Amaldo Balestriano
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Amaldo Ascanio Balestriano ist ein Manufakturbesitzer und das Oberhaupt des erst von ihm begründeten Patriziergeschlechts Balestriano aus Urbasi. Er stieg zwischenzeitlich - infolge der Stadtherrschaft Travianos von Urbet - zum Bürgermeister seiner Wahlheimat auf, lebt nach mehreren Rückschlägen mittlerweile jedoch ein zurückgezogenes Leben in seiner Stadtvilla auf dem eigenen Manufakturgelände.
Werdegang
Ursprünglich aus einem Marktflecken nahe Shenilos stammend, gelangte der gelernte Armbruster Amaldo in der Silberstadt als Begründer einer der ersten Manufakturen (für Armbrüste und später auch Arbaletten) zu Wohlstand. Als Neureicher lange belächelt, avancierte er im Herbst 1028 BF während der Söldnerherrschaft Uolbo Valpozas zum Sprecher der Bürgerschaft - keiner seiner Standeskollegen wollte sich so recht mit dem Condottiere einlassen - und wurde bald darauf unter dem neuen Stadtherrn Traviano von Urbet zum Bürgermeister gewählt.
Als solcher spielte er im Boron 1029 beim Urbasischen Aufstand des städtischen Patriziats gegen die Adelsherrschaft eine zentrale, wiewohl nicht unbedingt treibende Rolle und wurde dafür vom zunehmend despotischen Traviano eingekerkert. Seine Befreiung aus der Haft mündete im Rahja 1029 in den urbasischen Wollfärberaufstand, als ihn die Bewohner der Vorstadt Agreppara unmittelbar nach dem Sturm auf die Kerkerfeste als Geisel nahmen. Aus dem vormaligen Bürgermeister wurde so ein Spielball rivalisierender Interessen in der Stadt. Auch seine zweite Befreiung - während des sogenannten Palio-Friedens - geriet zum Politikum.
Während der Consigliowahl im Jahr 1030 kam es gar noch einmal zu einem Aufruhr des Pöbels vor seiner Manufaktur, hinter der aufmerksame Beobachter eine Drohgebärde eines anderen Machthabers vermuteten.
Äußeres
Amaldo ist von kleinem Wuchs, kaum acht Spann groß, und von schmächtiger Gestalt. Sein einst dunkles Haar ist mittlerweile ergraut, ebenso der gepflegte Vollbart. Das knochige Gesicht wird von einer schiefen Nase dominiert. Er ist stets korrekt gekleidet, bevorzugt aufgrund seines Hintergrunds jedoch vergleichsweise schlichte Gewänder. An seiner Seite baumelt, wann immer es die Umstände zulassen, ein Florett - das er auch leidlich einzusetzen vermag.
Charakter
Der ehemalige Bürgermeister ist ob aller Wirrnisse gerade des Thronfolgekriegs sehr nachdenklich, ja geradezu zögerlich geworden. Er schätzt Ruhe und Sicherheit und vermeidet Konflikte soweit er es kann.

