, 17, Baderin
Ciro, 24, Lastenträger Bild:Z-bor.gif
Ada, 41, Aushilfsnäherin
Zadalon, 36, Kesselflicker

20. Phex (Sta. Maline)
Niam, 39, Kräutersammlerin
Lelia, 13, ihre Tochter
Beppo, 27, Mietschwert
Dara, 16, Tavernenbedienung

21. Phex
Phedro, 32, Rattenfänger

22. Phex (Signoria-Sitzung)
Maline, 23, Küfnergesellin

23. Phex
Hesine, 29, Krämerin
Talor, 15, Sohn Niams (20. Phex)

24. Phex (Glückstag)
Reo, 22, Stallknecht
Isida, 33, Klingenschleiferin

26. Phex
Alda, 37, Wahrsagerin

29. Phex (Signoria-Sitzung)
Phedre, 18, ‘Kurtisane’

30. Phex (Versenkungsfest)
Tassilo, 26, Ausgräber

4. Peraine (Sta. Thalionmel)
Gero, 38, Kaschemmenwirt
Ippolito, 16, sein Sohn
Lea, 27, Hebamme

12. Peraine
Zoe, 12, Bergmannstochter

15. Peraine
Goldo, 17, Färberlehrling
Jalteke, 47, Tavernenköchin

16. Peraine
Tiro, 20, Cavalleristo aus Unterfels

24. Peraine (St. Murak)
Talor, 15 (siehe 23. Phex, derselbe)

18. Ingerimm (Jahrestag Olbris)
Khorena, 22, Ausgräberin

24. Rahja
Genna, 31, Zahnreißerin

13. Praios (St. Halmar)
Cordovan, 20, Sheniloer Edelmann

1. Rondra
Yalma, 33, mhoremische Pilgerin

5. Rondra (Tag des Schwurs)
Lorion, 42, Rondrageweihter Ardarit
Midor, 18, 'Streuner'

Aventurische Zeitungsartikel

Sikramer Schildwacht, Ende Phex 1034 BF:
Die Wiedergeburt der Heldenkönigin?
Urbasier haben Visionen von der Heiligen Salkya von Arivor

Am 18. und 19. Phex 1034 BF jährte sich die Schlacht von Westfar zum fünften Mal. Jene Schlacht, in der die Heldenkönigin Salkya auf dem Höhepunkt ihrer Regentschaft inmitten des Thronfolgekriegs fiel. Unter den Hieben des Heiligenmörders Travian di Faffarallo. In der Arivorer Mark und im Silbertal gedenkt man ihrer seither nicht zuletzt der Befreiung von den Lutisanen wegen.
Doch ist die Königin wirklich tot? Ihr Leichnam, aufgebahrt in der Königinnenkammer unter dem Goldenhelm, am Schwerterfeld von Arivor, scheint Antwort genug auf diese Frage zu sein, müsste man meinen. Und doch: In Urbasi, wo die Blutfahne der Königin im Tempel verwahrt wird, wird nun von Visionen berichtet, die die Wiedergeburt Salkyas zum Thema haben.
Amene di Salsavûr, die Hochgeweihte des Tempels, nahm die ersten Berichte hierüber am 19. Phex 1034 BF auf. In der Nacht zuvor wurden die Visionen mindestens einem halben Dutzend Bewohnern der Vorstadt Camponuovo zuteil.

“Ich habe sie gesehen, richtig. Zuerst lag sie nur da, auf einem großen Schlachtfeld, inmitten vieler Toter. Blutüberströmt war sie, aber es war wohl schon getrocknetes Blut. Sie war selbst tot, das war ganz deutlich zu sehen. Die Wunden, der Ausdruck in ihrem Gesicht, alles deutete daraufhin. Doch dann, einfach so, stand sie auf. Das geborstene Schwert hatte sie noch in der Hand. Jaja, den Griff und das untere Stück der Klinge meine ich. Und dann zeigte sie in eine bestimmte Richtung, so als wenn sie das Zeichen zum Aufbruch gab. Da kam plötzlich ein Pferd angetrabt, ein wunderschönes, richtig silbern schimmerndes, und die Königin griff in die Mähne und zog sich daran hoch. Wo sie hingeritten ist, das habe ich nicht mehr gesehen. Das Schlachtfeld war so groß, und es lagen ja noch überall Tote. Nur Salkya, die war wieder auferstanden. Ja, bei allen guten Göttern, so habe ich es gesehen, ganz klar, in meinen Träumen, und der Hochgeweihten berichtet …”
–Bericht des Lastenträgers Ciro, aufgezeichnet am 19. Phex, nach seinem Besuch im Tempel

Schon die Vielzahl sehr ähnlicher Berichte von diesen Visionen ließ die Geweihte des urbasischen Rondra-Tempels sofort aufhorchen. Eine Nachricht an den Erzherrscher, der ja auch Meister des Bundes ist (und derjenige, der Salkya einst gekrönt hatte), ging noch am selben Tag nach Arivor. Tatsächlich kam es in den folgenden Tagen noch zu weiteren Berichten dieser Visionen; das Tempelarchiv zählt ein Dutzend weitere Fälle, in denen andere Camponuover ihrer innerhalb von nur einer Woche teilhaftig wurden. Keinem anderen Urbasier außerhalb der ärmlichen Vorstadt ist derlei jedoch geschehen.
In der Kirche der Leuin und dem Kriegeradel von Gerondrata und Aurelat kann man all dies noch nicht recht einordnen. Was haben diese Visionen zu bedeuten? Und was werden ihre Folgen sein?


Sikramer Schildwacht, Anfang Peraine 1034 BF:
Visionen im Nebel
Entschwindet die Heldenkönigin?

Die Visionen von der Heldenkönigin Salkya halten unsere heimatliche Gemeinde seit bald zwei Wochen in Atem. Doch das Rätsel um ihre Bedeutung bleibt ungelüftet. Und nun droht es uns zu entgleiten, wenn man den letzten Berichten Glauben schenken darf. Schon die Gesellin Maline des angesehenen Fassmachers Refardeon Vescora, die noch in der Nachbarschaft des Stiers wohnt, erklärte vor Tagen, dass ihre Vision zum Ende hin immer weiter verblasst sei – noch während sie sie träumte. Und nun nimmt dieser Nebel, der sich über die göttlichen Offenbarungen legt, noch zu. Zuletzt berichtete der Ausgräber Tassilo, ein Gehilfe des Custos Relicti Bosparani, dass er die Heilige in seinem Traum auf den Boden hat zeigen sehen, mit ihrem zerbrochenen Schwert, während alles um sie herum bereits in grauen Schwaden verschwamm. Was hat all dies zu bedeuten? Und warum äußern sich selbst die hohen Gesandten aus Arivor, Ehrwürden Rodebrannt und Dottora Aldyranis, die nun schon einige Tage in der Stadt weilen, mit keinem Wort dazu?


Sikramer Schildwacht, Sonderausgabe vom Nachmittag des 15. Peraine 1034 BF:
Das Schwert im Boden
Setzt die Vision sich fort? - Außerdem: Der erste Visionär ist tot!

Die Fanfaren erschallen in Urbasi von der neuen Turnierbahn in Torneocampo. Das Große Gestech hat begonnen. Doch frohlocke, Silberstadt! Nicht nur das Turnier hält neue Überraschungen bereit. Nein, auch die Visionen von der Heldenkönigin setzen sich endlich fort. Die Schildwacht sprach zuerst mit den jüngsten Träumern, noch bevor sie ihre Kunde im Tempel der Göttin berichten konnten. Auch ihre Vision von der Heldenkönigin verschwand allmählich im Nebel, wie schon so oft zuvor berichtet. Bevor sie ganz vorüber war, sahen sie aber noch ein von einer einzelnen Hand gehaltenes Schwert aufblitzen. Ein Schwert, das im Boden steckte, als habe es jemand dort hinein gestoßen und versuchte es wieder herauszuziehen. So berichteten es der Färberlehrling Goldo und die Köchin Jalteke einhellig! Was mag dies nun wieder zu bedeuten haben? Wir wissen es nicht. Eines jedoch scheint nach dieser Sensation gewiss: Die Heldenkönigin hat ihren letzten Hinweis noch nicht gegeben!

Indes, auch Trauer hat sich in unsere Herzen gestohlen: Efferdo, der erste überhaupt im Tempel der Rondra vorstellig gewordene Empfänger der Visionen, weilt nicht mehr unter uns. Er ist in der Nacht vom 14. auf den 15. verstorben. Erhängt habe er sich, berichtete eine Nachbarin. Aber warum? Was kann diese Tragödie ausgelöst haben? Die Schildwacht geht den Hintergründen noch nach.


Sikramer Schildwacht, Ende Ingerimm 1034 BF:
Erzherrscher bestätigt: Zweiter gefundener Splitter stammt vom Schwert Salkyas!
Das erste Fundstück des Ausgräbers Tassilo hingegen nicht.

Lange genug hat es gedauert, bis Gewissheit bestand. Die hohen Geweihten Rondras in Arivor haben beide Anfang des Monats in der urbasischen Vorstadt Camponuovo gefundenen Splitter sorgsam untersuchen lassen. Mit liturgischen Mitteln, doch auch unter Zuhilfenahme von Metallurgen und Meisterschmieden wollte man sichergehen, keiner Fälschung oder einfach nur falschen Vermutung auf den Leim zu gehen. Und das scheint sich gelohnt zu haben: Der erste, vom Ausgräber Tassilo gefundene Splitter stammt, so das nun verkündete Urteil der Kirche, nicht vom Schwert Salkyas – womöglich aber dennoch von einer anderen in der Schlacht von Westfar geborstenen Waffe.

Viel wichtiger aber ist: Der zweite Splitter, den die Adligen Camilla dell’Arbiato und Aramir dyll Arkis auf eigenen Verdacht unter der Behausung des verstorbenen Visionärs Sal ausgegraben haben, stammt tatsächlich – ‘unzweifelhaft’, wie Erzherrscher Nepolemo ya Torese höchstpersönlich nun betonte – vom Schwert Königin Salkyas aus der schicksalhaften Schlacht. Dies gibt den Spekulationen um seine jetzige Fundstelle nur noch mehr Gewicht. Wie ist der Splitter in die Erde unter der urbasischen Vorstadt gekommen? Warum? Und gibt es vor allem noch weitere Reliquien, die dort ihrer Entdeckung harren?

Mehrere Adlige der Silberstadt haben längst damit begonnen auf eigene Rechnung weitere Ausgrabungen anzustellen. Der durch seinen spektakulären Fund schlagartig berühmt gewordene Aramir hat den Kirchenoberen in Arivor Gerüchten zufolge sogar schon weitere Fundstücke zur Begutachtung und Verifizierung übersandt. Derweil es um die Visionen selbst zuletzt ruhiger geworden ist, richtet sich der Blick Urbasis so zur großen Nachbarstadt und harrt gespannt der weiteren Urteile dort. Auch dem über den künftigen Verwahrungsort der Fundstücke, denn ob diese bei den großen Bruchstücken des Schwertes im Tempel in Arivor oder doch im urbasischen Tempel ausgestellt werden sollten, ist noch gar nicht entschieden.

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