Angrond Timshal Menaris

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Angrond Timshal Menaris

Familie: Familie Menaris
Titel/Ämter: Esquirio (Schwertgeselle, Ser), Schwurbruder des "Schwurbundes der 12 Wehrenden zu Shenilo", ehemaliger Hauptmann der Sheniler Tempelgarde, Cavalleristo der Menaris (ruhend)
Geboren: *1003 BF
Körpergröße: 184 Halbfinger
Statur: drahtig
Haar-/Augenfarbe: schwarzer Zopf/grün
Kurzcharakteristik: impulsiver, manchmal aufbrausender, aber stets ehrlicher Mann; gelegentlich schwermütig; herausragender Kämpfer mit dem Anderthalbhänder, begabter Reiter und Säbelfechter; lernwilliger Kommandeur
Eltern: Kvalor Nacladus Menaris, Fiaga Menaris
Travienstand: ledig
Geschwister: Geronya Madalina Menaris
Bedeutende Verwandte und Schwager: siehe Details der Familie Menaris
Feinde und Rivalen: Rondrian Vistelli, Elborn Fansa, Cardolfo della Carenio
Ruf: in Schwertfechter und Rondrianer-Kreisen bekannt und unterschiedlich geschätzt, in Neetha leidlich bekannt
Besonderheiten: Narbe an der Unterlippe


Leben

Auf Reisen

Angrond Timshal Menaris wurde als erster Sohn von Kvalor Nacladus Menaris und seiner Frau Fiaga geboren. Seine Jugend verbrachte er mit seinen Eltern auf Reisen, denn sein Vater war viel im Auftrag der Draconiter unterwegs. Obwohl Kvalor den Jungen wiederholt auf magische Begabungen untersuchte, schien Angrond über keinerlei Menaris-Talent zu verfügen, was aber weder Vater noch Sohn besonders zu stören schien: Das Erbe der Familie hatte Kvalor ohnehin nie ins Auge gefasst. Angrond würde, genau wie seine Schwester, ohnehin nie zum engeren Kreis der Menaris gehören können, weil seine Mutter Kvalor nicht ebenbürtig gewesen war.
Um seinen Vater Esindio allerdings versöhnlich zu stimmen, sandte Kvalor seinen Sohn schließlich nach Shenilo, wo er bei den Gardisten des Draconiter-Instituts zum Kämpfen ausgebildet wurde. Als sein nicht unbedeutendes Potential entdeckt wurde, ließ der alte Esindio Gelder für eine Ausbildung bei einem Schwertmeister bereitstellen. In Methumis besuchte Angrond so die Schola Defensoria des Enzo Comante und machte dort 1022 BF seinen Gesellenbrief.

Im Reich von Greif und Fuchs

Als sein Vater mit dem Zug der Edlen gen Trollpforte ritt, war Angrond noch zu jung und seine Ausbildung nicht beendet. Gemeinsam mit Mutter und Schwester bangte er Tag um Tag um den Vater und schließlich hielt er es nicht mehr aus: Fiaga, die ihren Mann ebenfalls nicht sterben lassen wollte, und er ließen die kleine Geronya an ihrer Akademie zurück und brachen ins Mittelreich auf. Glücklicherweise überlebte Kvalor jedoch und entschloss sich fürderhin im Mittelreich zu bleiben - sein Sohn blieb mit ihm. Erst als die Bedrohung durch die Schwarzen Horden auch Gareth erreichte, befahl Kvalor dem Sohn, sich und die Mutter in Sicherheit zu bringen. Angrond protestierte und klagte, beugte sich jedoch am Ende und brachte seine Mutter ins Liebliche Feld zurück. Diese Entscheidung hat er nie verwunden, er glaubt, er habe seinen Vater im Stich gelassen.

Auf Abwegen

In Shenilo suchte Angrond nach einer neuen Aufgabe und fand sie im beginnenden Thronstreit. Es kam zum Bruch mit seinem Großvater Esindio, als dieser die Politik der „Fahne in den Wind“ unterstützte, während Angrond auf eine Parteinahme Shenilos im Krieg der Drachen drängte. Durch das selbstherrliche Verhalten Alessandro ya Ilsandros abgestoßen, wischte der stolze Angrond die Argumente und Anweisungen seines Großvaters beiseite und schloss sich den rondratreuen Landadligen an. Unter anderem kämpfte er in der Schlacht von Arinken auf Seiten der salkyatreuen Rondrianer und danach auch beim Sheniloer Buhurt. Aufgrund dieser kämpferischen Vergangenheit gilt Angrond als mögliches Bindeglied der Menaris zum rondratreuen Landadel Shenilos, leidet aber unter seiner unstandesgemäßen Herkunft und unter der Skepsis der Familienoberen.
Von Oberhaupt Tankred wurde er vermutlich auch daher 1031 BF - nachträglich - zum Cavalleristo der Familie ernannt und damit gleichermaßen seine Teilnahme am Thronfolgekrieg als Teilnahme der Menaris umgedeutet.

Neue Aufgaben

Anfang des Jahres 1031 BF wurde Angrond überraschend vom Familienoberhaupt nach Unterfels ausgesandt, um dem Attentat auf die beiden Menarisgäste beim Rahjenball auf den Grund zu gehen. Gemeinsam mit dem almadanischen Condottiere Hernán von Aranjuez und dessen Söldnern, den Angrond vom Sheniloer Buhurt kannte, jagte der Schwertgeselle die Goldene Distel. Diese Söldnereinheit unter dem ehemaligen Galahanisten Condottiere Cardolfo hatte den Anschlag aus unbekannten Gründen verübt. Angrond und den Almadanern gelang es schließlich, Cardolfos Leute bei Bomed in einem Scharmützel zu stellen und zu versprengen. Der Condottiere entkam jedoch. Später bereiste Angrond das Herzogtum Grangor und setzte sich im Namen der Familie dafür ein, dass die Söldner dort keine Anstellung mehr erhielten, während Condottiere Hernán in Unterfels begierig auf ihre Wiederkehr wartete.
Im Travia 1031 besuchte Angrond gemeinsam mit seinem Vetter Canyzethius unter anderem Utharia di Matienna von Arinken auf Burg Banquirfels und reiste hernach mit ihr zu den Rondra-Eremiten des Kloster Rondrisfels' im Arinkelwald.
Im Winter 1031 BF, nachdem die Goldene Distel das Draconiter-Institut Shenilo überfallen hatte, kehrte Angrond "nach Hause" zurück. Auf Vorschlag seines Onkels wurde er mit knapper Mehrheit zum Hauptmann der neu gegründeten Sheniler Tempelgarde ernannt. Seither bemüht sich Angrond das Vertrauen der Gläubigen Shenilos zu erlangen und für den Schutz des Institutes und der Tempel zu sorgen. Gegenwind schlägt ihm dabei durch zwei Männer entgegen: Zum einen ist dies Rondrian Vistelli, der durch die Einführung einer Tempelgarde brüskierte Kommandeur der Stadtgarde, zum anderen der Ritter vom Grabe Gerons Elborn Fansa, der ebenfalls als Tempelgardehauptmann vorgeschlagen worden war und die Abstimmung im Consilium Draconis nur knapp verlor.
Weil er die gleichzeitige Verteidigung der Stadt in Diensten der Familie und die Verteidigung der Tempel für unvereinbar hielt, legte Angrond seine Position als Cavalleristo im Frühling 1031 BF ab und schlug seinen Schwurbruder, Rondrigo Cordur, als seinen Nachfolger vor.

Zurück zu den Wurzeln

Nach den wenig rühmlichen Taten der Sheniler Tempelgarde während der Landherrenhändel im Dienste des Despoten Ludovigo trat der unter Druck geratene Angrond von seinem Amt als Hauptmann der Stadtgarde zurück. Von seiner Mitverantwortung beschämt und vom Leid seiner Familie, vor allem seiner Schwester gegrämt, besann sich Angrond auf seine eigentliche Berufung und beschloss, seine Fertigkeiten mit Waffe und Reittier zu verbessern. Aus seiner Zeit in Neetha war er mit einem Schwertmeister des Amazonenstils bekannt, bei dem er bis zum Rondra-Mond 1034 BF in die Lehre ging. Von diesem wurde er auf den ebenfalls den Kampf zu Pferde schulenden Caballero-Stil in Almada verwiesen. Die nächsten Monate verbrachte Angrond daraufhin bei den Meistern des Caballero-Stils Lorenzino Monzon in Ragath sowie Maquedar von Harmamund in Punin. Während seines Aufenthaltes in Ragath nahm er erneut Kontakt zu Hernán von Aranjuez auf, einstiger Gegner im Sheniloer Buhurt und Waffengefährte Angronds aus der Zeit der gemeinsamen Verfolgung der Goldenen Distel. Als Höhepunkt seiner almadanischen Zeit nahm Angrond im Ingerimm 1034 BF an den Puniner Reiterturnieren teil.

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