Auricanius von Urbet-Marvinko

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Auricanius von Urbet-Marvinko (SC)
Familie: Bild:Haus Urbet-Marvinko klein.png Haus Urbet-Marvinko
Titel & Ämter: Comto (ehrenhalber), Luminifer der Praios-Kirche, Inquisitor, Subprior und Cellerarius des Turaniterklosters in Urbasi; ehedem: Herr von Torrini (bis 1030), Cavalliere und Custos Relicti Bosparani zu Urbasi (1030-1033)
Tsatag: 3. Firun 1009 BF
Größe: 1,82
Statur: schlank
Haare: hellbraun
Augenfarbe: braun
Kurzcharakteristik: ehrgeiziger, aber umgänglicher Praios-Geweihter, guter Menschenkenner
Wichtige Eigenschaften: KL, IN
Wichtige Talente: Menschenkenntnis, Geschichtswissen
Vor- und Nachteile: Adlige Abstammung, Geweiht (Praios); Prinzipientreue
Beziehungen: groß (in Urbasi und der Praios-Kirche), ansehnlich sonst
Finanzkraft: ansehnlich (privat hinlänglich)
Eltern: Yasmina von Urbet-Marvinko (971-1026), Gardelan di Tamarasco (969-1014)
Geschwister: Traviano (1004-1029), Odina (*1006), Yandriga (*1008), Rondralio (*1011), Nandoniella (*1012)
Travienstand: vermählt mit Tsabella Valpoza (*1010, Tochter Condottiere Uolbos)
Nachkommen: offiziell Novarizio Traviano (*1030)
Freunde & Verbündete: Panthino von Urbet-Marvinko (Vetter), Salquirio della Pena, Gerolan ya Pradomini, Tarquinio della Pena, Uolbo Valpoza, Ludovigo von Calven-Imirandi, Miguel Flaviora
Feinde & Konkurrenten: Selinde und vor allem Perainia Torrem, Croenar von Marvinko
Verwendung im Spiel: Als mittlerweile distanzierter Kenner der urbasischen Politik, als umgänglicher Förderer oder Gegner von Ausgrabungen in den Ruinen Agreppums, als zwischen Familien- und Kircheninteressen zerrissener Prälat.
Zitate: "Unterschätzt Ihr nicht die Intelligenz unseres Herrn, wenn Ihr die Wahrheit so einfach gestrickt wähnt?"

Auricanius Praiodin von Urbet-Marvinko (Weihename; geboren als Amando Leovigo von Urbet-Marvinko) ist ein Sohn des Hauses Urbet-Marvinko und Bruder des verstorbenen Fürsten Traviano von Urbet, dem er als faktisches Familienoberhaupt auch bis Ende 1032 BF nachfolgte. Seit seinem Rückzug von der Spitze der eigenen Familienpolitik widmet er sich verstärkt seinen Aufgaben in Praios-Kirche und Turaniterorden.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Aufgewachsen vorwiegend in der Obhut der eigenen Familie und den Notwendigkeiten der Familienpolitik dementsprechend verbunden, absolvierte Auricanius 1028 BF ein verkürztes Spätnoviziat im Turaniterorden und erhielt bereits Anfang 1029 seine Weihe zum Praios-Geweihten. Sein rasanter Aufstieg in der Hierarchie des Ordens - er wurde wenige Wochen nach der Weihe zum Inquisitor und bald darauf gar zum Subprior ernannt - soll jedoch nicht unwesentlich von üppigen Landschenkungen seines Bruders gefördert worden sein.

Auricanius von Urbet-Marvinko

Nach dem Tod Travianos und dem Zerfall des Fürstentums Urbasi Ende 1029 avancierte Auricanius zum neuen Machthaber innerhalb seines Hauses. Insbesondere die Heirat mit der bereits schwangeren Tsabella Valpoza bewahrte die Familie vor dem völligen Niedergang. Dass deren Sohn Novarizio Traviano tatsächlich ein Kind Travianos ist, ist ein offenes Geheimnis. Allerdings herrschte Auricanius formell ohnehin im Namen Rahjada Amenes, der ersten anerkannten Tochter Travianos.

Ende 1030 geriet Auricanius auf dem Rahjaball zu Unterfels mit den Gastgeberinnen aus dem Haus Romeroza aneinander, die er der (schädlichen) Hexerei verdächtigte - doch ließ sich ihre vermutete Verwicklung in Todesfälle während der Feierlichkeit nicht nachweisen. 1032 wurde er infolge der wieder aufbrechenden Fehde mit dem Haus Torrem zunehmend von der Familienpolitik vereinnahmt, nutzte auch seine kirchlichen Beziehungen in diesem Interesse aus - und bediente sich schließlich wenig praiosgefälliger Kniffe, um insbesondere das Leben seines jüngeren Bruders Rondralio zu schützen. Von Gewissensbissen geplagt, gab er die Führung der Familie schließlich an seinen Vetter Panthino ab.

Charakter

Auricanius gilt im Gegensatz zu seinem prachtverliebten und extrovertierten Bruder Traviano als äußerlich bescheidener und überlegter Politiker, der sich eigenem Ehrgeiz zum Trotz durchaus in den Dienst Anderer zu stellen versteht. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei zum Einen dem Erbe seiner Nichte Rahjada und zum Anderen den Interessen seiner Heimatstadt Urbasi. Als Praios-Geweihter ist er überraschend umgänglich und tritt nur dann mit unnachgiebiger Autorität auf, wenn sich dies nicht vermeiden lässt. Vor seiner Weihe galt er zudem als äußerst begabter Turnierstreiter (begabter gar als seine den rondrianischen Idealen stärker verwurzelten Geschwister Yandriga und Rondralio), verfolgt diesen Zeitvertreib aus Rücksicht auf anderweitige Pflichten nun aber nicht mehr.

Einige Standpunkte

  • Auricanius hat sich stets nur als Zwischenlösung zur Überbrückung der Vakanz an der Hausspitze gesehen, die vom Tod Travianos (1029 BF) bis zur Volljährigkeit Rahjadas andauern wird (1047 BF) - als Erbverwalter, wenn man so will. Nach seinem Rücktritt als Familienoberhaupt ist er insgeheim weiter ein Befürworter des Fürstenerbes seiner Nichte - auch wenn dieses zunächst in weite Ferne gerückt ist.
  • Innerhalb der Fürstlichen Gemeinde unterstützt er offenkundig eine Politik, die Urbasi als Ganzes stärken soll. Weniger offen ist er bestrebt, Machtkonzentrationen bei einzelnen Parteien zu vereiteln.
  • Die Condottiere-Herrschaft Valpozas in Urbet sieht er als notwendiges Übel, seine eigene Ehe mit dessen Tochter als pragmatisches Zugeständnis.
  • Die Ehe seines Bruders Rondralio mit einer Torrem schätzte er aufgrund der katastrophalen Politik des verschwägerten Hauses in den Jahren nach dem Thronfolgekrieg zunächst als Fehler ein, aus dem es das Beste zu machen galt. Mittlerweile hat er jedoch jede Hoffnung in dieser Richtung aufgegeben.
  • Seitdem Perainia Torrem, die Gemahlin Rondralios, dem entlaufenen Gatten gegenüber offene Tötungsabsichten hegt, reicht allein die Erwähnung ihres Namens, um dem ansonsten umgänglichen Geweihten jede Freude augenblicklich auszutreiben.

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